Readfy: Neustart des „Spotify für Bücher“ heute Abend

Readfy ist ein Dienst, der sich noch am ehesten mit „ein Spotify für Ebooks“ umschreiben ließe, denn genau das macht Readfy. Gegen eine monatliche Gebühr kann man auf eine Vielzahl an Büchern zugreifen und diese lesen, ohne einzeln abrechnen zu müssen. Im Prinzip ist Readfy eine moderne Online-Bücherei nur ohne lästige Abgabefristen und Strafgebühren.

Nachdem der geplante Start zu Anfang der Woche aufgrund von zu wenig Serverkapazität dazu führte, dass der Dienst zeitweise komplett zusammenbrach, hat man reagiert, den Start abgebrochen und verschoben. Heute Abend um 18 Uhr soll nach einer erneuten Aufstockung der Hardware ein Neustart gewagt werden.

Währenddessen kann man Readfy über die Crownfunding-Plattform Companisto finanziell unterstützen. Wirklich nötig hat das Readfy aber nicht mehr, denn der Dienst hat bereits die fünfache Summe des gewünschten Startkapitals von 25.000 Euro gesammelt.

Auf die Inhalte kommt es an

Das Geschäftsmodell von Readfy ist so simpel wie auch verlockend für Kunden. Das Zauberwort heißt Freemium. Man kann den Dienst kostenlos mit Werbeeinblendungen nutzen. Wer weniger Werbung sehen will, kauft sich ein Abopaket für 4,99 Euro und wer gar keine Werbung mehr sehen will, unterstützt den Dienst monatlich mit 9,99 Euro. In allen drei Fällen erzielt Readfy Einnahmen, ob der Kunde nun zahlen will oder nicht.

Die Verlage werden anhand der täglich gelesenen Seiten entsprechend vergütet. Readfy strebt, selbst in der frühen Unternehmensphase, schon Partnerschaften mit großen Dienstleistern wie der Telekom und der Deutschen Bahn an. Eine weitere Einnahmequelle soll in dem eigenen Werbenetzwerkkonzept liegen. In Ländern, in denen Readfy nicht antreten wird, möchte man anderen Firmen die Möglichkeit geben, die entwickelte Werbelösung zu lizenzieren. So können diese Firmen eine bereits existierende Lösung nutzen und Readfy generiert einige Extraeinahmen.

Man sieht, die Firmeninhaber dieses Startups haben ihre Hausaufgaben gemacht und setzen auf mehrere Standbeine, statt nur auf eine Einnahmequelle zu hoffen. Der Erfolg von Readfy steht und fällt allerdings mit der Auswahl der Verlage und der jeweiligen Bücher, die sie für ihren Dienst gewinnen konnten. Gerade das Beispiel Spotify, mit dem man sich gern vergleicht, zeigt, dass sich eine große Auswahl nicht nur durchsetzt, sondern auch essenziell für einen Abodienst ist. Heute Abend wird man dann sehen, ob Erwartungen erfüllt oder enttäuscht werden.

Readfy auf Companisto – Firmenanteile kaufen

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