Garmin Fenix 9 (Pro): Und gut aussehen tut sie auch

Die Garmin Fenix 9 Pro bietet flüssigeres Kartenmaterial, Titan und InReach serienmäßig. Was ist an ihr besser als an der Fenix 8 Pro und der Fenix 9?

Garmin Fenix 9 (Pro): Und gut aussehen tut sie auch
Garmin Fenix 9 Pro (Bild: Garmin)

Garmins neuestes Smartwatch-Flaggschiff ist die Fenix 9 Pro. Das wirft direkt die Frage auf, was sie gegenüber dem Vorgänger und der Nicht-Pro-Version noch mehr kann.

  • Die Fenix 9 Pro besteht aus einem vollständigen Titan-Gehäuse und Saphirglas. Das Display ist mit 1,5 Zoll bei gleicher Gehäusegröße (51mm) das bisher größte und mit 3.000 nit hellste in einer Fenix-Smartwatch.
  • Die Fenix 9 Pro hat gegenüber der Fenix 8 Pro doppelt so viel Speicher (64 GB) und das Satelliten/LTE-Notfall-System InReach in allen drei Gehäusegrößen (43, 47 oder 51mm). Bei der Fenix 8 Pro gibt es InReach erst ab 47mm. Das Kartenmaterial hat Garmin verbessert; es soll nun eine flüssigere Navigation ermöglichen. Und auch die Akkulaufzeit hat Garmin erhöht.
  • Die „einfache“ Fenix 9 hat „nur“ die Lünette aus Titan. Das Gehäuse besteht aus Titan und faserverstärktem Polymer. InReach fehlt bei der Fenix 9, und die Akkulaufzeit der beiden größeren Varianten (47 und 51 mm) liegt leicht unter dem Pro-Modell.

Für die Fenix 9 Pro gibt es wahlweise auch zwei Modelle mit Solarladung (für 47mm oder 51mm) ohne Aufpreis. Die Solar-Varianten kommen dann mit einem sehr energiesparenden MiP- statt Amoled-Display. Die Akkulaufzeit für das größte Solarmodell beträgt laut Garmin sogar bis zu 57 Tage oder 291 Tage im Energiesparmodus.

Wie schon beim Vorgänger erlaubt die Fenix 9 (Pro) über LTE Telefonie und Sprachbefehle direkt am Handgelenk. Das ermöglichen ein Lautsprecher und integrierte Mikrofone.

Trotz Titan kein Leichtgewicht

Neu ist außerdem die Software-Funktion Garmin Epic, die in der Garmin-App die Aktivitäten der letzten Tage zu einer Story zusammenfasst. Über 100 Sportmodi sind jetzt drin. Die integrierte LED-Taschenlampe der Pro-Version ist jetzt dimmbar und strahlt in weißem, roten oder grünen Licht.

Garmin Epic
Garmin Epic: Fasst die Aktivitäten der vergangenen Tage zu einer Story zusammen. (Bild: Garmin)

Leicht ist die Fenix 9 Pro allerdings nicht. Die größte Version (51mm) mit Solar bringt samt Armband stolze 102 Gramm auf die Waage. Die leichteste Version Fenix 9 in 43mm immerhin noch 61 Gramm. Auch Triband-GNSS-fehlt. Garmin verzichtet ebenfalls auf Blutdruckmessung, was einige andere Smartwatches bereits haben.

Auch, wer ein Display mit Micro-LED wollte, kommt zumindest jetzt noch nicht auf seine Kosten. Garmin hat bei der Fenix 8 Pro eine (deutlich kostspieligere) Micro-LED-Version später nachgereicht. Fans dieser Displaytechnik dürfen hoffen, dass das auch in einer später erscheinenden Version der Fenix 9 Pro passieren wird.

Technische Daten

Die folgende Tabelle beschreibt die technischen Daten des Topmodells Fenix 9 Pro in 51mm. Die Ausstattung der anderen Versionen weicht leicht davon ab.

Display1,5″ AMOLED, 466 × 466 px, bis 3.000 Nits, Always-on-Option
Maße / Gewicht51 × 51 × 15,8 mm, 99 g (Gehäuse allein 73 g)
GehäuseTitan (Nano-Molding), Saphirglas, dichte Induktionstasten
Robustheit10 ATM, tauchtauglich bis 40 m (EN13319), MIL-STD-810
Speicher64 GB (doppelt so viel wie fenix 8)
GNSSMultiband/Dualfrequenz, GPS/GLONASS/Galileo/QZSS/BeiDou, SatIQ
SensorikElevate Gen 5, EKG, Pulsoximeter, Baro-Höhenmesser, Kompass, Hauttemperatur, Tiefensensor
KonnektivitätLTE + Satellit (inReach), Bluetooth, ANT+, WLAN, NFC (Garmin Pay)
SonstigesLautsprecher + Mikrofon, LED-Taschenlampe inkl. neuem Grünlicht-Modus, QuickFit 26 mm
Sicherheitsupdateszugesagt bis 25.08.2028

Unsere Einschätzung

Das Rad nicht neu erfunden, aber spübar weiter verbessert. Die Garmin Fenix 9 (Pro) ist keine Revolution, sie verbessert eine schon sehr gute Garmin Fenix 8 (Pro) aber noch um einige Details.

Und, persönliche Einschätzung: Die Fenix 9 Pro ist damit nicht nur technisch auf dem Höchststand, sondern sieht in vielen Versionen sogar noch etwas besser aus als der Vorgänger.

Garmin spricht nun nicht mehr von einer unendlichen Akkulaufzeit, wie man das etwa bei der Instinct 2X noch getan hatte und wo das damals schon nur theoretisch gestimmt hatte. Statt dessen lautet der neue Höchstwert 291 Tage in der Fenix 9 Pro 51mm mit Solar im Extrem-Energiesparmodus.

Dieser Wert hat mir direkt ein Grinsen auf die Lippen gezaubert. Natürlich ist das ein Laborwert. Da ist niemand bei Garmin wirklich mit dem Ding rumgelaufen und hat täglich den Akkustand protokolliert, bis die Watch nach 291 Tagen plötzlich ausging. Oder etwa doch? 🙂

Persönlich bin ich auch immer wieder überrascht, wie gut Garmin heute dasteht. Frühe Vergleiche mit Nokia, das seinerzeit gegen das spätere Duopol aus Apple und Google in der Smartphone-Welt verloren hatte, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil: Garmin-Watches gehören weltweit zu den meistverkauften und beliebtesten. Wer Garmin trägt, ist cool.

Die Garmin Fenix 9 (Pro) findest du in vielen Varianten und Farben bei EURONICS.

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