Facebook will Drohnen einsetzen, um Entwicklungsländer mit Internet zu versorgen

Facebook will Drohnen einsetzen, um Entwicklungsländer mit Internet zu versorgen

Während die Industrieländer mittlerweile mit Internetzugängen versorgt sind und viele Menschen in unseren Breitengraden bereits einen Facebook-Account besitzen, gibt es noch großes Potential für Userwachstum – in Entwicklungsländern. 5 Milliarden potentielle Nutzer könnten gewonnen werden, wenn man ihnen Internet zur Verfügung stellt. Facebook plant dies wohl nun mit Drohnen zu realisieren. Facebook ist aber nicht das einzige Unternehmen, das sich in den Kopf gesetzt hat, Internet in Entwicklungsländer zu bringen. Auch Google experimentiert – allerdings mit Ballons.

Facebook will für den Internet-Drohnen-Einsatz die Firma Titan Aerospace für etwa 60 Millionen US-Dollar übernehmen. Peanuts für ein Unternehmen, dass „mal eben“ 19 Milliarden für eine Chat-App wie What’s App bezahlt. Hier geht es aber um sehr viel mehr. Es geht um nicht erschlossenes Internetland. Und es geht darum, den Wettlauf gegen Google zu gewinnen, denn die amerikanische Suchmaschine experimentierte bereits im letzten Jahr mit dem Projekt „Google Project Loon„, Gebiete mit WiFi per Solarballon zu versorgen.

Die Drohnen sollen dies ähnlich realisieren. Mit Solarantrieb können sie bis zu fünf Jahre in der Luft bleiben, ohne landen zu müssen. In der Zeit sollen sie die Umgebung, über die sie fliegen, mit drahtlosem Internet versorgen. Für 5 Milliarden potentielle neue Nutzer kann man diesen Aufwand betreiben. Laut Techcrunch ist der Deal aber noch nicht in trockenen Tüchern. Facebook und Titan Aerospace würden sich derzeit erst in Gesprächen befinden. Wenn man sich allerdings einigen kann, könnte sich demnächst viel für die Entwicklungsländern ändern.

Es werden aber auch kritische Stimmen laut, die den beiden großen Internetfirmen unterstellen, die Situation der Entwicklungsländer ausnutzen zu wollen, um ihnen ein Facebook- oder Google-Internet überzustülpen. Sie sehen die Netzneutralität gefährdet und befürchten, dass die Firmen ihren eigenen Diensten bei der Erreichbarkeit Vorrang geben würden. Ob dies wirklich passieren wird, bleibt aber abzuwarten. Soweit ist man mit der Planung noch nicht.

close

Neue Beiträge abonnieren!

Täglich frisch um 17 Uhr im Postfach

Themenauswahl

Änderungen jederzeit über die Abo-Verwaltung möglich – weitere Themen verfügbar

Jetzt kommentieren!

Schreibe einen Kommentar

*
*
Bitte nimm Kenntnis von unseren Datenschutzhinweisen.