Mut zu neuen Ideen: LG stellt mit dem V10 ungewöhnliches Smartphone vor

Es geht doch. Wer sich ein wenig bei Googles Nexus-Ankündigungen langweilte und vergebens auf überraschende Ideen hoffte, sollte vielleicht mal einen Blick auf das V10 werfen. Das jetzt von LG vorgestellte Smartphone geht in einigen Bereichen neue Wege.

Zwei Bildschirme

Das Nexus 5X stammt ebenfalls von LG, setzt aber abgesehen von einer guten Ausstattung keine neuen Akzente. Die schiebt der Hersteller mit dem V10 nach. Erstes Highlight ist das zweite Display.. Neben dem Hauptbildschirm (5,7 Zoll, QHD-IPS-Display, 2560 x 1440 Pixel bei 513ppi) kommt noch ein zweiter mit 2,1 Zoll Größe (160 x 1040 Pixel, 513ppi) zum Einsatz. Dieser „Second Screen“ befindet sich oberhalb des normalen Bildschirms, dort können gewünschte Inhalte im „Always On“-Modus präsentiert werden – Wetter, Uhrzeit, Datum oder Akkulaufzeit zum Beispiel. Da der Hauptbildschirm dadurch entlastet werden kann, zum Beispiel beim Schauen nach der Uhrzeit, soll sich das Zusatzdisplay nicht negativ auf die Akkulaufzeit auswirken. Optional legt ihr dort Shortcuts ab oder lasst euch bei Anrufen informieren. Das klingt schon sehr interessant.

Die nächste Besonderheit betrifft die 5-Megapixel-Doppellinse auf der Vorderseite. Dadurch können Fotos bzw. Selfies mit einem 120 Grad Weltwinkel aufgenommen werden. Auch das ist alles andere als typisch für ein Smartphone. Die Rückseiten-Cam erhält 16 Megapixel mit F 1,8 Blende. LG betont, dass man sehr viele Optionen beim Fotografieren erhält, Verschlusszeit, ISO und dergleichen können manuell sehr fein justiert werden. Video-Clips werden auf Wunsch sogar selbständig geschnitten, hier sucht sich das Telefon die „Highlights“ automatisch heraus.

Sehr stabil

Zwei Displays und Weitwinkel-Kamera – das alleine genügte LG offenbar nicht. Denn zusätzlich ist den Verantwortlichen das Gehäuse sehr wichtig. Hypoallergenes Edelstahl wird genutzt, was die Stabilität deutlich verbessern soll. Neben diesem sogenannten Dura Guard-Rahmen kommt noch Dura Skin zum Einsatz. Diese Eigenschaft soll Kratzer möglichst vermeiden.

Schick und robust. Und in verschiedenen Farben. (Foto: LG)

Schick und robust. Und in verschiedenen Farben. (Foto: LG)

Was ebenfalls gefällt: Auch technisch ist das LG V10 auf der Höhe der Zeit. In dem ansprechenden Telefon werkelt ein Snapdragon 808 von Qualcomm. Der Hexacore-Chip erhält Unterstützung von 3GB RAM und 64GB Flash-Speicher, der mittels microSD-Kartenslot um 2TB erweitert werden kann. LTE, WLAN 802.11 a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.1, NFC und USB 2.0 fehlen natürlich nicht. Android 5.1.1 wird vorinstalliert sein, wenn es diesen Monat noch in den Handel kommt. Ein Update auf Android 6.0 ist realistisch.

Wo ist der Haken?

Was mir persönlich völlig schleierhaft ist: Für Europa plant LG die Veröffentlichung des V10 nicht. In Korea beginn im Oktober die Auslieferung, später sind Asien, Lateinamerika und der Mittlere Osten an der Reihe, genauso USA und China. Von hiesigen Gefilden ist (noch?) keine Rede, obwohl es sicherlich viele potentielle Käufer gibt, die sich von Google genau ein solches Nexus-Telefon gewünscht hatten, dafür aber ein 5X oder das 6P erhielten. Das ist schon etwas ernüchternd.

Besonders gute Kameras. (Foto: LG)

Besonders gute Kameras. (Foto: LG)

Es bleibt zu hoffen, dass LG die Entscheidung vielleicht doch noch überdenkt. Denn man muss es schon sagen: Das V10 sieht richtig gut aus und besitzt frische Ansätze, die man die letzten Monate bei anderen Herstellern vermisst hat…

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