Lenovo: Vier Smartphones für Europa

Im asiatischen Raum extrem erfolgreich, aber nach Deutschland traute sich Lenovo nicht mit eigenen Smartphones. Das ändert sich jetzt: Gleich vier Lenovo-Telefone kommen hierzulande in die Verkaufsregale.

Lenovo ist seit Jahren auch in hiesigen Gefilden aktiv, der chinesische Riese verkauft unter anderem Notebooks, Tablets, Desktop-Rechner und Server. Mit der Moto-Reihe, die der Konzern durch den Kauf von Motorola übernahm, besitzt man eine auch in der westlichen Welt sehr bekannten Marke. Und trotzdem wagt man sich nun mit eigenen Lenovo-Smartphones auf den Markt. Gleich vier Smartphones bringt man in den Handel, genauer das Lenovo P2, das Lenovo K6, das Lenovo C2 und das Lenovo B.

Für Einsteiger

Im Großen und Ganzen möchte man im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment Fuß fassen. Das Spitzentelefon ist das P2, welches über einen 5,5 Zoll großen 1080p-Display, einen Qualcomm Snapdragon 625, 4GB und einen 5.100 mAh starken Akku verfügt. Für 349 Euro (UVP) dürften Interessierte hier ein vermutlich sehr ausdauerndes Telefon erhalten.

Das K6. (Foto: Lenovo)

Das K6. (Foto: Lenovo)

Das K6 ist mit seinem 5 Zoll 1080p-Bildschirm und dem Snapdragon 430 Prozessor sowie 2GB RAM und 16 GB Flash-Speicher (bzw. 32GB) in der unteren Mittelklasse angesiedelt. Die zwei Kameras (13 Megapixel Rückseite, 8 Megapixel Front) dürften aber für den Alltag vollkommen genügen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 199 Euro.

Für 129 Euro (UVP) gibt’s das C2 mit 5-Zoll-720p-Display und MediaTek MT6735P-Prozessor sowie 1GB RAM und 8GB bzw. 16GB Flash-Speicher. Für 30 Euro weniger (UVP) bekommen Anfänger das Lenovo B mit 4,5 Zoll kleinen Bildschirm (800 x 480 Pixel). Ob die zwei Cams (5 Megapixel Rückseite, 2 Megapixel Front) zufriedenstellen?

Das C2. (Foto: Lenovo)

Das C2. (Foto: Lenovo)

Mittelklasse interessant

Persönlich muss sich sagen, dass mich gerade das C2 und das B nicht sonderlich faszinieren können, weil ich der Auffassung bin, dass auch Neulinge besser beraten sind, wenn sie etwas mehr Geld für ihr erstes Smartphone ausgeben. Zusätzlich angelegte Euro bringen teils deutlich bessere Kameras und eine Leistung, die auch in ein, zwei Jahren noch als angenehm bezeichnet werden kann. Bei Technik aus der 100-Euro-Preisklasse ist das meist nicht der Fall. Klar, als Notfall-Lösung sind solche Geräte zweifelsohne voll okay. Das P2 und das K6 dagegen sind deutlich reizvoller.

Ich verstehe dennoch nicht, wieso sich Lenovo für die Veröffentlichung entschieden hat. Denn letztlich konkurrieren die auch mit den Moto-Smartphones, die teils sehr ähnlich ausgestattet und sogar günstiger sind. Außerdem hatte Lenovo kürzlich angekündigt, alle anderen Smartphone-Marken zu Gunsten von Moto verschwinden zu lassen.

Sei’s drum: Dass Lenovo nun zaghaft seine Handys in Europa veröffentlicht, ist sicherlich keine schlechte Entscheidung. Auch, weil die Firma ein paar heiße Eisen im Feuer hat – bisher allerdings nur im Heimatland China. Übrigens: Unter dem Namen ZUK sind auch schon zwei Telefone einer chinesischen Lenovo-Tochter in Deutschland erschienen. Man versucht also entweder, gleich mehrere Marken zu etablieren – oder mit Restposten noch schnell die eine oder andere Mark zu verdienen.

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