LG stellt Smartphone mit gekrümmtem Display und „Selbstheilungskräften“ vor

Die Gerüchte und Vorab-Ankündigungen der vergangenen Wochen haben sich nun verfestigt: LG hat das G Flex offiziell vorgestellt, ein 6 Zoll großes Smartphone mit gekrümmtem Display. Aufgrund der Größe würde man mittlerweile „Phablet“ dazu sagen, ein Zwischenschritt zwischen Smartphone und Tablet.

Dabei allerdings belässt es LG nicht. Das G Flex soll über ein Gehäuse verfügen, das aufgrund einer Spezialbeschichtung dazu in der Lage ist, sich selbst zu „heilen“. Zumindest kleinere Kratzer soll diese Beschichtung verschwinden lassen können.

Selbstheilendes Gehäuse, robustes Display

Wie genau diese Beschichtung funktioniert, hat LG in der offiziellen Pressemeldung, die dem Techblog Engadget.com vorliegt, allerdings nicht verraten. Gehäuse- oder Displaybrüche wird die Beschichtung nicht retten oder verhindern können. Das flexible Plastik-OLED-Display kann Brüche und Kratzer höchstens erschweren. Die „Selbstheilung“ gilt nicht für das Display.

Weitere Eigenschaften des G Flex, das im November zunächst nur in Südkorea auf den Markt kommen soll: Ein 2,26-GHz-Prozessor der neuen Snapdragon-800-Generation mit einem Adreno 330 als Grafikchip. Weitere Daten sind 2 GHz RAM, 32 GB Speicher (erweiterbar), 13 Megapixel für die Haupt- und 2,1 Megapixel für der Frontkamera. Der Akku ist mit 3.500 mAh ordentlich bemessen.

Wettrennen mit dem Samsung Galaxy Round

Wie schon im LG G2 sind die physischen Bedienknöpfe auf der Rückseite des Geräts untergebracht. Das G Flex unterstützt Multi-Window, also die Möglichkeit, mehrere Apps auf einem Bildschirm gleichzeitig neben- oder übereinander auszuführen. Einziger Wermutstropfen des Geräts – wenn auch nur Profis das überhaupt merken dürften: Das Display löst „nur“ mit HD in 720 x 1.280 Pixeln auf. Die meisten vergleichbar großen und ähnlich teuren Geräte bieten mittlerweile ein Full-HD-Display mit 1.920 x 1.080 Pixeln. Da aber heute selbst 72-Zoll-Fernseher in der Regel nicht besser auflösen, darf man zu Recht fragen, ob ein Smartphone eine derart hohe Auflösung zwingend benötigt.

Samsung war LG mit der Ankündigung des Galaxy Round knapp drei Wochen zuvor gekommen: Das Galaxy Round ist um die Längsachse gebogen, das LG G Flex dafür „bananenförmig“ um seine Querachse. Noch ist das Rennen allerdings nicht entschieden, welches der beiden Geräte man zuerst in Deutschland wird kaufen können.

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