Handys könnten sich bald (fast) von selbst aufladen

Ultradünn, glasklar: Die neue Solarfolie soll Handys mit Strom versorgen und so die Akkulaufzeit verlängern.

Eine hauchdünne durchsichtige Folie macht’s möglich: Hinter die Displayscheibe geklebt, könnte sie aus Licht, das durchs Fenster fällt oder von einer Lampe kommt, genügend Strom erzeugen, um den Akku zu laden.

Die französische Firma Wysips hat gerade für ihre Zauberfolie einen Preis in der Kategorie „Energiemanagement und grüne Anwendungen“ für mobile Innovationen in Orlando bekommen.

Eine Gruppe aus zehn Forschern um Gründer Ludovic DeBlois hat die nur ein Zehntel Millimeter dünne Folie entwickelt. Nach rund sechs Stunden in hellem Licht soll ein leerer Akku komplett geladen sein. Schon nach rund einer Stunde reicht die geladene Energie für etwa 30 Minuten telefonieren.

Das Folie dunkelt nach Angaben von Wysips das Display nicht ab und hat auch keinen Einfluss auf Touchscreen-Funktionen. Wie sie genau funktioniert, zeigt ein kleiner Film:

Da moderne Smartphones ganz schön energiehungrig sind und bessere Akkus wohl noch dauern, könnte die Photovoltaik-Folie bald in jedem Handy ihren Platz finden. In Regionen ohne Stromnetz käme der Folie noch größere Bedeutung zu.

Wysips glaubt, erste Modelle mit der Folie bereits in der ersten Hälfte des nächsten Jahres auf den Markt bringen zu können. Beim Endpreis dürfte die Solarfolie nur wenig mehr als ein bis zwei Euro ausmachen.

Wenn sich die Wysips-Folie bewährt, sind natürlich auch andere Anwendungen denkbar: bei Laptops, Uhren oder sogar bei Plakatwänden.

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2 Kommentare zu “Handys könnten sich bald (fast) von selbst aufladen
  1. Hallo,
    also wenn sich die Folie wirklich im Alltag bewähren sollte, wäre das natürlich eine Revolution. Nicht nur, dass man dann seine normalen Endgeräte damit bedienen könnte, ich würde mir auch gleich die Fensterscheiben damit bekleben.

    Bin sehr gespannt, ob sich diese Innovation durchsetzen wird.

  2. @amuno:
    Sicher eine spannende Innovation! Es stellt sich nur die Frage, wieviel Energie dadurch letztendlich erzeugt werden kann. Sollten die Kosten dafür jedoch wirklich so gering sein, könnte sich das bei großen Fenster und entsprechender Lage wirklich rentieren…

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