Der auf smarte Kinderprodukte spezialisierte Hersteller Myfirst hat bereits einige Kameras im Angebot, darunter den KI-unterstützten Fotoapparat Myfirst Camera 50 und diverse Sofortbildkameras für Schwarz-Weiß-Schnappschüsse. Die neue Myfirst Insta Lux bringt jetzt Farbe ins Spiel und druckt die Werke großer sowie kleiner Hobbyfotografen auf Papier. Dank Farbsublimationsdruck sind qualitativ sehr gute Ergebnisse möglich. Das macht die Myfirst Insta Lux zu einer Empfehlung – auch wenn der Hersteller hier und da Potenzial liegen lässt.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt:
Das ist die Myfirst Insta Lux
Die Insta Lux sieht zwar nicht wie eine klassische Polaroid-Kamera früherer Tage aus, doch letztlich kannst du mit ihr auch auf Wunsch Fotos drucken. Allerdings ist bei der neuen Kamera von Myfirst längst die Moderne eingezogen. Letztlich handelt es sich um eine Digitalkamera mit einem 4-Megapixel-Sensor. Aufgenommene Fotos lassen sich über den integrierten Drucker auf Papier bannen.

Myfirst liefert eine Speicherkarte mit 4 GB mit, was für den Anfang vollkommen genügt. Die Insta Lux unterstützt microSD-Speicherkarten bis 64 GB. Über Wi-Fi kannst du die Kamera auch mit einem Smartphone verbinden und Fotos vom Telefon über die Insta Lux ausdrucken. Eine nette Idee.

Ansonsten gibt’s einen 700 mAh großen Akku, der Laufzeiten bis zu 5 Stunden verspricht.
Da die Insta Lux bis zu 10 Blätter Fotopapier und eine Druckerpatrone für den Farbdruck aufnehmen muss, ist die Kamera insgesamt recht groß und mit 310 Gramm überraschend schwer.
Technische Daten Myfirst Insta Lux
| Sensor/Auflösung: | 4 MP (hinten & vorne) |
| Display: | 2,8″ IPS-Farbdisplay |
| Drucktechnik: | Dye-Sublimation, Farbdruck |
| Akku: | 700 mAh, 7,4 V |
| Laufzeit: | bis 5 Stunden |
| Ladezeit: | ca. 2,5 Stunden |
| Laden: | USB-C |
| Speicher: | bis 64 GB Speicherkarte (4 GB Speicherkarte inklusive) |
| Video: | nicht unterstützt |
| Verbindung: | WLAN 802.11 b/g/n |
| Maße: | 123,5 × 87 × 47,5 mm |
| Gewicht: | 310 g |
| Druckerpapier: | 54 × 82 mm, Druckbereich 54 × 72 mm |
Was macht die Insta Lux zur Kinderkamera?
Die große Frage, die sich natürlich stellt: Was macht die Insta Lux zu einer Kinderkamera? Eine Fujifilm Instax ist schließlich auch nicht kompliziert zu bedienen und hat ein vergleichbares Konzept. Unterschiede finden sich allerdings einige: Der offensichtlichste ist das Design und das Gehäuse. Die Myfirst Insta Lux hinterlässt einen überaus stabilen Eindruck. Wenn die Kamera mal herunterfällt, dürfte ihr das in den meisten Fällen nichts ausmachen. Hinzu gesellt sich eine kindgerechte Optik, die auffällt.

Darüber hinaus ist die Insta Lux sehr einfach zu bedienen. Nach dem Einschalten benötigen Kinder eigentlich nur den Auslöseknopf, um Impressionen einzufangen. Am Drehregler schalten sie zwischen visuellen Filtern um. Mit den weiteren Tasten schauen sie sich die aufgenommenen Bilder an, fügen noch hübsche Rahmen hinzu oder beginnen das Ausdrucken. Im Alltag dürften Jungs und Mädels nur zwei, drei Tasten benötigen. Das macht die Insta Lux sehr einsteigerfreundlich – und genau das ist ja der Sinn der Sache.

