BlackBerry-Chef erwägt Ausstieg aus dem Smartphone-Geschäft

Über ein Aus des Handy-Segments bei BlackBerry wird schon lange spekuliert. Auch wir hatten über das defizitäre Geschäft des kanadischen Unternehmens mit Smartphones und ein mögliches Abstoßen der Sparte schon berichtet. Jetzt hat auch BlackBerry-CEO John Chen klargestellt, dass er nicht weiter am Business mit Smartphones festhalten will, wenn dabei keine Gewinne mehr erwirtschaftet können. Ein Ende der Handy-Produktion beim Smartphone-Pionier BlackBerry scheint damit immer näher zu rücken.

„Wenn ich mit Telefonen nichts verdienen kann, werde ich nicht im Geschäft mit Telefonen sein“, bringt der Chef von BlackBerry, John Chen, die Sache mit unangreifbarer Logik auf den Punkt. Doch damit könnte schon bald eine bislang 15 Jahre andauernde Epoche der Smartphone-Geschichte zu Ende gehen, zu der rund 80 Millionen Nutzer von BlackBerry-Handys beigetragen haben. Der zunehmende Konkurrenzdruck im hart umkämpften Smartphone-Markt der letzten Jahre hatte das Unternehmen aber immer weiter in Schwierigkeiten gebracht. Chen scheint jetzt die Konsequenzen ziehen zu wollen und kündigt zum weiteren Geschäft mit Smartphones bei BlackBerry eine baldige und endgültige Entscheidung an.

Gleichzeitig will Chen offenbar an seinem Betriebssystem, der Software sowie Unternehmensdiensten festhalten und lediglich die Produktion der Hardware aufgeben. Auch über neue strategische Partnerschaften mit Unternehmenskunden und Behörden werde nachgedacht um in diesen Bereichen die sicheren Kommunikationsdienste von BlackBerry auch weiterhin anzubieten. „Ich denke, unsere Firma wird stark unterbewertet und hat noch eine sehr positive Zukunft vor sich“, gibt sich John Chen, der das Unternehmen seit November 2013 führt, selbstbewusst.

Tatsächlich musste BlackBerry im letzten Quartal jedoch einen Verlust von 423 Millionen US-Dollar hinnehmen, wodurch auch der Wert jeder BlackBerry-Aktie um 80 US-Cent gesunken ist. Auch der Absatz neuer Handys mit dem aktuellen Betriebssystem BlackBerry 10 läuft bislang eher schleppend. Bis Mitte 2015 will der als Turnaround-Spezialist geltende Chen den angeschlagenen Handyhersteller vor allem in den Führungsetagen umbauen und letztendlich wieder auf Erfolgskurs bringen.

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