Der heutige Marktführer Samsung mit dem Galaxy Note 7, das sich wahlweise wieder mit einem Stylus bedienen lässt. Bild: Samsung

Brennende Galaxy Note 7: Samsung stoppt Verkauf und Produktion

Nachdem auch ausgetauschte Galaxy Note 7 in den USA in Flammen aufgingen, hat Samsung reagiert. Der Verkauf des Galaxy Note 7 wird gestoppt. Und das ist auch besser so.

Eigentlich hätte Samsung das Problem mit dem Galaxy Note 7 langsam in den Griff bekommen müssen. Schon vor einigen Wochen tauchten zahlreiche Meldungen auf, dass einige Akkus regelrecht explodierten. Der Hersteller reagierte prompt und startete eine Rückruf- bzw. Umtauschaktion im großen Stil. Auch deutsche Vorbesteller sowie Käufer waren betroffen. Und jetzt das…

Probleme nicht im Griff

Nach verschiedenen Informationen zufolge zirka 2,5 Millionen zurückgerufenen Handys häufen sich die Meldungen, dass wieder etwas faul ist. Ein Flugzeug musste evakuiert werden, da ein Austauschgerät in Brand geriet. Von weiteren Fällen über Smartphones, die eigentlich nicht mehr defekt sein sollten, ist in den USA und Südkorea die Rede. Glücklicherweise kam bisher niemand zu Schaden. Es bleibt aber bei dem Ärger und im schlimmsten Fall dem materiellen Wertverlust.

So sollte man es besser nicht mehr in den Händen halten? (Foto: Samsung)

So sollte man es besser nicht mehr in den Händen halten? (Foto: Samsung)

Und nun? Samsung reagiert diesmal wieder schnell. Die US-Rückrufseite des Herstellers wurde bereits aktualisiert. So erfolgt in den Staaten ab sofort ein Tausch gegen ein Samsung Galaxy S7 oder S7 Edge, alternativ erhält man den vollen Kaufpreis zurück. Als Entschädigung erhalten „Opfer“ zusätzlich einen 25 US-Dollar-Einkaufsgutschein. Ob sie den für den Erwerb eines neuen Galaxy Note 7 nutzen können? Völlig unklar, denn der koreanische Konzern stoppte nicht nur den Verkauf, sondern auch die Produktion neuer Geräte.

Weitere Reaktionen

Wer nach wie vor ein Galaxy Note 7 besitzt und dieses für die Gear VR-Brille verwendet, dürfte nach einem Update jetzt auch eine Warnmeldung erhalten. Oculus VR informiert auf diese Weise Benutzer darüber, dass sie das Telefon nicht am Kopf tragen sollten – aufgrund akuter Gefahr.

Die US-Flugaufsicht FAA erweitert ferner das Note 7-Verbot – nun dürfen auch Austauschgeräte während eines Flugs nicht mehr eingeschaltet sein und ausschließlich im Handgepäck transportiert werden.

Und in Deutschland?

Noch wurde die deutsche Webseite des Austauschprogramms nicht mit neuen Details versehen, der letzte Stand ist der 3. Oktober 2016. Vermutlich in Kürze ist mit Informationen für hiesige Besitzer zu rechnen. Es ist davon auszugehen, dass euch ein Austauschgerät angeboten wird – ebenfalls ein Galaxy S7 oder S7 Edge. Bis dahin raten wir dazu, euer Galaxy Note 7 auszuschalten und euch etwas zu gedulden. Sicher ist sicher.

So oder so dürften die Probleme für Samsung Konsequenzen haben. Imageschaden, kostspieliger Rückruf, Druck durch Aktionäre und sicherlich auch (klagende) Konsumenten. Am Schluss sollten wir trotzdem froh darüber sein, dass niemand ernsthaft verletzt wurde. Das hätte ganz anders ausgehen können.

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