„Made by Google“ – Jahr für Jahr ein mit Spannung erwartetes Event. Diesmal hat Google vier neue Telefone vorgestellt. Drei davon im klassischen Smartphone-Formfaktor, das vierte als faltbares Telefon. Jeweils Neuauflagen der Vorgänger – und doch völlig neu durchdacht.
Inhalt:
Vier Pixel-10-Modelle für ein Halleluja!
Die neue Google Pixel-10-Reihe gibt wie gewohnt als Basismodell, als Pro- und XL-Variante sowie als faltbares Telefon. Das Pixel 10 Pro Fold betrachten wir etwas später und widmen uns zunächst den anderen drei Pixel-10-Modellen.

Festzuhalten ist: Google bleibt seiner Design-Linie treu. Die neueste Pixel-Generation sieht der alten sehr ähnlich. Am auffälligsten ist und bleibt die rückseitig verbaute Multikamera, deren Erhebung sich über die gesamte Gerätebreite zieht. Ein beliebtes Design, das Google also nicht wesentlich verändert.
Dafür hat such in puncto verbauter Hardware und Softwareneuerung wahnwitzig viel getan!

Das Herzstück aller vier Geräte ist der neue Prozessor vom Typ Tensor G5. Er soll laut Google 40 Prozent schneller rechnen und Grafiken wesentlich effizienter berechnen. Erstmals ist dieser Prozessor ein Google-eigenes Design, gefertigt von TSMC statt, wie die Vorgänger, von Samsung. Anders als bei Apple verzichtet Google auf Raytracing-Kerne auf dem Chiplet.
Dafür ist eine neu gestaltete TPU für KI-Berechnungen an Bord, auf der das Gemini-Modell Nano läuft. Und zwar offline, ohne aktive Netzverbindung.
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Mehr KI in Fotos und Anrufen
Mit so viel KI-Power in den Pixel-10-Geräten weiß der Suchmaschinengigant sinnvoll umzugehen.
Fotofans freuen sich über den KI-gestützten Kamera Coach, der helfen soll, das perfekte Foto zu schießen. Der Coach empfiehlt den besten Winkel, die beste Beleuchtung oder den perfekten Kameramodus, um das Maximum aus einer Aufnahme zu ziehen.

Reihenaufnahmen von Gruppen, Touristenspots und dergleichen fügt die KI auf Wunsch zu einer einzigen Darstellung zusammen. Faszinierend ist zudem, dass das Pixel 10 auch den Fotografen solcher Gruppenaufnahmen hinzufügen kann – ohne dass es nach grobem Photoshop-Einsatz aussieht.

So toll diese Fotofunktionen auch sind: Uns in Deutschland bleibt der größte KI-Kracher der Pixel-10-Generation (zunächst) vorenthalten. Googles neuer proaktiver Assistent mit dem Namen Magic Cue beobachtet die App-Nutzung und bietet sich beizeiten als Assistent an. Etwa wenn du deine Fluggesellschaft anrufst und das Telefon vollautomatisch die Flugdaten aus der E-Mail heraussucht und während des Telefonats anzeigt. Magic Cue findet auch schnell bestimmte Fotos oder sucht Adressen für ein Abendessen.
Kurzum: Das fummelige Wechselns in Apps während Telefonaten nach Daten, Fotos oder Terminen hätte ein Ende. Endlich!
Und all das, ohne den Chat bzw. das Telefonat zu verlassen. Diese Funktionen sind so nur auf dem Tensor G5 möglich – der so viel Power mitbringt, dass die verwendete KI Gemini Nano ausschließlich auf dem Smartphone läuft.
Deutschland ist, wie beschrieben, anfangs bei Magic Cue nicht mit von der Partie. Wir hoffen, dass sich das schnell ändern wird.
Konnektivität, Speicherausstattung, Software
Die Pixel-Telefone bieten selbstredend eine 5G-Kompatibilität. Im WLAN funkt das Basismodell mit Wi-Fi 6e, die anderen Varianten mit Wi-Fi 7. Alle verfügen über Bluetooth 6 und die Pro-Modelle über UWB, das unter anderem bei der Ortung anderer Gegenstände zum Einsatz kommt.
Das Pixel 10 und Pixel 10 Pro gibt es mit 128 GB oder 256 GB internen Speicher. Das Pixel 10 Pro XL gibt es mit 128 GB, 256 GB oder einem Terabyte Flashspeicher. Wie gehabt und wie bei den meisten Smartphones dieser Preisklasse lässt sich der verbaute Speicher nicht erweitern.
Google spendiert den 10er Modellen sofort Android 16 – und verspricht Software-Updates in den kommenden sieben Jahren.
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Triple-Kamera fürs Basismodell
Die Ingenieure spendierten dem Pixel-10-Basismodell neben Weit- und Ultraweitwinkelkamera eine weitere Knipse für Telezoomaufnahmen. Und das ist neu, das hatte der Basis-Vorgänger Google Pixel 9 noch nicht.
Obgleich die Pro-Modelle ebenfalls drei Linsen bieten, liegen die Unterschiede im Detail.

Das Pixel 10 nutzt eine Weitwinkel-Kamera mit 48 MP, eine Ultraweitwinkellinse mit 13-MP-Sensor und im Telezoom 10,8 MP mit fünffach optischem und 20-fach digitalem Zoom. Videos nimmt das Pixel 10 in maximal 4K mit 24, 30 oder 60 Bildern pro Sekunde auf.

