Ein Meilenstein: Beeindruckende Software „Hound“ könnte Sprachassistenten endlich nutzerfreundlich machen

Mittlerweile schon fast vier Jahre ist Apples Sprachassistent Siri auf iPhones verfügbar. Google und Microsoft haben mit ähnlichen Assistenten (Google Now und Cortana) nachgezogen. Die Dienste werden langsam immer besser, aber so richtig Spaß machen sie immer noch nicht, denn sie sind träge und ungenau. Nun schickt sich der neue Service einer nicht unbekannten App an, Sprachassistenten erheblich besser zu machen. Sollte Hound derart gut funktionieren wie in einer internen Demo gezeigt, dann dürfte dem kalifornischen Startup ein Meilenstein gelungen sein.

Hound ist eine neue App der Softwareschmiede Soundhound. Letztere ist vor allem bekannt geworden als Alternative zu der bekannteren Musikererkennungssoftware Shazam: Bei beiden Apps hält man das Smartphone vor eine Musikquelle und die App erkennt, welcher Song gespielt wird. Soundhound soll außerdem einen Song erkennen können, wenn ein Nutzer eine bekannte Melodie bloß vorsummt.

Mehrere Fragen auf einmal? Kein Problem für Hound

Hound (englisch für Jagdhund) ist derweil eine Antwort auf Siri, Cortana und Co. Im ersten Produktvideo der noch nicht frei verfügbaren App sieht das noch verhältnismäßig unspektakulär aus, auch wenn der Algorithmus recht spezifische Anfragen beantworten kann. So kann es dem Nutzer etwa Restaurants mit drei oder vier Sternen auflisten, die nach 21 Uhr noch geöffnet haben und asiatisches Essen verkaufen, das nicht chinesisch oder japanisch ist:

Folgendes Video aber, das die Kollegen von t3n gefunden haben, hat mich dann doch in Staunen versetzt. Hound beantwortet hier in einem internen Effizienztest selbst kryptischste Anfragen mit zahlreichen Zahlen und mehreren Fragen auf einmal innerhalb eines Fragezyklus‘ in Sekundenbruchteilen. Der Tester fragt hier etwa nach der Fläche, Einwohnerzahl und Hauptstadt Japans und Chinas, fügt im gleichen Atemzug noch Indien hinzu und will dann auch noch die Ländervorwahl von Deutschland und Frankreich wissen. Hound reagiert darauf nicht etwa mit einer Beschwerde nach dem Vorwand „Sorry, zu viele Fragen auf einmal“, sondern liefert alle gewünschten Ergebnisse der Reihe nach aus, zahlreiche Statistiken noch hinzufügend:

Die Geschwindigkeit, mit der Hound die Fragen des sehr schnellen Sprechers beantwortet, ist dabei beeindruckend. Bisherige Sprachassistenten halten da nicht mit. Sollte ein marktreifes Hound das wirklich so hinbekommen, wie das in dem Video demonstriert wird und das alles auch noch in anderen Sprachen außer Englisch, dann wäre den Kaliforniern hier ein Meilenstein gelungen. Siri, Cortana und Co. hätten massiven Nachholbedarf.

Hound greift bei der Beantwortung der Fragen auf eigene Ressourcen und auch auf dem jeweiligen Smartphone verfügbare Apps zurück, wie etwa Google Maps. Noch ist Hound in der geschlossenen Testphase. Wer will, kann sich für einen Test auf iOS oder Android auf die Liste setzen lassen.

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