Nokia- und What’s App-Kauf müssen von Handelskommissionen geprüft werden

Nokia- und What’s App-Kauf müssen von Handelskommissionen geprüft werden

Wer meint, dass die großen Geschäfte von Microsoft und Facebook bereits in trockenen Tüchern seien, hat sich geirrt. Sowohl die Nokia-Übernahme von Microsoft als auch der Kauf von What’s App durch das Social Network Facebook werden derzeit von verschiedenen Handelskommissionen geprüft. Diese könnten die Übernahmen noch kippen.

Die Nokia-Übernahme wird momentan in China durch die entsprechende Handelsbehörde geprüft. Zusätzlich hatten Google und Samsung bei der Behörde Bedenken angemeldet. Ob es sich hierbei wirklich um Bedenken, oder eine Verzögerungstaktik beider Firmen handelt, ist aber nicht bekannt. Vermutlich liegen die größten Bedenken im Bereiche des Patentstreits zwischen Microsoft und den Android-Herstellern und -Entwicklern.

Es geht (wie immer) um Patente

Nokia besitzt ein umfangreiches Patentportfolio – genau wie Microsoft. Durch die Übernahme würde das Portfolio Microsofts noch größer anwachsen. Der Kauf erinnert ein wenig an Motorolas Übernahme durch Google, bei dem der amerikanische Suchmaschinenkonzern offen zugab, Motorola wegen der Patente gekauft zu haben. Aufgrund der hohen Abgaben, die Android-Hersteller an Microsoft zahlen müssen, um einige der unverzichtbaren Patente nutzen zu können, möchte man diese Summe ungern erhöht sehen.

Datenschützer vermuten Missbrauch gekaufter What’s App Daten

Die Prüfung der Übernahme von What’s App durch Facebook unterliegt einem anderen Problem. Datenschutzvereinigungen und Verbraucherschützer werfen Facebook vor, die Userdaten, die sie mit What’s App kauften, für Werbezwecke nutzen zu wollen. Die haben die User bei ihrer Registrierung allerdings nicht wissen können. Daher soll der Kauf nun geprüft werden.

Facebook reagierte auf diesen Vorwurf mit einer schlichten Pressemeldung, dass man das Ziel vertrete die Welt miteinander verbinden zu wollen und Dienste anbieten möchte, die erschwinglich und effizient sind. Gleichzeitig plane man nicht, What’s App in Facebook zu integrieren, sondern wolle den Dienst von Facebook losgelöst, separat weiterführen. Nun, wenn Facebook What’s App nicht wegen der Daten kaufte, weswegen gab man dann 19 Millarden Dollar aus?

Die Federal Trade Commission wurde benachrichtigt und wird sich auch diesen Kauf genaustens ansehen müssen. Auf das Ergebnis sind wir sehr gespannt.

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