Das Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro bringen es auf 50 MP für die Weitwinkellinse, 48 MP im Ultraweitwinkel und beeindruckende 48 MP im Telezoom. Letzterer bietet weiterhin eine optische 5-fach-Vergrößerung. Mit den KI-Fähigkeiten des Tensor G5 errechnet das Telefon eine bis zu 100-fache Vergrößerung deines Motivs. Aufgefüllt mit synthetischen Informationen. In Sachen Video kann das Pro-Duo satte 8K in 24 oder 30 Bildern/s aufnehmen.

Damit Fotos und Video brillieren, hat Google die Bildschirme optimiert. Das Pixel 10 kommt mit einem 6,3-Zoll-OLED und einer Auflösung von 1.080 mal 2.424 Pixeln daher und kann zwischen 60 Hz und 120 Hz umschalten.
Das kleinere Pro-Modell quetscht in seinen 6,3-Zoll-LTPO-Screen 1.280 mal 2.856 Pixel. Das Pixel 10 Pro XL nutzt ein 6,8-Zoll-LTPO-Display mit 1.344 mal 2.992 Pixeln. Das Pro-Duo kann Inhalte variabel mit 1 Hz bis 120 Hz darstellen. Das schont den Akku.
Neue Akkus, Qi2 und Pixelsnap
Womit wir auch bei den verbauten Energiespeichern wären. Google vergrößerte die Akku-Kapazitäten:
- Pixel 10: 4970 mAh (+270 mAh zum Pixel 9)
- Pixel 10 Pro: 4870 mAh (+170 mAh zum Pixel 9 Pro)
- Pixel 10 Pro XL: 5200 mAh (+140 mAh zum Pixel 9 Pro XL)
Damit übertrumpft Google den bisherigen Spitzenreiter Pixel 9a (mit 5100 mAh) und will im Zusammenspiel mit dem effizienten Tensor G5 eine deutlich längere Laufzeit bieten.
Strom ziehen Pixel 10, Pixel 10 Pro und Pixel 10 Pro XL entweder über ein USB-C-Kabel oder – ganz neu – kabellos über Qi2. Pixel 10 und 10 Pro schaffen so immerhin 15 Watt. Das Pixel 10 Pro XL bringt es kabellos auf bis zu 25 Watt.

Die Qi2-Ladevorrichtung hält an einem magnetischen Ring, den Google auf der Pixel-10-Rückseite versteckt. An ihm haften neben Qi2-Ladestationen allerlei Gadgets, die Google oder Dritthersteller auf den Markt bringen wollen: Ladegeräte, Fotostative, Brieftaschen oder Autohalterungen.
Neu ist die Idee nicht – Apple und HMD hatten sie zuvor – erfreulich ist jedoch, dass mit Google ein weiterer großer Hersteller solche nützlichen Erweiterungen anbietet. Das neue Ökosystem dazu nennt sich Pixelsnap — davon werden wir noch einiges hören.
Alle bis hier vorgestellten Telefone erscheinen am 9. Oktober 2025. Du kannst die drei Pixel-10-Neuerscheinungen im EURONICS-Shop vorbestellen.
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One more thing: das Pixel 10 Pro Fold
Faltbare Telefone mögen noch eine Nische bedienen – sie erfreuen sich aber immer größter Beliebtheit, wie Samsungs Fold- und Flip-Reihen beweisen.
Das Google Pixel 10 Pro Fold bietet zwei Premieren im Foldable-Segment: 1. das auch bei den anderen Pixel-10-Modellen verbaute Qi2 zum drahtlosen Laden. Und 2. eine IP68-Zertifizierung, was es als staub- und wassergeschützt ausweist. Angst vor Dreck und Flüssigkeiten in den Scharnieren musst du also keine mehr haben.
Google hat auch beim Pixel 10 Pro Fold das bewährte Design des Vorgängers Pixel 9 Pro Fold übernommen. Und während es innenseitig ein 8-Zoll-Display bietet, wächst der Außenbildschirm von 6,3 Zoll auf 6,4 Zoll.
Für Foto-Enthusiasten hat das Pixel 10 Pro Fold drei Linsen im Angebot. Die 48 MP des Weitwinkelobjektivs, eine Ultraweitwinkelknipse mit 10,6 MP und einen Telezoom mit 10,8 MP. Damit bewegt sich das Kamera-Array im vorderen Mittelfeld.
Das Falttelefon soll insbesondere mit Rechenleistung und Langlebigkeit überzeugen. Die Displays sind mit Gorilla Glass Victus 2 beschichtet, das gefaltete Innendisplay ist auf ein Jahrzehnt Lebensdauer ausgelegt, die IP68-Zertifzierung schützt es gegen Staub und Wasser.
Und klar ist im Pixel 10 Pro Fold der niegelnagelneue Tensor G5 verbaut, dem dank des 5.015 mAh großen Akku so schnell nicht die Puste ausgehen sollte.
Softwareseitig kommt Android 16 zum Einsatz- Updates garantiert Google für die nächsten sieben Jahre.
Das Pixel 10 Pro Fold kommt mit 256 GB bis 1 Terabyte Speicher in den Handel. Marktstart ist der 9. Oktober 2025.
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