Der Facebook Messenger lockt mit Spielchen

Dreißig Minispiele lassen sich jetzt direkt im Facebook Messenger spielen. Die Freunde sollen natürlich mitmachen. Die Instant Games on Messenger sind aber bloß ein weiterer Schritt hin zu universellen Facebook-Plattform.

Niemand wartet gerne, ist doch langweilig. Wartezeiten sollten am besten sinnvoll genutzt werden, meinen zumindest diejenigen, die eh schon überarbeitet sind. Dafür gibt es eine Reihe Produktivitäts-Apps auf dem Smartphone. Oder ihr könntet eine Runde spielen. Da ihr schon ständig einen Blick auf das Smartphone werft, ob eure Freunde auf die letzte Nachricht geantwortet haben, könnt ihr nun auch direkt im Facebook Messenger mit einem kleinen Spiel euch die Wartezeit vertreiben – und eure Freunde dazu animieren mitzuspielen. Auf diese Weise verfliegt die Wartezeit wie im Flug. Das kann einen ganz schön gefangen nehmen. Und darum geht es Facebook wohl auch.

Nichts installieren, direkt losspielen

Technisch wurden hier keine Wunder vollbracht. Es handelt sich bloß um einfache Spiele, die ihr schon seit Jahren kennt und tausendmal auf anderen Plattformen gespielt habt: Pac-Man, Galaga, Space Invaders, Everwing, Track & Field 100M, Words with Friends: Frenzy. Und einige andere, insgesamt dreißig an der Zahl. Ihr müsst nichts herunterladen und installieren. Sie laufen auf neueren Smartphones mit Android oder iOS. Neu ist jedoch, wie sie eingebunden werden. Die Spiele lassen sich direkt aus einer Unterhaltung heraus starten.

Dafür müsst ihr unten nur das neue Symbol für den Game-Controller antippen und ein Spiel auswählen. Das Spielergebnis wird dem Gesprächspartner dann umgehend angezeigt, der nun seinerseits eine Runde spielen kann oder sogar soll. Der bessere möge gewinnen, oder? Es scheint auch, dass eine Karte mit Infos zum Spiel und einem Play-now-Button aufpoppt, wenn nur der Name im Gespräch erwähnt wird. Schneller geht es nicht. Kein Menü muss extra aufgerufen werden, keine App.

Am besten gleich alles

In Idealfall muss dann niemand mehr den Facebook Messenger verlassen. Die Spiele sind jetzt nicht das stärkste Argument, seine Zeit dort zu verbringen. Sie selbst sind nicht einmal interaktiv, nur durch den Abgleich der Spielstände. Aber es werden noch neue Funktionen hinzukommen. Onlineshops werden einen direkten Zugang zum Kunden erhalten. Die Nutzer untereinander bieten sich Gebrauchtes über den Facebook Marketplace an. Bezahlen lassen wird sich alles direkt über den Messenger. Und der persönliche Assistent M hält alles zusammen. Wer sich jetzt immer noch fragt, warum die Spiele kostenlos angeboten werden: Es mag sein, dass die besseren mal den einen oder anderen Euro kosten werden, das große Geld soll später aber ganz woanders gemacht werden. Und das kassiert dann Facebook.

Facebook macht sich damit auch von Apple oder Google weniger abhängig. Was im Messenger eingebettet ist, läuft dann auf allen mobilen Betriebssystemen. Die eigentliche Plattform ist dann Facebook – und da sollen dann alle mitmachen. Das kann allerdings auch zu einem Überangebot führen. Wenn zu immer mehr Stichworten, die beiläufig im Gespräch fallen, eine neue Karte eingeblendet wird, würde mir persönlich das zu viel werden. Ich würde mit dann einfach einen alternativen Messenger suchen.

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Ein Kommentar zu “Der Facebook Messenger lockt mit Spielchen
  1. 8bit Spiele sind ja dieses Jahr wieder voll im Trend. Ich erinnere mich noch an meine NES Zeiten in den 90ern. Was für ein Spaß. Umso mehr fühle ich die Nostalgie heutzutage wenn ich mich an Weihnachten zurückerinnere und auf ein neues Game unter dem Weihnachtsbaum gefreut habe. An Casio erinnere ich mich noch umso mehr, denn die G-Shock hatte ich ebenfalls als Teenie unter dem Weihnachtsbaum.

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