Jeckes Startup Flatbook: Wohnung untervermieten, auf den Kopf stellen lassen und dabei Geld verdienen

Verrückte Ideen war man früher aus der Startup-Welt häufig gewohnt, zuletzt wurde es damit aber deutlich ruhiger, Startups generell seriöser und marktorientierter. Dem kanadischen Startup Flatbook kann man beides nicht absprechen. Die Idee klingt komplett verrückt und doch sollen Anbieter wie Nutzer damit gut verdienen können. Mit einer Idee, wohlgemerkt, bei der ein Kunde seine Wohnung für mehrere Monate an Flatbook untervermietet, diese völlig neu einrichten lässt und dabei auch noch Geld verdient. Wie kann das funktionieren?

Das ganze geht so: Ein Flatbook-Kunde vermietet seine Wohnung für 2 bis 10 Monate an das Startup unter. Weil er vielleicht ins Ausland geht, auswärtig arbeitet oder eine Weltreise antritt. Flatbook richtet die Wohnung neu ein, behält von euren Möbeln, was sich eignet, lagert den Rest sicher zwischen, kauft alles Weitere neu und lässt dafür Innenausstatter ans Werk. So wird aus eurem Apartment eine Luxus-Designerwohnung, die zum Beispiel an Geschäftsreisende teuer untervermietet wird. Die Einnahmen teilt ihr euch mit Flatbook.

Alles neu macht Flatbook

Das lohnt sich natürlich nur für besonders teure Wohnungen, die spektakulär eingerichtet sind und an begehrten Orten liegen. Flatbook ist zum Beispiel in Toronto, Los Angeles, Paris, London oder New York verfügbar, aber auch in vielleicht weniger spektakulär anmutenden Orten wie Victoria und Ottawa (Kanada), Strasbourg oder Providence. In Deutschland ist Flatbook bislang nur in Berlin verfügbar.

Vermietet werden die Wohnungen von Flatbook über private Reiseportale wie AirBnB oder HomeAway. Auf Wunsch kann man sich mit Flatbook einigen und die angeschafften neuen Designergegenstände behalten.

Verrückte Idee? Ja, auf jeden Fall. Nachahmungswert? Entscheidet selbst. Flatbook haftet mit einer Summe bis 10.000 US-Dollar für eventuell entstehende Schäden. Will man die umgestaltete Wohnung nicht behalten, verspricht Flatbook, sie in den Originalzustand zurückzuversetzen. Mieteinnahmen, wenn auch vielleicht etwas niedriger als für gewöhnlich, garantiert Flatbook, auch über die für gewöhnlich schwer zu vermietenden Sommermonate.

Es bleiben natürlich noch einige Fragezeichen: Wie sieht die rechtliche Situation in Deutschland aus? Was würde wohl euer Vermieter dazu sagen, wenn ihr eure Wohnung an eine eigene Agentur vermietet? Und nicht zuletzt auch: „Flatbook“, ist das nicht vom Namen und Klang her sehr nah an „Facebook“? Wird das berühmt-berüchtigte Social Network hier nicht gegen den sehr ähnlichen Namen zu Felde ziehen?

So oder so klingt Flatbook nach einem so verrückten Startup, dass man es zumindest im Auge behalten sollte. Wir werden das tun. Und ihr?

via t3n.de, Bild: Flatbook

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