Quick Share: Daten zwischen Android, Chrome OS und Windows austauschen – so geht’s

Wusstest du, dass du schnell und bequem Daten zwischen deinem Android-Smartphone und einem Rechner mit ChromeOS oder Windows austauschen kannst? Quick Share macht’s möglich.

Quick Share: Daten zwischen Android, Chrome OS und Windows austauschen – so geht’s
Foto: Google

Am besten schnurlos Bilder, Dokumente oder Videos vom Smartphone zum Laptop schieben und umgekehrt – das sollte möglichst reibungslos, schnell und unkompliziert gehen. Und tatsächlich klappt das mit Quick Share von Google sehr gut.

Das Wichtigste in Kürze

  • Quick Share hieß bis 2024 noch Nearby Share, davor Android Beam.
  • Quick Share entstand in Zusammenarbeit mit Samsung, das damit Samsung Quick Share vermutlich in Zukunft einstellt.
  • Die Funktion ist bei Android-Smartphones und Chromebooks vorinstalliert, für Windows benötigst du eine kostenfreie Anwendung. Unter Umständen musst du Quick Share trotzdem noch aktivieren.
  • Für Apple-Produkte ist Quick Share noch nicht verfügbar.

Inhalt:

Quick Share unter Windows einrichten

Anfang 2023 erschien die erste Beta-Version von Nearby Share für Windows 10 und 11. Jetzt, fast zwei Jahre später, heißt die Anwendung Quick Share und funktioniert nach wie vor ausschließlich auf 64-Bit-Prozessoren mit x64-Architektur (AMD, Intel). Neu ist, dass Google jetzt auch ARM-basierte Chips unterstützt. Besitzt du also beispielsweise einen aktuellen Copilot+-Laptop, funktioniert Quick Share jetzt auch.

Eine weitere Voraussetzung: Dein Smartphone oder Tablet sollte mindestens über Android 6.0 verfügen.

Wichtig: Die Quick-Share-App aus dem Microsoft Store stammt von Samsung und ist ausschließlich für Samsung-Geräte gedacht. Wähle daher besser Quick Share von Google.

So gehst du vor:

  1. Sollte dein PC neu und von einem Markenhersteller wie zum Beispiel LG sein, könnte Quick Share bereits vorinstalliert sein. Verwende also ggf. die Windows-Suche vorab und tippe in diese „Quick Share“ ein. Ist die Software vorhanden, überspringe Punkt 2.
  2. Lade dir Quick Share für Windows auf der offiziellen Webseite herunter und installiere die Anwendung.
  3. Starte Quick Share auf deinem Windows-Rechner, melde dich zu Beginn mit deinem Google-Konto an – am besten mit dem, das du auch für dein Smartphone verwendest. Hinweis: Auch ohne Login ist eine eingeschränkte Nutzung möglich.
  4. Zur Konfiguration ist ggf. eine einmalige Kopplung zwischen Smartphone und Rechner nötig, ebenfalls solltest du einen prägnanten Namen für deinen PC wählen.
  5. Gehe auf „Fertig“.

Dein Computer ist somit konfiguriert. Der Datentransfer kann beginnen.

Quick Share unter Windows konfigurieren

Unter Windows erhältst du einige Möglichkeiten, Quick Share deinen Bedürfnissen anzupassen:

  • Dateien empfangen: Direkt in der Quick-Share-Anwendung wählst du aus, von wem du Dateien empfangen darfst. Zur Wahl stehen hier: „Von deinen Geräten empfangen“, „Von allen empfangen“, „Von Kontakten empfangen“, „Gerät ist nicht sichtbar“.
  • Gerätename: Unter „Einstellungen“ (Zahnrad rechts oben) änderst du den öffentlichen Gerätenamen des PCs, den Speicher-Ort, die grundsätzliche Gerätesichtbarkeit und die Option, Quick Share beim Hochfahren des Rechners zu starten.
  • Quick Share unter Android: In den Einstellungen solltest du unter „Verbundene Geräte“ -> „Quick Share“ (Samsung) identische Einstellungsmöglichkeiten finden. Hier änderst du ebenfalls das Google-Konto für den Datentransfer.

Wichtig zu wissen: Telefon/Tablet und Rechner müssen sich „sehen“ können. Das kann über das gemeinsame Google-Konto oder über einen freigegebenen Kontakt sein. Es ist also auch möglich, nur ausgewählten Freunden oder Familienmitgliedern den Transfer zu erlauben.

Datenaustausch zwischen Geräten

Die Spannung steigt. Klappt der Austausch der Daten? Quick Share ist angenehm intuitiv und auch etwas einfacher gehalten als noch Nearby Share.

Das ist zu tun:

Von Windows zum Smartphone/Tablet

  1. Starte Quick Share auf deinem PC und klicke rechts unten auf „Auswählen“, um Dateien für den Transfer zu markieren. Alternativ funktioniert auch „Drag & Drop“.
  2. Quick Share sucht nach Geräten in der Umgebung. Wähle das Smartphone (oder Tablet) aus, das die ausgewählten Dateien erhalten soll.
  3. Sollte das Telefon nicht erkannt werden, überprüfe, ob Quick Share eingeschaltet ist. Du findest die Option bei Android-Geräten in der Regel in der Schnellauswahl.
  4. Quick Share stellt die Verbindung automatisch her und transferiert das File. Nach Erfolg kannst du mit „Öffnen“ die Datei starten.

Tipp: Wähle im Datei-Explorer mit der rechten Maustaste ein File aus und gehe auf „Über Quick Share senden“, um komfortabler und flexibler etwas zu schicken.

