Google hat Picasa eingestellt: Das müsst ihr wissen

2004 kaufte Google die Bildbearbeitungssoftware Picasa, die sich nach und nach zu einem vielseitigen Onlinespeicherdienst für die eigene Fotosammlung entwickelte. Jetzt wird der Dienst eingestellt. Darauf müsst ihr achten.

Sollte ihr Picasa aktiv verwenden, werdet ihr ab Mai 2016 nicht mehr in der Lage sein, die Webalben wie gewohnt zu benutzen. Ebenfalls wird die separat erhältliche Desktop-Software ab dem 15. März 2016 nicht mehr zur Verfügung gestellt. Google möchte, dass man auf sämtliche Dienste von Google Fotos umsteigt, was gerade bei den Webalben gar kein Problem darstellt. Im Gegenteil: Der neue Service bietet praktische Features wie eine Gesichtserkennung und die Option, Bildinhalte automatisch zu erkennen sowie Fotos selbständig mit Hashtags (Stichwörter) zu versehen. Das erleichtert das Suchen und Sortieren durchaus.

Aus Picasa wird Google Fotos. (Foto: Google)

Aus Picasa wird Google Fotos. (Foto: Google)

Uploader und Bildbearbeitung

Auch im Bereich Desktop-Anwendung gibt’s eine Alternative. Hier existiert allerdings nur ein Uploader, der Bilder vom Mac- oder Windows- PC selbständig bei Google Fotos hochlädt. Für iOS und Android sind ebenfalls Apps verfügbar. Die gesamte Bearbeitungskomponente, die Picasa letztlich so beliebt machte, fällt fast vollständig weg. Google Fotos verfügt nur über simple Methoden, Pics zu gestalten – zumindest gegenwärtig.

Aber: Solltet ihr Picasa noch für euren PC einsetzen, so könnt ihr das Tool auch in Zukunft einsetzen. Nur Updates sind nicht mehr geplant, genauso verschwindet das Programm eben als offizieller Download. Vielleicht wird es ja langsam Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen? Zumindest für iOS und Android existiert schon länger ein spannendes Google-Tool namens Snapseed. Dieses ist gegenwärtig ausschließlich für mobile Plattformen gedacht, aber gerade unter Android sehr hilfreich: Neben dem Auswählen etlicher Filter und cleverer Tools können sogar RAW-Dateien von Spiegelreflex- oder Systemkameras geöffnet und bearbeitet werden – direkt zum Beispiel auf dem Smartphone.

Beruhigen sollte euch auf jeden Fall eines: Nichts geht verloren. Solltet ihr im Mai 2016 eure Picasa-Alben suchen, werdet ihr bei Google Fotos fündig.

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