Moto Z & Z Play: Lenovo bringt modulare Smartphones nach Deutschland

Lenovo möchte die hauseigenen Moto-Smartphones in modulare Alleskönner verwandeln. Das Moto Z und das Moto Z Play erscheinen hierzulande, beide lassen sich auch nachträglich erweitern.

Mit dem G5 zeigte LG bereits, wie man ein Smartphone durch andockbare Komponenten verbessern und mit neuen Funktionen ausstatten kann. In die gleiche Richtung schielen auch Lenovos neue Telefone Moto Z und Moto Z Play. Zweitgenanntes wurde erstmals auf der IFA 2016 in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert, es unterscheidet sich von dem Moto Z in erster Linie durch einen günstigeren Preis und dezent schwächere Technik.

Moto Z Play

Das Moto Z Play verfügt über einen Snapdragon 625 Octacore-Prozessor, dem 3GB RAM und 32GB Flash-Speicher zur Seite stehen. Das 5,5 Zoll große Amoled Display bietet eine Full HD-Auflösung und ist durch Gorilla Glass geschützt. Dual-SIM, Bluetooth 4.1, USB-C und zwei Kameras (16 Megapixel Rückseite, 5 Megapixel Front) gibt es außerdem. Einen Fingerabdrucksensor, einen Kopfhöreranschluss und NFC verbaut Lenovo ebenfalls.

Das Moto Z Play. (Foto: Lenovo)

Das Moto Z Play. (Foto: Lenovo)

Sicherlich eine Besonderheit: Der 3510 mAh starke Akku soll bis zu 50 Stunden aushalten, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Preislich liegt das Moto Z Play bei 499 Euro, wenn es ab September in Schwarz und Weiß erhältlich sein wird.

Moto Z

Das Moto Z wurde bereits im Juni 2016 enthüllt, dieses schafft den Weg für rund 700 Euro auch in hiesige Gefilde – ebenfalls im September. Die Unterschiede sind nicht unwesentlich, denn Lenovo verwendet hier einen leistungsstärkeren Snapdragon 820 Prozessor, 4GB RAM, 32 oder 64GB Flash-Speicher und ein 5,5 Zoll großes Amoled Quad HD-Display (2560 x 1440 Pixel). Bezogen auf die Hardware reden wir also über ein Highend-Smartphone der Gegenwart, dem allerdings USB-Type-C und ein Kopfhöreranschluss fehlt. Auch erhält man „nur“ eine 13 Megapixel Rückseiten-Kamera und eine Frontcam mit 5 Megapixeln. Der Akku ist mit 2600 mAh etwas niedriger bemessen als der im Play-Modell.

Das Moto Z. (Foto: Lenovo)

Das Moto Z. (Foto: Lenovo)

Android 6 ist bei beiden Handys vorinstalliert, ein Update auf Android 7 ist sehr wahrscheinlich.

Module für Moto Z und Moto Z Play

Zusammen mit dem Kamerahersteller Hasselblad veröffentlicht Lenovo ein Kamera-Modul namens True Zoom, mit dem die Smartphones in eine Digitalkamera mit zehnfachem optischen Zoom sowie Blitz verwandelt werden. Sogar RAW-Aufnahmen sind möglich. Knapp 300 Euro kostet der Fotografier-Spaß.

Das Modul wird an die Rückseite gesteckt. (Foto: Lenovo)

Das Modul wird an die Rückseite gesteckt. (Foto: Lenovo)

Günstiger fallen weitere Moto Mods aus, die stets an den sogenannten Moto-Mods-Connector gesteckt werden. Dieser befindet sich auf der Rückseite des Telefons. Unter anderem befinden sich zusätzliche Akkupacks (2220 mAh bringen zirka 22 zusätzliche Stunden) ab 90 Euro, Lautsprecher für 100 Euro und sogar ein Mini-Projektor für 350 Euro in der Pipeline.

Es heißt, dass Lenovo andere Unternehmen dazu animieren möchte, eigene Module zu entwerfen, genauso sollen diese mindestens drei Jahre in künftigen Smartphones des Herstellers eingesetzt werden können. Das dürfte gerade für Käufer praktisch sein.

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