Motorola Edge 70 Max: Akkumonster mit einer Besonderheit

Das Motorola Edge 70 Max ist neu im Katalog. Du erhältst zum fairen Preis ein Akkumonster mit einer zusätzlichen technischen Finesse.

Motorola Edge 70 Max: Akkumonster mit einer Besonderheit
Motorola Edge 70 Max (Bild: Motorola)

Toll irgendwo: Die Zeiten, in denen du dich kaum mehr aus dem Haus getraut hattest, weil du Angst haben musstest, dass dein Smartphone nicht über den Tag kommt, neigen sich dem Ende entgegen. Das neue Motorola Edge 70 Max sagt dem Akkuproblem mit einem 7.100-mAh-Boliden den Kampf an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Motorola Edge 70 Pro bietet viel für knapp 800 Euro
  • Toll sind vor allem der großzügig portionierte Akku, das 2K-Display und auch sonst eine insgesamt moderne Ausstattung
  • Neben anderen Kleinigkeiten fehlt allerdings eine Telezoom-Kamera.

Wobei „Bolide“ hier eigentlich das falsche Wort ist. Denn Motorola nutzt hier bereits die neue Lithium-Kohlenstoff-Technik, die eine höhere Energiedichte erlaubt. Das bedeutet: auf gleichem Raum wie bei einem Lithium-Ionen-Akku mehr Kapazität, aber nicht mehr Gewicht. Zudem entladen sich diese Akkus auch nicht so schnell bei Kälte.

Das Gewicht des 6,82-Zoll-Phones ist deswegen auch nicht höher als vergleichbare Geräte: 221 Gramm.

Die Laufzeit soll dabei bis zu 73 Stunden betragen. Und selbst wenn du Videos in Dauerschleife abspielst: bis 42 Stunden. Anders ausgedrückt: Mit dem Edge 70 Max kommst du sicher über den Tag und noch weit darüber hinaus.

Der Akku ist dann dank des 90-Watt-Schnelllademodus‘ auch rasch wieder befüllt. Laut GSMArena sind wir nach 21 Minuten wieder bei 50 Prozent. Voll aufgeladen soll der Akku nach immerhin 51 Minuten wieder sein.

Etwas länger dauert es kabellos (85 Minuten). Dank des Qi2-Standards, der mit 25 Watt arbeitet, geht aber auch das vergleichsweise flott.

Natürlich hat das Edge 70 Max nicht nur einen starken Akku. Motorola setzt auf den aktuell zweitbesten Qualcomm-Chip 8 Gen 5, der für Oberklasse-Phones vorgesehen ist. Beim Display belässt es der Hersteller nicht bei den sonst üblichen Full-HD, sondern setzt auf Quad-HD (2K) mit 1440 x 3168 px, 144 Hz und stolze 7.000 Nits Spitzenhelligkeit.

HDR10+, 1 Milliarde Farben und dazu der Pantone SkinTone Validated 100% DCI-PC-Farbraum lassen aufhorchen. Die Kooperation zwischen Motorola und Pantone beschränkt sich also längst nicht mehr nur auf farblich auffällig designte Rückseiten.

Das Edge 70 Max bietet außerdem Corning Gorilla Glass 7i auf der Vorder- und Rückseite, Unterwasserschutz nach IP69/IP68 und MIL-STD 810H. 5G sind natürlich drin, aber auch das moderne WiFi 7, Bluetooth 6.0, Stereo-Lautsprecher, Gesichtserkennung und Fingerabdrucksensor im Display.

Die Hauptkamera löst mit 50 MP auf, verwendet einen Sensor mit 1/1,56 Zoll (Sony Lytia 710) mit einer Maximalblende von f/1.8 mit optischer Bildstabilisierung und einem 2-in-1-Lichtsensor.

Die zweite Kamera ist eine Ultraweitwinkelkamera mit 8 MP, 119 Grad Sichtfeld und Makro-Funktion. Betriebssystem ist das derzeit noch aktuelle Android 16 mit Google Gemini als Sprachsteuerung.

Kostenpunkt für das Edge 70 Max: UVP: 799 Euro.

Technische Daten
6,82″ AMOLED-Display, 1440 × 3168 Pixel, bis zu 144 Hz, HDR10+
Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5 mit Adreno 829 GPU
8 GB LPDDR5X RAM
256 GB UFS 4.1 Speicher (nicht erweiterbar)
Hauptkamera 50 MP (Sony LYTIA 710), OIS, 4K-Video bis 60 fps
Ultraweitwinkelkamera 8 MP (119°) + Zusatzlinse
Frontkamera 32 MP
7.100 mAh Silizium‑Kohlenstoff‑Akku, 90 W kabelgebunden, 25 W kabellos (Qi 2.2)
Android 16 als Betriebssystem
IP68/IP69 + MIL‑STD‑810H Schutz, Dual‑SIM 5G, Wi‑Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC

Was fehlt?

Also alles toll? Na ja, fast. Zur Spitze fehlt uns eine Telezoom-Kamera. Die lässt Motorola nämlich weg. Beim USB-C-Anschluss belässt es der US-Hersteller außerdem bei USB 2.0. Das machen natürlich anderer Hersteller auch, aber wir wundern uns immer wieder, dass diese eigentlich längst überholte Technik aus dem Jahr 2000 (!) immer noch zum Einsatz kommt.

Motorola Edge 70 Max Rueckseite 16x9
Motorola Edge 70 Max Rückseite

Motorola verbaut in der in Deutschland verfügbaren Version 256 GB Speicher und 8 GB RAM (LPDDR5X). Das ist ausreichend, aber der Hersteller war hier auch schon einmal spendabler. Dass Motorola nicht mehr verbaut, dürfte der aktuellen Speicherkrise geschuldet sein.

Dafür greift das Edge auf einen Trick zurück: bis zu 16 GB virtueller Speicher, wenn nötig, kann vom Festspeicher abgerufen werden. Dank des aktuell modernsten UFS 4.1 geht das für Auslagerungsarbeiten sogar noch halbwegs flott. Der native RAM im Edge ist allerdings etwa 16x so schnell…

Bei Alltagsaufgaben sollte sich das kaum mal bemerkbar machen. Nur wenn du sehr viele große Apps gleichzeitig geöffnet haben und das Edge vielleicht auch für anspruchsvolle Spiele nutzen willst, dürften es zu teils langsamen und häufigeren App-Neustarts kommen.

Auch bei der Zahl der Android-Updates war Motorola schon einmal spendabler: Im Edge 70 Max belässt man es bei 3 Vollversions-Updates.

Und noch eine Kleinigkeit finde ich persönlich schade: Die Farbwahl, die wieder aus der Zusammenarbeit mit Pantone entstand. Denn die möglichen Farben Dark Shadow, Ice Melt und Aqua Gray sind solide Standard-Farben, mit denen keiner etwas falsch macht. Die wunderschön abgestimmten und durchaus mutigen Farben vieler Vorgänger-Modelle gibt es diesmal aber nicht. Und gerade damit hatte Motorola zahlreiche Herzen für sich gewonnen.

Das sind alles keine echten Nachteile für dich? Wir denken auch: Die Vorteile überwiegen die Nachteile klar. Wie so oft bei dem Hersteller wirst du auch mit dem Motorola Edge 70 Max nichts falsch machen.

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