Smartphone-Hersteller wirken in letzter Zeit überraschend ratlos. Apple testet der Gerüchteküche nach das, was Samsung seit Jahren bietet: Foldables. Beide Hersteller und Motorola setzen seit diesem Jahr zudem auf besonders dünne, leichte „Air“-Phones. Wieder andere schrauben besonders große Sensoren in ihre Kameras rein – was es aber vor Jahren auch schon gab. Wo sind die echten Innovationen?
Eine Idee hätte ich da: noch größere Smartphones! Und die Erkenntnis kommt für mich selber überraschend. Denn lange gehörte ich der Fraktion derjenigen an, die kleinen, handlichen Smartphones hinterhertrauerten. Als man alles noch schön mit einer Hand bedienen konnte. Ich kenne viele, die das immer noch tun.
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Aber machen wir uns nichts vor: Diese Zeiten sind vorbei und werden nicht zurückkommen. Sony hat es versucht, Apple hat es versucht, aber die kleinen „Mini“-Phones verkauften sich am Ende schlechter. Der Grund ist vielleicht ganz einfach der: Wer einmal auf ein größeres Phone umgelernt hat, der bleibt meist auch dabei.
Denn längst hat sich da ein anderes Verhalten eingespielt: Große Smartphones bedienen wir eben jetzt mit zwei Händen. Die eine Hand hält das Gerät, mit der anderen bedienen wir. Das ist nicht immer praktisch, aber eben Alltag. Vorteile hat das dafür durchaus: Mehr Platz für schönen Bild- und Videocontent, weniger Fingerakrobatik beim Tippen auf einer nicht mehr ganz so engen Tastatur. Ganz nebenbei meist eine längere Akkulaufzeit dank größerem Akku und nicht selten auch besserer Sound durch größere Lautsprecher mit mehr Resonanz.
Auch deswegen bin ich kürzlich vom iPhone 16 Pro auf ein größeres iPhone 17 Pro Max umgestiegen. Ein tolles Phone, was ich auch in meinem Testbericht zum iPhone 17 Pro Max erwähne. Aber jetzt nach einigen Wochen mit dem Gerät stelle ich fest: Ich hätte es gerne noch größer!
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Größere Smartphones, größere Vorteile
Denn es kommt mir immer wieder so vor, als wäre das Ding künstlich klein gehalten. Bilder könnten noch größer dargestellt werden, Webseiten sich noch besser lesen lassen. YouTube-Videos und Reels würden richtig zur Geltung kommen. Auf der virtuellen Tastatur ließe sich noch besser tippen. Auf größeren Smartphones wäre noch mehr Platz für größere Kamera-Sensoren. Trotzdem könnten die Geräte bei gleicher Akkulaufzeit dünner werden. Der Akku müsste eben in der Breite wachsen – das iPhone Air geht da schon in die richtige Richtung.
Aber unterwegs? Auch da bietet die aktuelle, etwas weitere Mode Vorteile und noch reichlich Platz:

6,9 Zoll oder 17,5 cm misst die Display-Diagonale des aktuell größtmöglichen iPhone, dem iPhone 17 Pro Max. Ich habe mal nachgemessen: Bis 23 cm, was stolzen 9 Zoll Diagonale entspräche, wären aber auch in diesem Formfaktor locker drin. Wenn ich das dann in der Mitte falten könnte oder müsste: auch kein Problem.
Jetzt sagst du vielleicht: „Ja, dann kauf dir halt ein Tablet oder gleich ein Foldable wie das Samsung Galaxy Z Fold7„! Jaha, könnte ich – sehen wir mal davon ab, dass die Galaxy-Fold-Serie noch mal teurer ist. Ich mag diese Geräte sehr, ich nannte sie in einem früheren Test auch mal „faltbare Spaßmaschinen“. Nur der quadratische Formfaktor passt für mich nicht ganz. Ich hätte es gerne länglicher. Eben wie in einem normalen iPhone Pro Max, nur noch größer.
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Bin ich der einzige, der sich größere Smartphones vorstellen kann? Ich muss den Herstellern zu Gute halten: Sie haben es ja schon versucht mit größeren Smartphones. Aber das iPhone Plus (letztes Modell war hier das iPhone 16 Plus) war ebenso nicht der erhoffte Erfolg wie das iPhone Mini. Aber vielleicht, weil es einfach noch nicht groß genug war?
Es wäre ein Wagnis, aber das sind Air-Phones und faltbare Geräte auch. Ich sage: Ihr habt doch nicht viel zu verlieren! Werft ein iPhone 18 Pro Venti auf den Markt – oder auf welchen grandiosen Namen euer Marketing-Team dann auch immer kommt – und schaut, wie es ankommt. Stimmt der Preis, wäre ich dabei. Du auch?
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Genau hier sehe ich die Chance für Falt-Handys. Ich möchte mein Telefon nur mit einer Hand bedienen. In der Regel konsumiere ich keinen Content sondern bewege mich durch Listen, springe in Apps vor und zurück. Einhand-Bedienung ist mein K.O.-Kriterium. Aber manchmal schaue ich doch ein Video oder möchte ein Spiel in angenehmer Größe spielen. Handy aufklappen und los zocken wäre die Lösung. Dünne Foldables gibt es nun auch die in der einhändigen Bedienung Spaß machen könnten. Wenn, ja, wenn der Formfaktor stimmen würde. Ich möchte ein Telefon das im ausgeklappten Zustand 16:9 oder 16:10 hat.
Ich weiß, was du meinst. Hab neulich noch gelesen: Wer ein kleines Smartphone sucht, das sich mit einer Hand bedienen lässt, der soll zu einem Flip-Phone greifen und das Außendisplay benutzen. Dünn genug wären sie mittlerweile und Motorola hat in der Edge-60-Serie ein mittlerweile echt vielseitiges Außendisplay, das mehr kann als die Samsung Z Flips. Aber eine gleichwertige Bedienung geht noch nicht, und das Edge 60 Ultra hat dann doch den Formfaktor 22:9 innen und 5:4 außen. Also wieder nicht das, was du (und auch ich) suchen. Aber mal sehen: Vielleicht liest ein Hersteller das hier und findet in die richtige Spur. 🙂