Neues Google-Phone Moto X zeigt sich im Video, gehorcht aufs Wort

Vor drei Jahren hat Google Motorola übernommen, aber noch hatten die Motorola-Kunden nicht viel davon gemerkt. Googles mobiles Betriebssystem Android war zwar auf den Smartphones der Hersteller installiert, darauf allerdings prankte die angepasste Oberfläche Motoblur. Mit dem geplanten neuen Smartphone Moto X soll sich das nun ändern.

Die kanadische Handelskette Rogers hat das Moto X bereits in einem Video vorgestellt. Es sollte offensichtlich erst nach der offiziellen Präsentation freigegeben werden, gelangte allerdings jetzt schon an die Öffentlichkeit. Demnach würde das Moto X ein Android-Gerät mit „nacktem“ Stock-Android, das sich alleine per Sprache steuern lässt und stets zuhört. Allerdings beides nur, wenn der Benutzer das auch will. Man muss das Gerät dafür nicht einmal mehr in die Hand nehmen.

Weitere Funktionen, die man im Video vorfindet: Automatische Updates, die direkt auf dem Sperrbildschirm eingeblendet werden. Die Kamera lässt sich über eine Schüttelbewegung oder andere Gesten aufrufen. Bilder lassen sich einfach bei Berührung des Touchscreens aufnehmen; man muss nicht erst einen Auslöseknopf drücken. Das sind Funktionen, die bereits von Windows Phone bekannt sind. Schüttelgesten kennt man unter anderem vom iPhone. Google erweitert sie im Moto X noch um die Möglichkeit, Serienbilder ausfzunehmen, indem man den Finger gedrückt hält.

Als Apples Siri noch umstritten war

Die neuen Funktionen lassen vermuten, dass das Moto X mit einer neuen Android-Version ausgeliefert wird. Der Arbeitstitel „Key Lime Pie“ kursiert bereits seit längerem. Es könnte sich sowohl um Android 4.3 als auch 5.0 dabei handeln. Optisch erinnert das in dem Video gezeigte Moto X an das aktuelle Nexus-Modell Nexus 4, das allerdings von LG gefertigt wird. Für gewöhnlich einmal im Jahr brachte Google bisher mit den Nexus-Modellen jeweils ein Android-Smartphone nach eigenem Design mit Stock-Android auf den Markt. Das Moto X könnte entweder das nächste dieser Modelle sein oder neben einem neuen Nexus-Modell angeboten werden, das später im Jahr erscheint.

Als Apple vor zwei Jahren Siri vorstellte, gab es noch rege Diskussionen, ob die Menschen Sprachsteuerungen brauchen oder nicht. Heute ist etwas Vergleichbares in fast jedem Smartphone zu finden. Und Google hievt die Möglichkeiten hier auf die nächste Stufe: Man kann das Smartphone bedienen, ohne einen einzigen Knopf zu drücken. Eine vergleichbare Steuerung präsentierten bereits Microsoft in der Xbox One und der Gerätehersteller Ivee in seinem intelligenten Radiowecker Sleek. Es ist eine Möglichkeit, die immer optional sein muss – gerade im Falle eines Geräts, das immer zuhört. Dann allerdings kann Sprachsteuerung unseren Alltag deutlich vereinfachen.

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