Gartner Hype Cycle 2014: Vorsicht, das Internet der Dinge betritt bald das Tal der Tränen

Was ist ein wirklicher Trend, was verändert unser Leben nachhaltig und was ist ein bloßer Hype, der schnell wieder verpufft? Einmal jährlich nehmen sich die Marktforscher von Gartner dieses Themas an. Sie beleuchten aus 2.000 Trendthemen, welche davon uns noch lange begleiten, welche schon wieder von gestern sind, von welchen bald keiner mehr spricht und welche es tatsächlich zur Reife gebracht haben: Voilà, der Gartner Hype Cycle 2014 ist da.

Über die einzelnen Punkte der Grafik und ihre Position lässt sich natürlich diskutieren. Der Graph dürfte sich dafür von selbst erklären. Zunächst wird viel über einen neuen Trend berichtet; wenn er interessant ist, spricht bald jeder davon. Dann allerdings zeigt sich oft, dass er in der Praxis nicht so gut angenommen wird. Der Hype verfliegt und manchmal verpufft der Trend auch völlig. Nur wenige rappeln sich wieder auf und begleiten uns langfristig im Alltag. 

Gartner_Hype_Cycle_2014

Ein Trend, der es demnach in die Phase der Produktivität geschafft hat, ist laut Gartners neuester Statistik Spracherkennung – mittlerweile in jedem Smartphone eingesetzt. 3D-Scanner und Virtual Reality befinden sich auf dem besten Wege dahin. Um 3D-Druck für den Endverbraucher ist es dafür schon ein ganzes Stück ruhiger geworden. Auch Big Data scheint derzeit abzurutschen. NFC und Cloud Computing schicken sich dafür an, das Tal der Tränen bald zu verlassen und in zwei bis fünf Jahren zur Produktivität zu reifen.

Laut Gartner haben die derzeitigen Trendthemen Internet der Dinge und Wearables schon den so genannten Höhepunkt der überhitzten Erwartungen erreicht. Behalten die Marktforscher Recht, dann brechen für beide Trends in Kürze die sieben mageren Jahre an. Bei den derzeit inflationär auf den Markt geworfenen Smartwatches und Fitnessarmbändern allerdings würde das auch kaum verwundern. Noch viel Luft nach oben hat laut Gartner das Thema Connected Home.

Zu diskutieren wäre dafür, ob sich das Thema Big Data wirklich schon in der Abwärtsspirale befindet. Derzeit hat man eher den Eindruck, hier ein großes Zukunftsthema vor sich zu haben, mit allen Licht- und Schattenseiten. Aber es ist in der Tat so, dass zumindest nicht mehr so viel davon gesprochen wird, wie noch vor einigen Jahren. Und dann gibt es ja noch Hypes, die gar nicht erst das Tal der Tränen betreten und sofort einschlagen – Smartphones etwa.

Welche Themen würden Sie auf der Grafik wo verordnen?

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