Nokia-Phones MWC 2018

Nokia 8 Scirocco, 7 Plus und 8110 4G: Salutieren wir dem Altbekannten!

Nokia setzt auf dem MWC 2018 auf Altbewährtes. Der neue Retro-Slider 8110 4G stiehlt dem neuen Oberklasse-Phone Nokia 8 Scirocco dabei sogar ein wenig die Show.

Alles retro bei Nokia. Nach dem Achtungserfolg mit der Neuauflage des Nokia 3310 im vergangenen Jahr setzt der neue Markeninhaber HMD Global auch 2018 auf Altbewährtes. Mal ganz bewusst, mal eventuell etwas unfreiwillig. Aber der Reihe nach.

Nokia 8110 4G: Neuauflage des „Matrix“-Handys

Das Nokia 8110 4G ist die Neuauflage des berühmten Slider-Phones, das auch in der Kino-Utopie „Matrix“ vor fast 20 Jahren für Coolness sorgte. Wie der Name schon sagt, ist die Neuauflage diesmal mit 4G-LTE ausgestattet, außerdem mit WLAN und Bluetooth 4.1, Apps wie Outlook und GMail funktionieren auf dem Nokia-eigenen Betriebssystem. Und natürlich ist auch der Spieleklassiker „Snake“ wieder installiert. Das 8110 4G zielt damit auf eine ähnliche Liebhaber-Klientel wie beim 3310.

Nokia 8110 4G

Nokia 8110 4G

Dann das Nokia 1. Das neue Einsteigersmartphone ist kaum teurer als das 8110 4G. Seine Optik wirkt allerdings auch wie die eines fünf Jahre alten Smartphones. Die Ecken völlig abgerundet, riesige Ränder, kleiner 4,5-Zoll-Bildschirm trotz großen Gehäuses. Aber immerhin mit Android 8.1 in der abgespeckten Go-Version. Für 85 US-Dollar Verkaufspreis visiert Nokia damit vor allem Schwellenmärkte an. 1 GB RAM und 8 GB ROM sind auch definitiv zu wenig für anspruchsvolle Nutzer.

Nokia 1

Nokia 1

Nokia 6 und 7 Plus: Mittelklasse aus Aluminium

Mit dem neuen Nokia 6 (2018) wiederum ersetzt Nokia die gut ein Jahre alte Vorversion Nokia 6. Kamera-Linsen von Carl Zeiss kommen hier zum Einsatz, ein Snapdragon 630 sorgt für Mittelklasse-Power. Das UVP 279 Euro teure Smartphone beherrscht dabei immerhin induktives Laden. Bis zu 60 Prozent mehr Leistung als das alte Nokia 6 soll das neue haben. Wie sich das genau errechnet, verrät Nokia nicht. Immerhin: Das neue Nokia 6 ist in meinen Augen wirklich hübsch geraten:

Nokia 6

Nokia 6

Was mir am Werbespot des Nokia 6 dafür höchst eigenartig vorkommt, ist die Nähe zu einem zwei Jahre alten Apple MacBook-Werbespot. Sogar der Sprecher betet die technischen Details mit einem englischen Akzent herunter, wie es Apple-Chefdesigner Jony Ive für gewöhnlich tut. Sonderbar, dass HMD Global das offenbar völlig ernst zu meinen scheint:

Nokia 7 Plus und das neue Flaggschiff Nokia 8 Scirocco

Auch beim Nokia 7 Plus setzt HMD Global auf ein Aluminium-Unibody (wie andere es vor drei Jahren schon getan haben). Ein Snapdragon 660 klingt schon nach deutlich mehr Power als beim Nokia 6. Die Akkulaufzeit bei 3.800 mAh gibt HMD Global mit 2 Tagen an. 7 Schichten auf der Rückseite sollen für eine Keramik-artige Haptik sorgen. Trotz eines riesigen 6-Zoll-Bildschirms soll sich das Gerät leicht in der Hand halten lassen. Künstliche Intelligenz in der Kamera soll ein ähnliches Porträtlicht erzeugen wie Apple im iPhone 8 Plus oder iPhone X. UVP-Kostenpunkt ab April: 399 Euro.

Nokia 7 Plus

Nokia 7 Plus

Das eigentliche Flaggschiff der Finnen ist das neue Nokia 8 Scirocco, das mit seinem gewölbten Display an das zwei Jahre alte Samsung Galaxy S6 erinnert. Mit einem Display-Gehäuse-Verhältnis von 95 Prozent ist es fast randlos. Statt Aluminium besteht das Gehäuse aus rostfreiem Stahl und soll trotzdem induktives Laden beherrschen. Bei 6 GB RAM und 128 GB Speicher hat HMD sich nicht lumpen lassen. Schön ist auch das nur 7,5 Millimeter flache Gehäuse. Mit Android One sollen Nutzer ein unverfälschtes Android und mindestens zwei Jahre lang Updates bekommen.

Nokia 8 Scirocco

Nokia 8 Scirocco

Erhältlich sein soll das Nokia 8 Scirocco ebenfalls ab Anfang April; kosten soll es UVP 749 Euro. Sicherlich ein schmuckes Gerät, aber echte Innovationen sehe ich hier nicht. Ich sah bei Nokia ohnehin heute viel, was ich früher schon einmal gesehen habe.

Fazit: Nokia, euer Partner in Retro-Fragen

Unter dem Namen Nokia entstehen sicherlich wieder starke Smartphones und die Fanbase ist zurück – wofür auch 70 Millionen verkaufte Geräte seit dem Neustart bürgen. Aber bis auf das gemunkelte Nokia 10 mit einem 5-fach-Kamara-System und 10-fachem optischen Zoom, das später im Jahr eventuell noch erscheinen könnte, sucht man echte Innovationen wohl besser erst einmal bei anderen Herstellern.

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