Meizu M3S & Xiaomi Redmi 3S: Angriff der leistungsstarken „Billigsmartphones“

Sie bewegen sich in der 100-Euro-Preisklasse, sind aber erstaunlich leistungsstark: Xiaomis Redmi 3S und Meizus M3S bringen viel Leistung zum niedrigen Preis – zumindest nach China.

Längst hat sich das Blatt gewendet: Möchtet ihr hierzulande ein solides Smartphone für den Alltag kaufen, erhaltet ihr schon gute Vertreter für 200-300 Euro. Doch es geht noch sehr viel günstiger, wie ein Blick nach China verdeutlicht. Sicherlich sind dort der Wohlstand und die Produktionskosten andere, das M3S von Meizu und das Redmi 3S von Xiaomi verdeutlichen allerdings, dass Geräte in der preislichen Einsteigerklasse immer besser werden.

Meizu M3S

Das kleinste Modell des M3S kostet umgerechnet unter 100 Euro, geboten wird allerdings schon ein Octacore-Prozessor von Mediatek. Der MT6750 besitzt also acht Rechenkerne, der Chip greift auf 2GB RAM und 16GB Flash-Speicher oder bei der teureren Variante auf 3GB RAM und 32GB Flash-Speicher zu. Bluetooth, GPS, MicroSD-Kartenslot (maximal 128GB), WLAN 802.11ac, Quad-Band-GSM, UMTS und LTE sind mit von der Partie.

Ansprechendes Design. (Foto: Meizu)

Ansprechendes Design. (Foto: Meizu)

Wichtig waren den Verantwortlichen die Kameras: Auf der Rückseite bekommt man einen 12-Megapixel-Sensor mit Phasenvergleichsfokus und f/2.2, die Frontkamera verfügt über 5 Megapixel und eine Blende von f/2.0. Zum Standard gehört ein Fingerabdrucksensor, der 3020mAh Akku dürfte für den Normalgebrauch vollkommen genügen.

Das teurere M3S liegt immer noch bei 120 Euro, als Betriebssystem kommt Flyme 5.1 zum Einsatz. Dies ist eine angepasste Variante von Android mit einer Oberfläche von Meizu.

Xiaomi Redme 3S

Wie beim M3S wird beim Redme 3S ein 5 Zoll großes Display mit HD-Auflösung (1280 x 720 Pixel) verbaut. Der größte Unterschied liegt beim Prozessor: Denn Xiaomi verwendet den Snapdragon 430 von Qualcomm, der über acht Rechenkerne und eine Adreno 505 Grafikeinheit verfügt. Sonst sind beide Smartphones weitgehend identisch, auch hier bekommt man einen Fingerabdrucksensor, einen microSD-Kartenslot und zwei Varianten des Telefons – mit 16GB und 2GB RAM sowie mit 32GB und 3GB RAM.

Günstig und in verschiedenen Farben. (Foto: Xiaomi)

Günstig und in verschiedenen Farben. (Foto: Xiaomi)

Nicht irrelevant: Xiaomi nutzt einen 4100 mAh starken Akku, der dank eines Energiemanagers bis zu drei Tage Akkulaufzeit verspricht.

Interessant für Deutschland?

Klar, Redme 3S und Meizu M3S dürften, sobald sie dieser Tage erhältlich sind, über Importhändler auch hierzulande gekauft werden können. Nur hier steigen die Kosten aufgrund von Zoll und Transport noch einmal, ein wesentlicher Aspekt ist aber ein anderer: Beide Smartphones sind in erster Linie für den chinesischen Markt gedacht, dort ist das in Deutschland verbreitete LTE-Band 20 nicht von Relevanz. Das heißt konkret: Wer sich zum Beispiel ein Redme 3S kauft, wird LTE nur eingeschränkt bzw. nicht im vollen Umfang nutzen können.  Womöglich seid ihr dann doch mit hierzulande regulär verfügbaren Smartphones aus der 200 Euro-Preisklasse besser beraten – von unproblematischen Garantieleistungen ganz zu schweigen.

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