Viele Android-Geräte erlauben es von Haus aus nicht, PDF-Dateien zu bearbeiten. Zwar kannst du sie regulär öffnen und betrachten, doch Inhalte markieren, kommentieren oder schwärzen klappt nicht. Du brauchst also zumindest eine zusätzliche App, die dazu in der Lage ist. Alternativ zu kostenlosen oder kostenpflichtigen Tools gibt es auch noch andere Optionen.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt:
PDFs unter Android bearbeiten: Prüfe vorhandene Bordmittel (und Abos)
Auch wenn du nicht erwarten solltest, dass ein PDF-Editor auf deinem Smartphone oder Tablet vorinstalliert ist – manchmal ist das tatsächlich der Fall. Vor allem bei Geräten des Herstellers Samsung. Der liefert das hauseigene Samsung Notes mit, das zwar das ausschweifende Bearbeiten oder das Ausfüllen von PDF-Formularen nicht erlaubt, aber dafür das Schwärzen, Kommentieren oder gar Zusammenfassen ausführlicher Dokumente via KI (aktuelle Galaxy S- und Z-Reihe mit Galaxy AI). Die Zusammenfassungen lassen sich dann als Notiz separat speichern.


Auf etlichen Smartphones (vor-)installiert ist auch Microsoft 365 (Copilot) – vor allem dann, wenn du ohnehin ein Microsoft-365-Abo besitzt und die Dienste auf deinem mobilen Device verwenden möchtest. Der Vorteil hier: Du kannst vorhandene PDFs nicht nur bearbeiten, sondern auf Wunsch ebenfalls in ein Word-Dokument konvertieren. Damit bist du beim Ändern der Inhalte flexibler. Ohne Abo ist die Funktionalität wiederum stark eingeschränkt – dann sind andere Apps nützlicher.
Einige Smartphone-Hersteller setzen auf den klassischen Adobe Acrobat Reader, der vorinstalliert sein könnte oder im Google Play Store erhältlich ist. Mit dem lässt du dir PDFs anzeigen, kannst sie drucken, teilen, Formulare ausfüllen, unterschreiben und kommentieren. Auch hier ist eine ausführliche Bearbeitung nicht vorgesehen bzw. setzt ein kostenpflichtiges Abo voraus. Doch für einfache Dinge reicht der Acrobat Reader durchaus.
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Kostenlose Apps zum Bearbeiten von PDF-Dateien
PDFgear
Die wohl bekannteste App zum Bearbeiten von PDFs nennt sich PDFgear. Die ist kostenlos und besitzt allerlei Bearbeitungs-Features – vom Markieren ausgewählter Passagen bis hin zum Konvertieren in unterschiedliche Office-Formate. Interessant ist auch der PDFgear Copilot, der mithilfe von ChatGPT schnell PDF-Dokumente zusammenfasst oder anderweitig bearbeitet. Sehr praktisch und gratis!
MobiPDF
MobiPDF: PDF-Editor & Scanner ist ein mächtiges Tool, das ohne das Premium-Abo (9,99 Euro pro Monat) viele Aspekte wie Texterkennung, vollständige PDF-Bearbeitung und Konvertierung nicht oder nur eingeschränkt erlaubt. Und trotzdem lässt sich auch mit der Gratis-Variante viel anstellen, was oftmals für den Alltag oder das schnelle Digitalisieren von Dokumenten (Fotos scannen und als PDF speichern) reicht. Wer kurzfristig den vollen Funktionsumfang benötigt, probiert die Premium-Version dank der kostenfreien Testmitgliedschaft aus.
PDF-Reader
PDF-Reader (keine Werbung) ist einfach gehalten und verzichtet auf KI-Schnickschnack, aber bietet alles, was du für die meisten Anwendungsfälle brauchst. Füge Text hinzu, ändere die Reihenfolge der Seiten, signiere und kommentiere – alles ist dabei. Klar, das komplexe Ausfüllen von Formularen ist nicht möglich, dafür gibt’s andere praktische Komfortfunktionen wie das Zusammenführen von PDFs oder das Konvertieren in gewünschte Formate. Du bekommst die App im PlayStore.
Alternative: PDFs im Browser bearbeiten
Möchtest du keine weitere App herunterladen bzw. benötigst das Bearbeiten von PDFs nur fast nie, wähle ein Browser-basiertes Tool wie das von https://tools.pdf24.org. Du lädst von deinem Smartphone das zu editierende PDF hoch, direkt im Browser deines Geräts nimmst du Anpassungen vor. Auch das Abspeichern ist kein Problem.

Möchtest du dagegen PDFs vor allem optisch ansprechender gestalten und nicht vorrangig die Texte ändern bzw. schwärzen, empfiehlt sich der PDF-Editor von Canva, den du ebenfalls im Browser unter https://www.canva.com/de_de/pdf-editor erreichst. Alternativ nutzt du direkt die Canva-App.
Solltest du umfangreiche Editor-Funktionen benötigen oder gar vollwertige PDFs erstellen wollen, könnten Premium-Tools wie beispielsweise Adobe Acrobat Pro oder MobiPDF Pro nötig sein. Beide Apps setzen auf ein Abo-Modell, sind also nicht kostenfrei.
PDF in Android bearbeiten: Anleitung Schritt für Schritt
Zwar sind viele Apps nahezu selbsterklärend, doch als Hilfestellung haben wir für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die App PDFgear parat.



Die erleichtert dir hoffentlich den Einstieg:
- Lade dir die App PDFgear aus dem Google Play Store herunter und starte sie.
- Tippe in der Übersicht auf „Dateien“, um ein PDF-Dokument auf deinem Smartphone auszuwählen.
- Wähle oben den Button „Bearbeiten“ aus. Nun entscheidest du dich für „Annotieren“, „Bearbeiten“, „Seiten organisieren“ oder „Ausfüllen & Unterschreiben“ – abhängig davon, was du tun möchtest. Beim „Annotieren“ fügst du Inhalte wie Kommentare hinzu, bei „Bearbeiten“ ist auch eine Änderung des Textes möglich.
- Es öffnet sich eine Werkzeug-Leiste, mit denen du Farben auswählen, Kommentare hinzufügen oder Formulare ausfüllen kannst. Abhängig vom gewählten Modus ändert sich auch die Werkzeug-Leiste.
- Bist du fertig, tippe rechts oben auf das 3-Punkte-Symbol und entscheide dich für „Speichern unter“, „Drucken“, „Teilen“ oder „Konvertieren“ – was du benötigst.





Der Beitrag selbst ist sehr informativ und hilfreich. Ich vermisse aber einen Satz dazu, ob die vorgestellten Apps nur auf Smartphones verwendet werden können oder auch auf Laptops oder stationären Rechnern.
Hallo Ralph, wir haben es ganz oben kurz erwähnt: Die Apps funktionieren auf Android-Smartphones und in der Regel auch -Tablets. Bei Laptops/Rechnern hängt es vom Betriebssystem ab. Bei vielen Chrome-OS-Rechnern sollten die Apps ebenfalls funktionieren, für Windows/Mac aber nicht, da eben Android.