Parkplatz finden: So klappt es mit Navi und Smartphone (fast immer)

Mit dem klassischen Navi, Google Maps oder praktischen Apps – noch nie war es dank moderner Technik so einfach, einen Parkplatz zu finden. Und so geht’s.

Parkplatz finden: So klappt es mit Navi und Smartphone (fast immer)

Wer kennt das nicht? Ihr seid in einem euch nicht gut bekannten Stadtteil, in einer fremden Stadt oder auf einem Ausflug in einer touristischen Region und wollt einen geeigneten Parkplatz finden. Was tun? Den oftmals unzureichenden Ausschilderungen oder wenig hilfreichen Parkleitsystemen folgen? Mit diesen smarten Lösungen klappt es mit dem Parkplatz.

Parkplatz finden mit Google Maps

Mittlerweile sicher ein naheliegender Gedanke ist Google Maps: Auf vielen Smartphones ist der Routenplaner ohnehin vorinstalliert. Interessanterweise versteckt Google die Parkplatzsuche ein wenig, ihr müsst sie also erst in einem Untermenü auswählen:

  1. Startet Google Maps auf eurem Smartphone.
  2. Wischt unterhalb der Suche bei den Punkten „Restaurants“, „Tankstellen“ etc. nach rechts und wählt die Option „… Mehr“ aus.
  3. Sucht unter der Kategorie „Dienstleistungen“ den Punkt „Parkplätze“.
  4. Auf der Google-Maps-Karte findet ihr nun sämtliche (Google bekannten) Parkplätze in der Umgebung.

Bedauerlich ist, dass die reguläre Google-Maps-App nicht einmal die Möglichkeit bietet, entlang einer berechneten Route auf Knopfdruck einen Parkplatz zu finden. Hierzu müsst ihr zusätzlich im Eingabefeld noch „Parkplätze“ eintippen bzw. den Google Assistant ein „Parkplätze auf Route“ mitteilen – dann klappt es.

Parkplätze auf der Route könnt ihr euch anzeigen lassen – extrem komfortabel ist das trotzdem nicht gelöst. (Screenshot)

Nachteile von Google Maps: Ihr erfahrt nicht auf die Schnelle, was zum Beispiel ein Parkhaus in der Nähe kostet, ob dieses noch freie Plätze bietet oder ob es nicht hier und da noch weitere Orte abseits von gebührenpflichtigen Parkplätzen gibt.

Tipp: Möchtet ihr euch den Parkplatz eures Autos merken, um es später schneller zu finden, tippt auf den blauen Punkt und wählt die Option „Als Parkplatz speichern“.

Parkopedia: Planen und unterwegs freie Parkplätze finden

Eine schöne und im Vergleich zu Google Maps weiterführende Lösung ist Parkopedia. Das ist einerseits eine Webseite, auf der ihr eure nächste Reise simpel planen und vor allem Parkplätze finden könnt. Prima: Auch erfahrt ihr, ob ihr eine Parkscheibe braucht und wie teuer das nächste Parkhaus ist.

Privat- und Kundenparkplätze (Supermärkte etc.) fehlen nicht, genauso erhaltet ihr Details darüber, ob beispielsweise an bestimmten Orten auch digitale Parktickets erwerben dürft.

Parkplatz finden - mit Parkopedia ist das recht komfortabel. (Screenshot)
Parkplatz finden – mit Parkopedia ist das recht komfortabel. (Screenshot)

Auch Parkopedia kann nicht alle freien bzw. überhaupt vorhandenen Parkplätze kennen. Vor allem die nicht, die sich zum Beispiel in Wohngebieten befinden. Dennoch erhaltet ihr hier eine praktische Anwendung, die ihr als App für iOS und Android installieren solltet – gerade wenn ihr häufiger Parkplätze sucht.

Die App basiert auf der Webseite (und Openstreetmap) und bietet vielleicht etwas zu viele Infos, zum Beispiel ein Parkplatz-Bewertungssystem und die Möglichkeit, durch eigene Meldungen Punkte zu verdienen. Ihr könnt euch also durchaus in dieser Anwendung „verlieren“.

Im Zweifel aber findet sie nur geeignete Stellen zum Halten in der nächsten Nähe – mit einem Fingertippen zur Erkennung des aktuellen Standortes. Den Button entdeckt ihr stets rechts unten in der App.

Apple Karten: Findet nicht nur Parkplätze, sondern auch das geparkte Auto

Seit iOS 10 integriert Apple beim hauseigenen Navigations-Dienst Apple Karten das Angebot von Parkopedia. Bei der Parkplatzsuche und der aktiven Verwendung der App könnt ihr euch also durchaus die separate Anwendung sparen. Gut gelöst: Auch nennenswerte Infos wie Preise oder Privatgelände präsentiert euch Apple Karten von Haus aus und übersichtlich.