Heutige Instax-Kameras sind dagegen deutlich vielfältiger und komplizierter, da sie unter anderem noch Audio-Aufnahmen und ausschweifende Smartphone-Funktionen bieten. Das ist zwar zweifelsohne auch spannend, aber könnte Kids vollkommen überfordern. Genau das ist die Stärke der Insta Lux.
Myfirst Insta Lux im Praxistest
Die siebenjährige Testerin der Myfirst Insta Lux war zu Beginn von den schönen Pastellfarben des Geräts angetan: Hellblau. Lila, Rosa – wirklich hübsch anzusehen. Doch auch so kam sie schnell zurecht: einschalten, Drehrad drehen, Auslöser drücken – klappt.

Durchaus von Vorteil ist es, dass man nicht auf Knopfdruck ein Foto ausdrucken kann. Denn dann wären bei Kindern schnell die 10 Blatt Papier aufgebraucht. In Anbetracht des Preises von knapp 1 Euro pro Ausdruck ist es zu begrüßen, dass Anwender:innen genau wissen müssen, wie der Druck funktioniert.
Unsere Testerin stellte wiederum schnell fest: Videos lassen sich mit der Kamera nicht aufnehmen. Das war eines ihrer Highlights bei der Myfirst Camera 50. Positiv wiederum sind die recht zügige Auslösezeit, der starke Blitz und das große Display, auf dem sich Inhalte gut ablesen und anschauen lassen. Zudem gibt’s eine Selfie-Funktion dank einer zusätzlichen Kamera oberhalb des Bildschirms.

Die Druckqualität lässt sich insgesamt als gut bis sehr gut bezeichnen – abhängig von der Schärfe des digitalen Fotos. Optional lassen sich Bilder noch automatisch aufhellen, was die Resultate weiter verbessert. Für ungeduldige Kinder mag das alles aufwändig sein, zumal der eigentliche Druck eine ruhig stehende Kamera und knapp zwei Minuten Zeit verlangt. Das ist kein Kritikpunkt, sondern technisch bedingt und für Erwachsene vollkommen akzeptabel.
Was Eltern wiederum missfallen dürfte, das ist die Anbindung ans Smartphone. Die Insta Lux kannst du nicht wie andere Myfirst-Produkte einfach als weiteres Gerät in der Mycircle-App des Herstellers integrieren. Stattdessen startest du in dieser Anwendung den Dienst Insta Cloud Print, nachdem du manuell eine WLAN-Verbindung zur Kamera hergestellt hast. Das ist ein unnötiger und wenig schöner Aufwand.
Zweifelsohne größter Nachteil für unsere Testerin sind Größe und Gewicht. Zwar lässt sie sich gut um den Hals tragen, doch wird dies einem Kind recht schnell zu schwer. Eltern können sich also darauf einstellen, die Insta Lux häufiger in den Händen zu halten.
Fazit: Gute Kamera mit hohen Folgekosten
Was uns an der Myfirst Insta Lux besonders gefällt, das sind das Design und die einfache Bedienung. Klar, mehr als 4 Megapixel und ein flotteres Einschalten sowie noch schnelleres Auslösen wären nett gewesen, doch auch mit dem Gebotenen können Erwachsene und Kinder zufrieden sein. Eben weil es sich um eine stimmige Kamera für (etwas ältere) Kids handelt, die auch was aushält.

Trotzdem sollten sich Eltern darüber bewusst sein, dass die Kamera recht schwer ist und keine Videoaufnahme ermöglicht. Die Anbindung ans Smartphone funktioniert zwar, ist allerdings nicht besonders gut umgesetzt. Und drucken Sohn oder Tochter viel aus, wird’s recht teuer. Besser ist es also, gerade zu Beginn gemeinsam loszulegen und die Möglichkeiten zu entdecken. Dann versteht der Nachwuchs schnell, dass man nicht wirklich alles auf Papier bannen muss – so verlockend es auch erscheint.
Alles in allem ist die Myfirst Insta Lux eine empfehlenswerte Sofortbildkamera für digitale Schnappschüsse und sehr ansehnliche Ausdrucke. Für die Zukunft könnten wir uns eine bessere Verbindung zum Smartphone vorstellen, was sicherlich auch praktisch für ältere Kinder wäre…
- Einsteigerfreundliche Kinderkamera
- Sehr ansprechendes, robustes Design
- Leicht zu bedienen
- Qualitativ gute Druckergebnisse
- Anbindung zum Smartphone ausbaufähig
- Recht hohe Druckkosten
- Keine Videoaufnahme möglich