Das DTEK60 wurde bereits von TCL hergestellt. (Foto: BlackBerry)

BlackBerry DTEK60: Oberklasse-Smartphone ohne Besonderheiten

Schon seit einigen Wochen kursierte das Blackberry DTEK60 als Gerücht durch die Weiten des Internets, nun wurde es offiziell vorgestellt: Das neue Smartphone ist…wieder ein normales Smartphone.

Wollte sich BlackBerry nicht aus dem Mobiltelefon-Sektor zurückziehen? Richtig, aber das DTEK60 befand sich wohl bereits in der Pipeline, bevor diese Entscheidung aus der Chefetage kam. Ab sofort ist das Telefon auch hierzulande erhältlich, mit dem Preis von 579 Euro (UVP) siedelt sich das Gerät in der Oberklasse an.

Gut ausgestattet

Das von TCL gefertigte Smartphone ist technisch absolut auf der Höhe der Zeit, werden doch der Qualcomm Snapdragon 820 Quadcore-Prozessor, 4GB RAM und ein 5,5 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten verbaut. 32GB Flash-Speicher, microSD-Kartenslot (maximal 2TB), 21 Megapixel Rückseiten-Kamera, 8 Megapixel Frontcam mit Blitz, NFC, LTE – es ist alles dabei, was man heutzutage von einem Mobiltelefon erwartet. Der 3000 mAh Akku unterstützt die Schnellladefunktion Quick Charge 3.0, auffällig ist höchstens die programmierbare Komforttaste am Gehäuserand. Ein Fingerabdruck-Sensor fehlt nicht.

Wirkt etwas bieder. (Foto: BlackBerry)

Wirkt etwas bieder. (Foto: BlackBerry)

BlackBerry nutzt Android 6.0 als Betriebssystem, ein baldiges Update auf 7.0 soll folgen. Vorinstalliert sind zahlreiche Apps aus dem eigenen Portfolio. Software-Tastatur, Kalender, Kontaktliste, Kamera-Anwendung und zahllose Sicherheits-Tools stehen zur Verfügung. Das DTEK60 wird speziell mit dem Security-Aspekt beworben, was auch sinnvoll erscheint. Zum einen ist das die Stärke von BlackBerry, zum anderen bietet das Telefon sonst keine weiteren Alleinstellungsmerkmale. Auch das Design ist eher zweckmäßig-nüchtern – das ideale Business-Telefon also.

Für wen ist es geeignet? (Foto: BlackBerry)

Für wen ist es geeignet? (Foto: BlackBerry)

Um ehrlich zu sein: Das DTEK60 kickt mich nicht. Das Smartphone ist nur noch ein Schatten der früheren BlackBerrys. Wohin die Reise geht, deutete vor einiger Zeit ja bereits das Blackberry DTEK50 an. Ich sehe ein gut ausgestattetes Smartphone, das mit Top-Konkurrenten in den Wettstreit zieht. Und vermutlich sogar gegen günstigere Alternativen von Huawei und Co. verlieren wird.

Ob die BlackBerry-Apps Kunden überzeugen können? Ich kann es mir kaum vorstellen. Andererseits kann das Unternehmen sicherlich Geschäftskunden, die ohnehin schon betreut werden, gleich passende Smartphone-Angebote mit dem DTEK60 unterbreiten. Der normale Endkunde dürfte sich nämlich kaum für „noch so ein Android-Smartphone zum hohen Preis“ interessieren…

Weitere Details? Direkt bei BlackBerry.com.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …
Nichts mehr verpassen!

Bleib immer auf dem neuesten Stand mit unserem Newsletter! Täglich um 17:00 Uhr frisch in deinem Postfach.

Newsletter abonnierenRSS-Feed abonnieren
4 Kommentare zu “BlackBerry DTEK60: Oberklasse-Smartphone ohne Besonderheiten
  1. Das Besondere der neuen DTEK-Smartphones ist der Schwerpunkt auf Sicherheit. Es lassen sich keine Custom-ROMs aufspielen. Apps im Hintergrund wachen darüber, was auf dem Gerät passiert und schlagen notfalls Alarm. Das sind Features, die in Unternehmen durchaus geschätzt werden. Wenn sie dort (oder von Behörden) zu tausenden geordert werden, dann kann das durchaus ein profitabler Markt sein.

    Es ist übrigens nicht so, dass es keine Blackberry-Smartphones mehr geben muss. Das Unternehmen hat sich – streng genommen – nur aus der Entwicklung zurückgezogen. Sie werden nicht mehr in Eigenregie produziert, gelagert, verkauft und verschrottet, wenn zu viele produziert wurden. Es kann gut sein, dass Alcatel weiterhin Blackberry-Smartphones anbieten wird und dafür Namen und Logo lizensiert.

    • Ja, das meinte ich ja auch. Für den Privatanwender ist das DTEK60 schon ziemlich uninteressant. Aber wenn BlackBerry diese im großen Stil im Business-Bereich verkaufen kann, wird das ertragreich. Und das ist ja schon sehr praktisch: Die haben tausende Geschäftskunden und Behörden, die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Da macht das DTEK schon Sinn, keine Frage.

      BlackBerry hatte ja schon mehr oder weniger mitgeteilt, dass es auf das Lizenzgeschäft hinauslaufen wird. Wenn sie dabei noch auf Qualität achten, kann das schon funktionieren. Oder der Name rutscht dann doch in die Bedeutungslosigkeit.

    • Ich sagte das ja schon beim DTEK50 und kann das hier wiederholen: Ich mag das Design! Okay, das mag baugleich mit denen von Alcatel sein und ansonsten nicht besonders originell. Aber ganz ehrlich: Wie originell ist das neue iPhone? Sie haben den Klinkenstecker weggelassen. Ja, hey! Da finde ich die frei programmierbare Komforttaste am Gehäuserand des DTEK60 besser. Sowas kann man wirklich brauchen.

      Ich hab nur ein ganz anderes Problem und ich merke das mittlerweile an meinem OnePlus One: Mir sind Smartphones mit 5,5 Zoll einfach zu groß. 5,0 wären ideal. Aber die besten bekommt man wirklich mittlerweile nur noch in 5,5. Oder 6,4… Siehe das Xiaomi Mi Mix. DAS finde ich übrigens innovativer als alle Smartphones der Etablierten zusammen (Galaxy Edge mal ausgenommen): https://trendblog.euronics.de/telefon-navigation/xiaomi-mi-mix-edel-phablet-ohne-rahmen-43370/

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*