Metall statt Plastik: Sony stellt Xperia Z4 offiziell vor

Metall statt Plastik: Sony stellt Xperia Z4 offiziell vor

Sony ist der Konkurrenz gefolgt und hat einen Nachfolger seines Spitzensmartphones Xperia Z3 vorgestellt. Das Xperia Z4 wurde heute früh recht unspektakulär in Japan per Pressemeldung und Kurzveranstaltung gezeigt (japanische Pressemeldung) und unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum vom Vorgänger, bringt aber einige interessante Veränderungen mit.

So setzt Sony auf ein Aluminium-Gehäuse statt auf Plastik, das zudem mit nur noch 6,9 Millimetern noch etwas dünner geworden ist. Geschrumpft ist auch der Akku, der nun nur noch 2.930 statt 3.200 mAh Lademenge bietet. Da Sony es aber anders als die meisten Konkurrenten bei einer Display-Auflösung mit Full HD (1.920 x 1.080p) belassen hat, muss die Ausdauer nicht zwingend unter der geringeren Lademenge leiden.

Frontkamera mit Bildstabilisator

Hi-Resolution Audio ist nun im neuen Flaggschiff mit drin und natürlich ein neuer, leistungsfähigerer Prozessor: Der Snapdragon 810 im Xperia Z4 ist ein Octacore-Prozessor (acht Kerne) mit 2,0 GHz, 64-bit-Unterstützung und 3 GB RAM. 32 GB Speicher sind vorab fest verbaut; sie lassen sich mit Hilfe einer Micro-SD-Karte auf 128 GB aufrüsten.

Gleich geblieben ist die Größe des Displays mit 5,2 Zoll. Die Hauptkamera löst weiterhin mit 20,7 Megapixeln auf, die Frontkamera mit 5,1 MP. Diese hat aber einen Weitwinkel und eine Bildstabilisierung für bessere Selfies spendiert bekommen. Betriebssystem ist nun natürlich Android 5, wenn auch nur 5.0 und nicht das bereits verfügbare Android 5.1. Bei der eigenen Designsprache OmniBalance ist Sony sich allerdings treu geblieben. Die hat sich im Vergleich zu den Vorgänger-Xperia-Zs kaum verändert.

Display-Auflösung: Weniger ist mehr

Unter der Haube ist das Xperia Z4 also ein runderneuertes Smartphones mit metallenem Gehäuse, einem besseren Prozessor und noch einigen Extras mehr. Ein derart deutlicher Unterschied ist zum Vorgänger – anders als zum Beispiel beim Samsung Galaxy S6 – zwar nicht erkennbar. Angesichts starker Vorgängermodelle scheint das allerdings auch nicht zwingend notwendig zu sein. Sony scheint es hier zu halten wie HTC und auf Altbewährtes zu setzen. Dass man auf den umstrittenen Trend zu noch höheren Pixeldichten im Display verzichtet, ist erfreulich, da ein Nutzer davon kaum etwas sieht, der Pixelwahn aber für gewöhnlich zu Lasten der Akkulaufzeit geht.

Sonderbar allerdings, dass Sony das Gerät bislang nur en passant mit einer simplen Pressemeldung und nur einer kleinen Veranstaltung in Japan gezeigt hat. Das Xperia Z4 soll vorerst nur dort erhältlich sein, auch von einem kleineren Modell der beliebten Compact-Variante ist bislang nichts zu sehen. Mich würde es aber stark wundern, wenn wir das Xperia Z4 nicht in absehbarer Zeit auch hierzulande würden kaufen können. Ob es noch eine weltweite Präsentation gibt, ist nun allerdings fraglich. Sony wird das Smartphone vermutlich nur nach und nach in jedem einzelnen Markt einführen.

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