Apple weiß, wo du geparkt hast. Screenshot: Jürgen Vielmeier

Fast schon ein wenig spannender ist das Finden des geparkten Autos, zum Beispiel in einer fremden Stadt. Und das geht so:

  1. Aktiviert unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste die Ortungsdienste
  2. Schaltet ebenfalls unter Einstellungen -> Datenschutz -> Ortungsdienste -> Systemdienste -> „Wichtige Orte“ ein.
  3. Unter Einstellungen -> Karten aktiviert ihr die Funktion „Standort des geparkten Autos“

Apple Karten merkt sich selbständig den Parkplatz eures Autos, sofern dieses über eine Anbindung an Bluetooth oder Apple CarPlay verfügt. Apple sichert also den letzten Aufenthaltsort eures Mobiles, bevor ihr es abstellt.

Parkplatz finden mit dem TomTom-Navi

Das neue TomTom Go Discover besitzt eine clevere Funktion, die im ersten Jahr kostenlos ist: Freie Parkplätze in Parkhäusern. Hierfür benötigt ihr eine vorhandene Internetverbindung, am besten nutzt ihr das Smartphone als Hotspot. Denn ohne Internetzugang gibt’s auch keine Live-Informationen zu freien Parkhäusern, die das Discover automatisch auf der Karte einblendet. So geht’s:

  1. Gebt wie gewohnt einen Zielort ein.
  2. Wählt ein P-Symbol auf der rechten Display-Seite aus und erhaltet weitere Infos bzw. die Option, das Parkhaus als Zwischenziel oder endgültiges Ziel zu übernehmen.
  3. Auf der Streckenübersicht präsentiert euch das Go Discover ebenfalls geeignete Parkhäuser, die ihr direkt antippen könnt.

Sozusagen klassisch und bei quasi allen anderen TomTom-Navis vorhanden, sind die POI-Parkplätze. Gebt in der Suche den anzufahrenden Ort in Kombination mit „Parkplatz“ ein, um Ziele zu finden. Das klappt in der Schnellsuche und der Schritt-für-Schritt-Suche gleichermaßen.

Das Go Discover findet freie Parkhäuser für euch. (Foto: TomTom)
Das Go Discover findet freie Parkhäuser für euch. (Foto: TomTom)

Optional könnt ihr neue POI-Dateien über MyDrive auf euer Navigationsgerät laden und so auf dem aktuellen Stand bleiben.

Parkplätze und Garmin-Navis

Aktuelle Navis von Garmin verfügen von Haus aus über ein großes Angebot an Parkplätzen weltweit, die ihr auch direkt anfahren könnt. Geht folgendermaßen vor:

  1. Wählt bei Zieleingabe -> POIs -> Parken aus.
  2. Filtert auf Wunsch nach Verfügbarkeit, Art, Preise und Zahlungsmethoden.
  3. Entscheidet euch für einen Parkplatz und lasst euch direkt zu diesem navigieren.
Auch Garmin setzt auf Parkopedia. (Foto: Garmin)

 Auch das Suchen nach Parkplätzen in der näheren Umgebung eines Ziels ist möglich:

  1. Gebt wie immer ein Ziel ein.
  2. Wählt den Menüpunkt „P“ und tippt in der angezeigten Liste der Parkplätze einen gewünschten in der Nähe der ausgewählten Position an.
  3. Filtert optional nach Verfügbarkeit, Art, Preis etc.

Etliche Garmin-Navis bieten Live-Parkplatzdaten (nicht in allen Ländern und Regionen verfügbar), die ihr über die Smartphone-Link-Funktion bezieht. Ihr müsst also euer Navigationsgerät mit eurem Smartphone koppeln. Dann gibt’s auch Parktrends in Echtzeit an ausgewählten Orten.

Viele Möglichkeiten zur cleveren Parkplatzsuche

Dies sind sicherlich nur einige der prominentesten Beispiele, wie ihr schnell zu einem Parkplatz mit eurem Vehikel kommt. Abschließend seien allerdings noch weitere Lösungen genannt, die zumindest meinen Erfahrungen nach hilfreich sein können.

  • TomTom Go: Die App ist zwar nach einer 30-tägigen Testphase kostenpflichtig, doch hier findet ihr auf Knopfdruck viele Parkplätze auf oder in der Nähe einer Route. Zudem lässt sich die App z.B. mit Android Auto koppeln.
  • OpenStreetmap: Die Webseite liefert auch Parkplatz-Daten, doch die Suche ähnelt der Suche einer Nadel im Heuhaufen. Besser machen es Apps wie OsmAND+, die entsprechende Filterfunktionen mitbringen. Das ist alles sehr technisch, aber für Experten auch spannend.
  • Here WeGo: Als Webseite oder App ebenfalls ein gelungenes Angebot mit einer flotten Parkplatzsuche.

Navigationsgeräte fürs Auto, den Camper oder das Motorrad bekommt ihr bei Euronics.

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