Android-Smartphone von der Stange: Ist das das Ende von Blackberry?

Blackberry DTEK50: Willkommen im Android-Mainstream

Dass sich BlackBerry zunehmend von der eigenen Vergangenheit verabschiedet, deutete der Mobiltelefonhersteller schon vor geraumer Zeit an. Mit dem jetzt angekündigten DTEK50 kann sich das Unternehmen kaum noch von den Mitbewerbern abheben. Und das ist eine gute Idee?

Besonderheiten?

Erst kürzlich verkündete Blackberry das Ende des BlackBerry Classic verkündet, Smartphones mit Keyboard werden künftig nur noch eine Randerscheinung im Portfolio des Konzerns sein. Heute hat Blackberry das DTEK50 vorgestellt, das nicht einmal einen stylischen Namen trägt. Auch ein Blick auf die technischen Daten lässt kein „wow“ über die Lippen kommen.

Verbaut wird im Blackberry DTEK50 ein Snapdragon 617 Prozessor von Qualcomm, der Unterstützung von 3GB RAM und 16GB Flash-Speicher bekommt. Das 5,2 Zoll große Display verfügt über eine Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel), zwei Kameras (13 Megapixel Rückseite, 8 Megapixel Front) und einen 2610-mAh-Akku mit Quick Charge 2.0-Schnellladefunktion gibt’s auch. Ein microSD-Kartenslot (maximal 2TB) fehlt nicht. LTE, HSPA+ und GSM/GPRS/Edge gehören natürlich auch zu einer Selbstverständlichkeit.

Das Blackberry DTEK50: Solide, ja. Okay - klar. Aber sonst? (Foto: BlackBerry)

Das Blackberry DTEK50: Solide, ja. Okay – klar. Aber sonst? (Foto: BlackBerry)

Nüchtern betrachtet reden wir beim Blackberry DTEK50 über reguläre Technik aus dem oberen Mittelklasse-Bereich. Einzig die progammierbare Komfortaste am Gehäuse könnte ein Alleinstellungsmerkmal sein. Und BlackBerry installiert von Haus aus diverse Anwendungen für Sicherheit und Schutz der Privatsphäre. Außerdem ist von einer intelligenten Tastatur die Rede. Hier reden wir allerdings nur über ein Touchscreen-Keyboard. Das pure, nicht eingeschränkte Android 6.0 wird also mit hauseigenen Programmen wie BlackBerry Hub, DTEK, Password Keeper, BBM und der BlackBerry Calendar erweitert. Klingt wie ein Extra. Zum Großteil sind das allerdings Apps, die regulär im Google Play Store auch für andere Smartphones erhältlich sind.

Immerhin recht preisgünstig

Ehrlich gesagt enttäuscht mich das BlackBerry DTEK50 ein wenig. Sicher, der Preis von 339 Euro (UVP) ist ansprechend, genauso wirkt das Design stimmig. Aber irgendwie hätte ich von BlackBerry etwas mehr als Standard erwartet. Ob Fans der Kanadier mit diesem kreativarmen Androiden etwas anfangen können? Das werden sicherlich die Verkaufszahlen in Zukunft zeigen. Besonders rosig sollen sie mit dem bisherigen Ausflug in die Android-Welt schon mit dem eigentlich hübschen Blackberry Priv nicht gewesen sein.

Ab dem 8. August 2016 beginnt auch hierzulande die Auslieferung des BlackBerry DTEK50. Weitere Details – beim Hersteller.

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8 Kommentare zu “Blackberry DTEK50: Willkommen im Android-Mainstream
  1. Ganz ehrlich? Lieber Android-Mainstream für 339 Euro (und Straßenpreis wahrscheinlich bald unter 300), als ein Pseudo-Hightechgerät für mehr als den doppelten Preis (Priv). Das DTEK50 sieht aus wie die perfekte Kopie meines geliebten (aber leider nicht mehr brauchbaren) Nexus 4. Es hat nacktes Android, also dürften Updates kommen. Und bei der Kameratechnik musste sich Blackberry in den letzten Jahren vor keinem anderen verstecken.

    Einzige Schwachstellen, die ich sehe: der Akku könnte was mehr – und 16 GB Speicher? Hallo, wir schreiben das Jahr 2016!

    Aber sonst: will ich das haben oder zumindest mal testen!!!

  2. Du bist halt leicht zu begeistern. 😛
    Spaß beiseite: Ja, das Design find ich wie gesagt auch ansprechend, aber in der 300-Euro-Preisklasse gibt es soooo viele Smartphones. Und sei es das Top-Modell von LG/Samsung/HTC vom Vorjahr. BlackBerry stand für mich immer für „was Besonderes“. Und das sehe ich hier überhaupt nicht mehr…

    • Ist der Zeit auf jeden Fall nicht voraus, das stimmt. Aber ist die Frage, ob die Kunden sich für Blackberrys gewöhnliche Besonderheiten in den letzten Jahren überhaupt mal interessiert haben. Anscheinend nicht, sonst wären die Verkaufszahlen besser. Also warum nicht einfach mal im Mainstream versuchen, mit dem guten Namen zu punkten. 😉

    • Ich habe einen Blackberry Q10 gehabt und geliebt. Allein schon wie er sich angefühlt hat. Die abgerundete Rückseite, so dass er sich leicht vom Tisch aufnehmen ließ. Die Beschichtung des Displays, die weniger Fingerabdrücke zuließ und diese auch leichter wegwischen ließ. Dass nichts zer- oder abgebrochen ist, wenn er mal hinfiel (von 1,50 m auf Asphalt). Die Verarbeitung überhaupt. Das erwarte ich auch von einem Blackberry mit Android. Spätestens wenn ich das Gerät in der Hand gehalten habe, weiß ich, ob es einen Unterschied macht. Dann kann mir der Reste der oberen Mittelklasse gestohlen bleiben.

      Die Glasrückseite meines Sony Z5 compact ist jedenfalls schon hin.

  3. Mit gutem Namen punkten? So wie Nokia und Sony Ericcson? 🙂 Früher war BlackBerry ja schon erfolgreich, so ist es ja nicht. Den Anschluss verpasst und jetzt in der Beliebigkeit ankommen? Ich bleibe skeptisch. 🙂

    • Du meinst das Nokia, das von Microsoft ge-elop-ed wurde, zwei Jahre lang keine Smartphones produzieren durfte und auf dessen Neugeräte jetzt alle scharf sind? 😉 Ja, denke, mit einem altbekannten Namen kann man immer noch punkten.

      Skeptisch bleibe ich natürlich auch solange, bis ich das Ding selber getestet habe. 😉 Und dass man beim OnePlus 3 fürs gleiche Geld mehr bekommt, ist mir natürlich auch klar.

  4. Ein Kaufargument könnte eine ausgereifte und funktionierende Berechtigungszuteilung für die Apps sein, wie von BB10 bekannt. Also nicht „alles oder nichts“. Wenn das gegeben ist, könnte man eine bestimmte Käuferschicht erreichen, auch wenn die sicherlich nicht groß ist. Die meisten BlackBerry-Fans dürften aber an den alten BB10-Geräten festhalten, die hohe Rückgabequote des PRIV bestätigt dies, denke ich.

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