Nostalgiker bringen gerne Steve Jobs ins Spiel, den legendären Apple-Gründer, der nach seiner Rückkehr in den Konzern 1997 eine Revolution nach der anderen zündete. Um nur einige davon zu nennen:
- iMac G3 (1998): der erste bunte Mac
- MacOS X (2001): mit dem Dock, der heute noch gängigen App-Leiste von macOS
- iPod (2001): Der erste kommerziell erfolgreiche, tragbare Musikspieler ohne physisches Laufwerk
- iTunes Music Store (2003): Die bis dahin beste Möglichkeit, legal Musikdownloads zu kaufen
- iPhone (2007): Das Touchscreen-Smartphone in dem Formfaktor, wie wir ihn heute kennen
- Apple TV (2007): Wohnzimmer-Smart-TV-Konsole
- MacBook Air (2008): Ein ausgesprochen dünner und leichter Laptop, der Vorläufer heute gängiger Notebook-Typen wurde.
- iPad (2010): Der erste kommerziell erfolgreiche Tablet-Computer
Nun ist es nicht so, dass Jobs, der 2011 an Krebs verstarb, tagein tagaus neue Produkte erfunden und mit allen von ihnen Erfolg gehabt hätte.
Allerdings fallen in die Ära nach Jobs bei Apple nicht mehr ganz so viele weltbewegende Innovationen. Das Unternehmen ist gemeinhin für seine sehr soliden iPhones, Mac-Computer oder auch die Apple Watch (kam nach Jobs) und AirPods (dto.) bekannt.
Aber einigen vermeintlichen Innovationen wie der Vision Pro (sehr teuer) war nicht der erhoffte Erfolg vergönnt. Jahrelang hielten Pläne um ein vermeintliches iCar (Apple-Auto) die Gerüchteküche am dampfen, aber die Pläne sollen 2024 verworfen worden sein.
Was wir dann seit einiger Zeit sehen, trägt eine andere Handschrift. Das MacBook Neo etwa soll die Notebook-Mittelklasse aufmischen und wirkt mit hellgrauen Tasten wie eine wunderbare Kombination aus gutem, alten Design mit moderner Technik.
Alles andere ist (noch!) im Reich der Vermutungen anzusiedeln. Ziemlich dicht sind die Hinweise auf ein faltbares Tablet im Smartphone-Formfaktor, ähnlich wie ein Samsung Galaxy Z Fold. Der nächste Schritt könnte dann auch ein faltbares iPhone sein – ähnlich wie das Galaxy Z Flip oder Motorola Razr.
Dann könnten irgendwann Smart Glasses folgen. In diese mögliche Mixed-Reality-Brille könnte Apple die eigene Erfahrung aus der Vision-Pro-Division einbauen. Dass Apple ein tragbares KI-Gerät von der Größe eines AirTags plane, las ich auch vor Kurzem, oder von AirPods mit Kameras. Und vielleicht kommt doch noch einmal eine Neuauflage des sagenumwobenen iCar, jetzt, wo Xiaomi und Co. auch so etwas bauen lassen?
Der Punkt ist: Apple probiert sich aus, und zwar weit mehr, als wir es in den letzten Jahren gesehen haben. Und das, ohne sich dabei unter Wert zu verkaufen – direkt verramscht werden die günstigeren Mid-Range-Geräte iPhone 17e und MacBook Neo nämlich auch nicht gerade. Die Mindestqualität bleibt trotz abgespeckter Bauteile erhalten.
Nicht alles wird davon zum Erfolg werden. Aber wenn Apple dabei weiterhin so viel versprechende Produkte herausbringt, wie in dieser Woche das MacBook Neo, dann sage ich: Weiter so! Mir gefällt’s!
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