Peak+ ist das erste Firefox-Smartphone für die Mittelklasse

In diesem Sommer geht ein neues mobiles Betriebssystem an den Start: Firefox OS. Das erste kommerzielle Gerät damit, das ZTE Open, ist seit Anfang des Monats in Spanien verfügbar. Die Telekom konterte wenige Tage später mit dem Alcatel OneTouch Fire und einem Start in Polen. Ab August soll es auch in Deutschland verfügbar und damit aller Voraussicht nach das erste Firefox-Smartphone auf dem deutschen Markt werden.

Beide Geräte bedienen aufgrund sehr einfacher Hardware aber nur die Einsteigerklasse. Nun hat der spanische Anbieter Geeksphone das erste echte Mittelklasse-Telefon mit Firefox OS genauer vorgestellt: das Peak+. Wer es vorbestellt, erhält ab Mitte September für rund 150 Euro plus Mehrwertsteuer ein Dualcore-Gerät mit zwei Kameras.

Prozessor ist ein Snapdragon S4 mit 1,2 GHz – den man in ähnlicher Form etwa auch in Nokias neuem Mittelklasse-Smartphone Lumia 625 erhält. Ihn unterstützen 1 GB RAM. Der Hauptspeicher beträgt immerhin 4 GB und lässt sich über eine MicroSD-Karte erweitern. Das Peak+ verbindet mit 3G+, also HSPA-Geschwindigkeit und WLAN b/g/n. Auflösung des 4,3-Zoll-Bildschirms ist qHD, also 960 x 540 Pixel. Die Hauptkamera löst mit 8 Megapixeln auf und verfügt über einen LED-Blitz, die Frontkamera ist mit überdurchschnittlichen 2 Megapixeln bestückt.

Ferner unterstützt das Peak+ immerhin Bluetooth 2.1 EDR (obwohl 4.0 mittlerweile aktuell ist) und verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 1.800 mAh, was heute nur leicht unter dem Durchschnitt liegt. Ein FM-Radio ist integriert, außerdem die üblichen Licht- und Beschleunigungssensoren sowie GPS. Weitere Details über technische Daten hat Geeksphone leider noch nicht veröffentlicht.

Firefox OS ist Mozillas offene Antwort auf mobile Betriebssysteme wie Android und iOS, an denen es sich optisch auch orientiert. Apps laufen unter HTML5 und damit auf offenen Standards. Besonders Mobilfunkanbieter wie Telefónica und die Deutsche Telekom sind an dem System interessiert, weil sie ihre eigenen Content- und App-Stores darauf veröffentlichen und dadurch mitverdienen können. Firefox OS richtet sich in erster Linie an Einstiegsgeräte für Schwellenmärkte wie in Lateinamerika. Allerdings spricht auch nichts dagegen, dass es auf deutlich besserer Hardware zum Einsatz kommt. Das Peak+ zeigt bereits, in welche Richtung das gehen kann.

Der Hersteller hatte bereits im Frühjahr die beiden Firefox-Geräte Peak und Keon als Testgeräte für Entwickler herausgegeben. Das Peak+ ist nun das erste Firefox-Gerät aus dem Hause der Spanier, das kommerziell verkauft wird.

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