Kleingeld, Daten- und Postpakete – Meine Wünsche für das Jahr 2016

Ein weiteres Jahr ist vorüber, in dem wir hier für euch aufgeschrieben haben, was es an neuer Technik gab. Doch hier möchte ich ins neue Jahr blicken und euch drei Neuerungen nennen, die ich mir für 2016 wünsche: keine Alleskönner oder Luxus pur, sondern Lösungen, die mir den Alltag erleichtern würden. Aber so wird es natürlich wieder einmal nicht kommen.

Schnelleres Bezahlen an der Kasse

Auf Kleingeld würde ich gerne verzichten, denn der wachsende Umfang meines Portemonnaies nervt mich immer mehr. Die Geldkarte in Form eines Chips auf der EC-Karte hätte bereits die Lösung bringen sollen. 1998 muss es gewesen sein, als ich damit eines Sonntags beim Bäcker zahlen wollte. Eine gefühlte Ewigkeit dauerte es, bis das Terminal eingerichtet und der Vorgang endlich auch abgeschlossen war. Derweil spürte ich, wie sich die Blicke der Wartenden hinter mir wie Messer in meinen Rücken bohrten, und schämte mich in Grund und Boden dafür.

In einem Supermarkt meines Viertels könnte ich seit letztem Jahr kontaktlos bezahlen, ich müsste nur ein wenig mit meiner EC-/Girokarte vor einem Lesegerät hin- und herwedeln. Doch die Schlangen an der Kasse sind zu jeder Tageszeit lang, und das Publikum sieht nicht so aus, als ob es für eine fünfminutige Einführung der Kassiererin in das kontaktlose Bezahlen Verständnis hätte.

Denn davon müsste ich erst einmal ausgehen. Zu den Zeiten, wenn ich einkaufe, sitzen meist Schüler und Studenten an der Kasse – und immer wieder neue. Wenn dann aber meinem Wunsch, kontaktlos zu bezahlen, ein „kein Problem“ erfolgen würde, blieben noch einige Unbekannte: Gelingt der Verbindungsaufbau? Die Verifikation? Die Zahlungsbestätigung? Sofern das alles notwendig ist. Vor allem aber: Wie lange dauert es?

Flexible Datenpakete für unterwegs

Mein zweiter Wunsch: Wenn ich auf Reisen bin, würde ich gerne mit einer (fast) so komfortablen Internetanbindung arbeiten wie zuhause. Da bei mir gerade mein Mobilfunkvertrag ausläuft, könnte ich in einen passenden Tarif wechseln, doch den gibt es nicht. Wenn ich Geld sparen möchte, wähle ich ein mobiles Datenpaket, das mich sicher durch einen Monat mit durchschnittlichem Verbrauch bringt. Wenn ich für die seltenen Fälle, in denen ich unterwegs bin, ausreichend Daten buche, zahle ich mich dumm und dusselig – und zwar jeden Monat.

Auch unterwegs ist eine Internetanbindung wichtig. (Bild: Deutsche Telekom)

Auch unterwegs ist eine Internetanbindung wichtig. (Bild: Deutsche Telekom)

Ich bräuchte einen Tarif, bei dem ich nach Bedarf Volumen hinzuzubuchen kann – aber nicht wie SpeedOn oder die Datenautomatik, bei denen wenig Volumen für relativ viel Geld erstanden wird. Ideal wäre ein umfangreiches Datenpaket, das sich zu einem akzeptablen Preis buchen und dann bei Bedarf aufbrauchen lässt. Nicht unbedingt für WhatsApp und News am Monatsende, sondern wenn ich im Zug oder Café sitze und zwei Stunden konzentriert arbeiten möchte.

Pakete direkt zu mir lotsen

Zu guter Letzt wünsche ich mir, dass mich ein Postpaket garantiert erreicht, denn oft gehen sie auf den letzten Metern verloren. Beim Nachbarn zum Beispiel. Statt mich darauf zu verlassen, dass dieser auch noch anzutreffen ist, wenn ich nach Hause komme, würde ich das Paket gerne selbst steuern können. Derzeit geben die Paketdienste bloß Zeitfenster von einigen Stunden an, die auch mal kurzfristig nach hinten ausgedehnt werden. Die Tracking-Tools hinken ebenfalls oft einige Zeit hinterher. Wenn mir angezeigt wird, dass der Wagen noch ein Kilometer entfernt ist, biegt er manchmal schon in meine Straße ein.

Manchmal bekommt man den Paketwagen nur von hinten zu sehen. (Bild: DHL)

Manchmal bekommt man den Paketwagen nur von hinten zu sehen. (Bild: DHL)

Ich möchte nicht, dass das Paket wieder davon fährt, wenn ich das Klingeln nicht höre, weil ich mit Kopfhörern am Schreibtisch sitze. Warum kann der Paketmann nicht per Messenger in der Paket-App direkt mit mir in Kontakt aufnehmen? Vom Marktführer DHL wünsche ich mir zusätzlich, dass ich mein Paket auch kurzfristig in die Paketstation umleiten kann, die kürzlich neben meinem Supermarkt gebaut wurde. Momentan geht das aber nicht.

Aussicht auf Erfüllung?

Ob meine Wünsche erfüllt werden? Die Technik für ein schnelles Bezahlen ist eigentlich schon vorhanden. Die Menschen müssen es nur noch nutzen – und zwar so häufig, dass niemand gleich ungeduldig wird, wenn es mal – ausnahmsweise – eine Minute länger dauert. Die mobilen Datenpakete für besondere Anlässe wird es wohl auch 2016 nicht geben. Die Kunden zahlen einfach, was ihnen jetzt schon angeboten wird. Und mit einer besseren Paketzustellung ist auch nicht zu rechnen. Die Dienste arbeiten bereits am Limit. Schade eigentlich.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*