Meine erste Begegnung mit einem Chatbot warf die Frage auf, warum Google in der Entwicklung derart stehen geblieben ist

Würde die Google-Suche nicht um den heißen Brei herumreden, bräuchten wir heute keine dieser modernen Chatbots. Die Dinger wirken zwar überflüssig, aber auch bequem.

Wer ist eigentlich Elon Musk? Wo kommt der her und wieso will der plötzlich mit Elektroautos die Welt retten?

Eine Frage, die mich schon länger beschäftigte und die ich ganz einfach mal hätte googeln können, wenn ich die Zeit dafür gehabt hätte. Aber ihr kennt das: der Alltag, der Alltag…

Als ich dann vergangene Woche las, dass auch die bekannte Nachrichtenpostille Techcrunch nun einen Chatbot über den Facebook Messenger anbietet, kam ich plötzlich in die Gelegenheit einfach mal nachzufragen. Und der Bot antwortete mir:

WhoIsElonMusk_Messenger

Wie ihr seht, nutzt der Bot die Chance, auf einen Techcrunch-Artikel hinzuweisen – klar. Aber darüber steht es, kurz, prägnant in einem Satz: Das ist Elon Musk, da kommt er her und das macht er.

Besuche ich Google und frage nach Elon Musk, kommt das hier dabei heraus. In meinen Augen ein schlechter Kompromiss:

Elon_Musk_Google

Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengewürfelt, aber nicht hübsch aufbereitet, viel Platz verschenkt und irgendwie eine altbackene Optik. Dabei hatte ich noch Glück und Googles Knowledge Graph (die Infospalte rechts) hat in diesem Falle etwas ausgespuckt, und auf Werbung hat Google diesmal verzichtet. Normal sieht ein Google-Suchergebnis so aus:

Google_Standard_Suchergebnis

Oder anders gesagt: Chatbots reden nicht um den heißen Brei herum, sondern liefern im Idealfalle einfach. Das ist nichts, was ich wirklich brauche, aber es ist aufgeräumt und bequem. Google hat alle Daten, bessere sogar als Techcrunch, aber speist den Suchenden mit einer zu Tode optimierten Optik ab.

Dann doch lieber jemanden, der mir auf meine Frage direkt antwortet und nicht um den heißen Brei herumredet. Dann doch lieber ein Chatbot.

Chatbots oder kurz Bots sind seit einigen Wochen ein ganz heißes Ding. Eine künstliche Intelligenz nimmt dabei die Rolle eines Gesprächspartners ein, analysiert Sätze und Fragen und gibt eine passende Antwort darauf oder bietet einen Service. Neben Techcrunch setzt etwa auch QZ.com einen Chatbot ein, oder der Taxiverband die Möglichkeit ein Taxi zu bestellen. Wer will, kann sich auf dem Facebook Messenger oder dem Mobile Messenger Kik sogar einen eigenen Chatbot zusammenbasteln.

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Ein Kommentar zu “Meine erste Begegnung mit einem Chatbot warf die Frage auf, warum Google in der Entwicklung derart stehen geblieben ist
  1. Naja. Wir wissen noch nicht wo chatbots in Zukunft stehen und was die uns in Zukunft an Werbung um die Ohren hauen, bevor es um den Brei geht.

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