Vom Smartphone zu Windows

Andersherum ist es ähnlich simpel:

  1. Wähle eine Datei zum Transfer aus. Gehe nun auf das „Teilen“-Symbol.
  2. Tippe entweder die Anwendung „Quick Share“ oder den noch verbundenen Empfänger/Windows-Rechner an.
  3. Bestätige ggf. noch einmal den Computer, der die Datei erhalten soll.
  4. Der Transfer erfolgt automatisiert, Windows bestätigt die Übertragung und bietet das Öffnen der Datei an.

Von Android zu Android & Windows zu Windows

Ist Quick Share ordnungsgemäß eingerichtet und aktiv, ist ein Datenaustausch auch zwischen zwei Android-Geräten oder zwei Windows-PCs möglich. Das funktioniert auf einer identischen Weise, d.h. du wählst den gewünschten Empfänger aus.

Der Transfer von Telefon zu Telefon klappt natürlich auch. Wie hier vom Samsung Galaxy S25 zum S23. (Screenshot)
Der Transfer von Telefon zu Telefon klappt natürlich auch. Wie hier vom Samsung Galaxy S25 zum S23. (Screenshot)

Transfer via QR-Code und Verschlüsselung

Auf deinem Samsung-Smartphone oder Tablet gibt’s eine weitere praktische Funktion: Erstelle einen QR-Code oder Link, um Daten zu übertragen. Der Empfänger scannt den angegebenen Code oder verwendet den erstellten Link, um auf die Files zuzugreifen bzw. herunterzuladen.

Genauso wie die „private Freigabe“, die eine verschlüsselte Übertragung über einen zuvor festgelegten Zeitraum erlaubt, sind diese Funktionen bisher noch Samsung-Geräten vorbehalten.

Gut möglich, dass sich das mit zukünftigen Versionen von Quick Share noch ändert. In jedem Fall sind QR-Code und Verschlüsselung sinnvolle Mehrwerte.

Quick Share auf Chromebooks

Ähnlich wie bei Android-Geräten ist Quick Share bei den Chromebooks Bestandteil des Betriebssystems. Aktivieren solltest du das Feature dennoch:

  1. Gehe auf deinem Chromebook zu den „Einstellungen“ und wähle „Verbundene Geräte“ aus.
  2. Wechsle zu „Quick Share“ und entscheide dich für „Einrichten“.
  3. Gib einen Namen für dein Gerät an und dann auf „Fertig“.
  4. Definiere die Gerätesichtbarkeit, also „Alle Kontakte“, „Einige Kontakte“ oder „Verborgen“.
  5. Bestätige die Eingabe.

Möchtest du nun Inhalte teilen, klicke mit der rechten Maustaste auf eine Datei und entscheide dich für „Teilen“ -> „Quick Share“. Befindet sich der Empfänger in der Nähe und ist auf diesem Quick Share eingeschaltet, solltest du das Gerät sehen, eine Übertragung kann erfolgen.

Generell gilt: Senden und Empfangen klappt plattformübergreifend, also von Chrome OS zu Windows oder Android – und andersherum,

Quick Share: Probleme und Lösungen

Hier noch einige Tipps, was du bei Schwierigkeiten unternehmen kannst:

  • Gerät nicht gefunden: Findet dein Smartphone oder der PC das zweite Gerät nicht, überprüfe den „Sichtbar“-Status des Telefons bzw. Rechners. Oftmals ist Quick Share am Smartphone standardmäßig deaktiviert. Unter Windows sollte die App gestartet sein.
  • Keine Übertragung möglich: Quick Share nutzt Bluetooth und Wi-Fi zur Datenübertragung. Aktiviere auf beiden Geräten Bluetooth und prüfe, ob sich diese im gleichen Netzwerk (WLAN, Ethernet) befinden.
  • Entfernung: Sender und Empfänger sollten nicht weiter als 5 Meter voneinander entfernt sein. Je geringer der Abstand, desto besser und ggf. schneller die Verbindung. Google empfiehlt maximal 30 Zentimeter.
  • Neustart: Sollte nichts klappen, starte PC und Smartphone neu und probiere es erneut.
  • Weitere Empfehlungen bietet Google auf der extra eingerichteten Webseite.

Die Geschichte von Quick Share

Während die Funktion bei Apple seit jeher AirDrop heißt, ist das bei Google etwas komplizierter: 2011 führte der Konzern im Rahmen von Android 4.0 die Funktion Android Beam ein. Mithilfe von Bluetooth und NFC wollte Google so das Übertragen von Bildern oder Kontakten ermöglichen. Android Beam war ausschließlich für Android-basierte Geräte gedacht.

Mit der Einführung von Android 10 löste Nearby Share vollständig Android Beam ab. Neu war vor allem eine schnellere und simplere Datenübertragung dank Wi-Fi (und Bluetooth). Auch ohne Internetverbindung konntest du so zum Beispiel Videos zu dem Telefon eines Freundes schicken.

Und jetzt Quick Share. Seit Anfang 2024 besitzt nicht nur Nearby Share einen neuen Namen, sondern Quick Share entstand in Zusammenarbeit mit Samsung. Der koreanische Konzern bot in der Vergangenheit mit Samsung Quick Share ein eigenes Datenübertragungs-Feature für die seine Mobilgeräte an.

Künftig soll quasi Hersteller-übergreifend nur noch von Quick Share die Rede sein – für bestenfalls alle Plattformen. Quick Share ist gegenwärtig für Android, ChromeOS und Windows verfügbar. Auch ist Google bestrebt, diesen Service auf MacOS, iOS und iPadOS zu bringen, was vermutlich noch einige Zeit in Anspruch nimmt. Allerdings: Nach langem Verhandeln und Sticheln hatte Google mit RCS auch irgendwann Erfolg: Apple führte RCS mit iOS 18 endlich auch auf iPhones ein.

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