Technische Einblicke: Wie Dropbox Videostreaming aus der Cloud realisierte

Technische Einblicke: Wie Dropbox Videostreaming aus der Cloud realisierte

Um einen Videostream auf möglichst vielen Geräten zum Laufen zu bekommen, braucht es nicht nur einen Server, auf dem die Datei gehostet wird, sondern sehr viel mehr. Nicht alle Dateiformate sind mit allen Geräten kompatibel. Und wie funktioniert das eigentlich, dass ein Video direkt startet, ohne dass man es lang vorladen muss? Der Cloud-Speicherservice Dropbox gibt Einblicke darin, wie er Videostreaming realisiert und auch, mit welchen Problemen er dabei zu kämpfen hatte.

Wenn man ein Video in der Dropbox startet, wird es direkt transkodiert und per HTTP-Steam abgespielt werden. Dabei ist Dropbox anfangs jedoch auf einige Schwierigkeiten gestoßen. So stellte man fest, dass das Transkodieren direkt beim Upload zu sehr zu Lasten des Systems ging. Im Umkehrschluss wäre es zu teuer, die entsprechende Hardware zur Verfügung zu stellen, um dies zu ermöglichen. Daher transkodieren die Systeme immer nur den ersten Teil des Videos, damit es direkt lädt, wenn man es startet. Während das Video läuft, werden die anderen Teile nachtranskodiert. Das Ganze geschieht also live.

Gleichzeitig ist es auch wichtig, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen bereits transkodieren Videoschnipseln, der Videoschnipsellänge und der Internetverbindung/ Rechnerpower des Zuschauers zu finden, um möglichst kein Buffering während des Abspielens zu haben. Dazu muss man abwägen, in welcher Qualität das Video abgespielt wird. Nicht umsonst transkodiert zum Beispiel der Videodienst YouTube jedes Video bis zu 10 Mal, um verschiedene Dateiformate und Auflösungen zu gewährleisten und es dem User zu ermöglichen, während des Abspielens die Qualität zu ändern das Video am gleichen Punkt wieder weiter einzusteigen.

Wer sich noch ein bisschen tiefer einlesen will, findet die langen und sehr technischen Ausführungen im Blog von Dropbox. Oben drauf gibt es dann noch ein paar Erklärungen einiger technischer Entscheidungen und welche Probleme das Unternehmen damit umgehen konnte.

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