Manch ein Trend überrascht mich dann doch, und das ist aktuell der Wunsch vieler Nutzer:innen nach einem Sportarmband ohne Display. Whoop war wohl als erster damit am Start, Google zog mit dem Fitbit Air noch. Da durfte auch das Schwergewicht der Branche nicht fehlen: Das Garmin Cirqa kam diesen Sommer neu auf den Markt.
Größte Auffälligkeit dabei: Garmin verzichtet auf ein verpflichtendes Abo. Du trägst das Garmin Cirqa – ein Nylonarmband mit Garmins Sensoren der vierten Generation – am Handgelenk oder am Oberarm und wertest die Daten alleine in der Garmin-Connect-App aus.
Das Armband ist bis 5 ATM (50 Meter Tauchtiefe) wasserdicht und kann mehr als 80 Aktivitäten tracken, viele davon automatisch. Dazu trackt das Band VO2max, die Trainingsbereitschaft und die Erholungszeit.

Integrierte Gesundheitsdaten sind etwa Body Battery, Stresslevel, Schritte, Frauengesundheit, HFV-Status und Schlafanalyse mit Sleep Score und Schlafcoach.
Garmin nennt den Funktionsumfang vergleichbar mit der Smartwatch Garmin Venu 4 – nur eben ohne Display.
Technische Daten
| Garmin Cirqa Smart Band |
|---|
| Bauform: Fitness-Tracker ohne Display, Auswertung ausschließlich in der Garmin-Connect-App |
| Sensorik: Garmin-Sensoren der vierten Generation, Messung am Handgelenk oder Oberarm |
| Gewicht: 20,7 g in Größe S-M, 21,2 g in Größe L-XL |
| Armband: 24 mm ComfortFit-Nylonarmband |
| Passform: Handgelenkumfang 120–200 mm (S-M) und 145–240 mm (L-XL) |
| Akku: Lithium-Ionen, bis zu 10 Tage Laufzeit, bis zu 12 Tage im Energiesparmodus |
| Wasserdichtigkeit: 5 ATM (Swim), entspricht einem Prüfdruck von 50 Metern |
| Konnektivität: Connected GPS über das Smartphone, Bluetooth, ANT+ |
| Gesundheitsdaten: Body Battery, Stresslevel, Schritte, Frauengesundheit, Schlafanalyse mit Sleep Score, HFV-Status und Schlafcoach |
| Training: über 80 Aktivitätsprofile, automatische Aktivitätserkennung, VO2max, Trainingsbereitschaft, Trainingszustand, Erholungszeit, LiveTrack |
Schön ist die Akkulaufzeit von 10 bis 12 Tagen. Auch dass du das Band in zwei Größen (S-M und L-XL) bekommst und Garmin GPS mit an Bord hat.
Und noch eine Besonderheit gibt es gegenüber der immerhin nur halb so teuren Google Fitbit Air: Die Garmin Cirqa hat einen dedizierten Start-Stopp-Knopf, mit dem du Trainings direkt am Armband starten und wieder beenden kannst. Ihre Akkulaufzeit ist außerdem drei Tage länger, und sie trackt doppelt so viele Sportmodi (80 statt 40).
Warum jetzt dieser Trend?
So, und was überrascht den Herrn Trendblogger jetzt an diesem Trend?
Na ja, nicht das Tragen eines displaylosen Armbands als solches. Das ergab schon bei den artverwandten Smart Rings durchaus Sinn.
Aber schaue ich mir die displaylosen Smart-Armbänder genauer oder mal im Profil an, wirkt das schon wie eine abgedeckte Smartwatch. Ein Smartwatch-förmiger Tracker ist hinter dem Armband versteckt:

Worum geht es also? Mehr Seelenfrieden durch ein Ende der Dauerbeschallung mit minütlich eintreffenden Benachrichtigungen?
Aber mit Verlaub: Da ist doch jeder selbst für verantwortlich. Ich verstehe diese Menschen nicht, die sich jede eintreffende Benachrichtigung von WhatsApp, Insta-Likes oder vermeintlichen Breaking News vom Smartphone zusätzlich auf die Smartwatch schicken lassen. Wie soll der Kopf da jemals abschalten?
Und Abschalten ist das Stichwort: Denn ich kann ja die Zahl der Vibrationen und Benachrichtigungen an Smartphone und Smartwatch auf beinahe null reduzieren und tue das auch. Dafür muss ich mir nicht zwingend ein Gadget kaufen, bei dem ich gar nicht erst in Versuchung kommen kann.
Was am Ende aber bleibt, ist auch die Kostenersparnis. Garmin vergleicht den Funktionsumfang der Cirqa mit der Garmin Venu 4 – und die ist rund doppelt so teuer. Verzichte auf das Display, und du wirst nicht dauerbeschallt und sparst sogar Geld dabei. So ergibt der Trend zur Garmin Cirqa und Co. dann auch für mich durchaus Sinn.
Und für dich?
Anmerkung/Korrektur: In einer früheren Version dieses Beitrags hieß es, dass du die Garmin Cirqa am Oberarm tragen musst. Das ist aber optional. Du kannst die Cirqa genauso gut am Handgelenk tragen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.
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Für mich wäre ein Fitness-Tracker ohne Display interessant, weil ich dann auch wieder eine normale, schöne Uhr tragen könnte. Ich trage seit 2018 eine Apple Watch (99% aller Benachrichtigungen deaktiviert) und nutze sie eigentlich nur als Fitness- und Schlaf-Tracker. Eine wirklich schöne Uhr ist sie aber nicht und es nervt gewaltig, dass die Batterielaufzeit so kurz ist.
Das Garmin Cirqa würde ich am rechten Handgelenk tragen und am linken wäre wieder Platz für eine schöne, klassische Uhr.
Gute Erklärung, sehe ich ein! Du weißt, dass es noch einen dritten Weg gibt? Wenn es dir nur um die Fitnessdaten geht, bieten viele andere Hersteller weit längere Akkulaufzeiten als bei einer Apple Watch. Ich dachte, die nimmt man wegen der vielen smarten Funktionen und dass man darauf Radio hören kann etc. 😉 Gibt sonst ja auch noch Smartwatches mit langer Akkulaufzeit, die auch chic aussehen.