BlackBerry Priv: So ein schönes, so ein teures Smartphone mit dem gewissen Etwas

BlackBerry möchte es wissen: Mit dem Priv will der gebeutelte Mobiltelefonhersteller zurück zum Massenmarkt und Samsung, Sony und Co. wieder Paroli bieten. Tatsächlich ist das Smartphone in vielerlei Hinsicht überaus spannend, wäre da nicht der unverhältnismäßig hohe Preis…

Warten auf die Ankündigung

Bereits seit über einem Monat kursieren konkrete Gerüchte zum BlackBerry Priv in den Weiten des Netzes, aber die Verantwortlichen haben nur ein paar Info-Häppchen auf ihrer Webseite parat. Es ist von einem 5,4 Zoll großem, beidseitig gerundeten Bildschirm die Rede – ähnlich wie beim Samsung Galaxy S6 Edge. Die Schneider-Kreuznach-zertifizierte Kamera soll für hervorragende Fotos sorgen, der 3410 mAh starke Akku für eine lange Erreichbarkeit. Von einer sehr guten Audio-Qualität und sogenannten DTEK-Funktion zum Schutz persönlicher Daten ist ebenfalls die Rede. Das Highlight ist das vollwertige Keyboard, das über einen Slide-Mechanismus einfach ausgeschoben wird – fast schon typisch für BlackBerry. Die größte Überraschung ist allerdings, dass das Unternehmen auf das hauseigene BlackBerry OS-Betriebsystem verzichtet und stattdessen auf Googles Android mit Vollzugriff auf den Google Play Store setzt. Ein mutiger, aber gewiss auch sinnvoller Schritt. Denn die Menschen wünschen sich eine riesige App-Vielfalt, die BlackBerry OS einfach nicht bieten kann.

Einfacheres Schreiben? (Foto: Screenshot)

Einfacheres Schreiben? (Foto: Screenshot)

Noch unbestätigten Meldungen zufolge ist das BlackBerry Priv absolut auf der Höhe der Zeit. Das Display erhält eine Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten (540ppi), im Inneren werkelt ein Snapdragon 808 Hexacore-Prozessor, dem 3GB RAM und 32GB Flash-Speicher zur Seite gestellt wurden. Ein microSD-Kartenslot, zwei Kameras (2 Megapixel Front, 18 Megapixel Rückseite) und LTE fehlen nicht.

So teuer

Vergleichbar wäre das Priv also durchaus mit dem Lumia 850 von Microsoft, Samsungs Galaxy S6 (Edge) oder dem Sony Xperia Z5 sowie etlichen anderen Top-Geräten der Gegenwart. Da ist nur eben die Schiebetastatur, die bisher kein anderer Mitbewerber besitzt. Nur letztlich ist es genau das, was sich BlackBerry allen Anschein nach auch bezahlen lassen möchte. Es heißt, dass der Preis für das 32GB-Modell bei knapp 580 Britischen Pfund liegen soll, was fast 800 Euro entspricht. Damit übertrumpft der Konzern, der doch etwas den Anschluss verloren zu haben scheint, ohne weiteres die erfolgreiche Konkurrenz.

Die Frage ist: Will sich BlackBerry absichtlich nicht an einem potentiellen Preiskampf beteiligen und sich freiwillig in der Oberliga ansiedeln? Oder ist man selbstbewusst genug und glaubt, mit „Privacy“ und Keyboard genügend Alleinstellungsmerkmale zu besitzen, die den Preis rechtfertigen? Letztlich ist es fraglos mutig, sich so zu positionieren und offenbar nach noch dieses Jahr mit dem Priv eine Art Neuanfang zu wagen. Ob’s klappt? Wir wünschen es BlackBerry auf jeden Fall, gerade nach den letzten schweren Jahren ist vielleicht die Zeit gekommen, sich wieder Marktanteile zu erkämpfen. Nur über den Preis wird das wohl nicht passieren…

Weitere Info-Häppchen zum Priv gibt’s auf der offiziellen Webseite. Eine medienwirksame Präsentation des Smartphones erfolgte noch immer nicht, obwohl BlackBerry sogar schon Videos veröffentlichte…

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