Readfy: Über 25.000 eBooks kostenlos! Werbefinanzierter Dienst geht an den Start

Der deutsche Dienst Readfy benötigte etwas Zeit, nun hat er offiziell den Betastatus abgestreift und die Pforten geöffnet. Wer viel und gerne liest, erhält hier über 25.000 eBooks zur Auswahl, die wie eine Flatrate gebucht werden können – quasi wie Spotify, Watchever oder Netflix für digitale Bücher. Zu Beginn ist Readfy sogar gratis.

Modernes Startup

Anfang des Jahres sammelte das Startup bei der Crowdfunding-Plattform Companisto 500.000 Euro für die Realisierung von Readfy 500.000 Euro ein. Kurze Zeit später startete die Beta-Phase, die jetzt endgültig verabschiedet wurde. Ab sofort ist der Service offiziell für alle Interessierten verfügbar – und das sogar zu Beginn kostenlos! Mehr als 25.000 eBooks stehen in der App für iOS und Android zur Auswahl, ohne Einschränkungen können Nutzer auf die reichhaltige Bibliothek zugreifen.

Gegenwärtig erfolgt die Finanzierung des Angebots über sporadisch dargestellte Werbung, die beim Lesen sicherlich auffällig platziert ist. Ab Anfang 2015 werden mehrere Tarife folgen, denn verdienen möchte die zuständige Readfy GmbH natürlich auch etwas. Hier sind mit Preisen um die fünf bis zehn Euro pro Monat zu rechnen, abhängig vom gewählten Modell. Es ist davon auszugehen, dass sich Ready am ebenfalls aus Deutschland stammenden Mitbewerber Skoobe orientiert, andererseits betont man auf der offiziellen Webseite, dass auch zukünftig Werbe-finanzierte Offerten vorgesehen seien.

Überschaubares Sortiment

Einerseits klingen 25.000 „kostenlose“ eBooks verlockend, selbstbewusst wird auch mit dem Slogan „all you can read“ geworben. Letztlich aber erwartet Leseratten ein überschaubares Portfolio, teils abseits der aktuellen Bestseller-Charts. Die Liste der derzeit erfolgreichsten Bücher vom Spiegel findet man bei readfy beispielsweise gar nicht. Relevante Literatur ist natürlich stets abhängig vom persönlichen Geschmack, und nicht ohne Grund lockt das junge Unternehmen mit einer ausgiebigen Probierphase, ohne für diese etwas zahlen zu müssen.

Die App bietet auch soziale Komponenten mit Empfehlungen und Bewertungen. (Foto: Readfy)

Die App bietet auch soziale Komponenten mit Empfehlungen und Bewertungen. (Foto: Readfy)

So oder so betritt Readfy einen Markt, der früher oder später hart umkämpft sein wird. Konkurrenten wie Google und Amazon schlafen nicht, der stationäre Buchhandel dürfte durch solche Services auch aufgeschreckt werden. Von den lokalen Bibliotheken ganz zu schweigen, die in einigen Städten seit geraumer Zeit versuchen, auf eBibo-Konzepte zu setzen. Letztlich ist Readfy nämlich nichts anderes.

Weitere Details finden Sie auf der Readfy.com. Dort kann der eBook-Service ausprobiert werden.

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