Apple: iPhone 13 wieder mit Pro und Mini

Apple hat das iPhone 13 vorgestellt – zusammen mit zwei Pro- und einer Mini-Version. Dazu gibt es neue iPads und die Apple Watch 7.

Apple: iPhone 13 wieder mit Pro und Mini

Verblüffend geringe Veränderungen im Vergleich zu Vorgängern: Apple hat wieder vier neue iPhones vorgestellt und die Kamerasysteme und die Akkulaufzeit dabei verbessert. Besonders spannend klingt der Cinematic Mode. Mehr Änderungen gibt es aber bei der Apple Watch 7 und den neuen iPads.

Apple iPhone 13 (Mini): Bewährtes mit neuer Technik

Apples neues Smartphone-Flaggschiff hört auf den Namen iPhone 13 und stellt einen Schritt in die Zukunft und einen Blick zurück gleichermaßen dar.

Die Neuerungen im iPhone 13 sind vor allem im Inneren zu finden. (Foto: Apple)

Das Design erinnert stark an die 4er-Revision, unter der Aluminiumverschalung haben die Ingenieure aber den Aufbau optimiert. Dadurch sei es möglich, neue Technologien zu verbauen, den Akku zu vergrößern und das Maximum aus der Dual-Kamera rauszuholen.

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Dieser Beitrag ist nicht der einzige, den wir dazu geschrieben haben. Mehr Texte über das iPhone findet ihr auf unserer Themenseite iPhone.

Eine Porträt-Linse sowie ein Weitwinkel-Objektiv mit je 12 Megapixeln Auflösung gehören zur Ausstattung des iPhone 13. Während die Pixel-Anzahl gleich bleibt, ist der verbaute Sensor größer und setzt auf neue Aufnahme-Möglichkeiten wie den Cinematic Mode.

Die Kamera-Software hat Apple um einen neuen Fokus mit hübschem Bokeh-Effekt erweitert – im Apfel-Universum heißt das „Cinematic Mode“. (Foto: Apple)

In diesem könnt ihr mit der Bildschärfe spielen und Objekte im Vorder- oder Hintergrund betonen und automatisch tracken lassen. Apple illustrierte den praktischen Nutzen im Kurzfilm »Whodunnit«.

Das iPhone 13 ist kein radikaler Philosophiewechsel, stattdessen packen die Ingenieure aktuelle Technologie auf kleinsten Raum. Von der Prozessorausstattung mit dem Sechskerner A15 Bionic aus eigenem Hause über die Speicherbestückung bis zur Konnektivität ist das iPhone 13 voll auf Höhe der Zeit.

Zur Seite stellt Apple das iPhone 13 Mini. Ein handlicheres Smartphone mit nahezu identischer Technik – nur beim Akku ist die Schrumpfung bemerkbar.

Apple iPhone 13 (Mini) (Gewicht: 174 g / Mini: 141 g)
Maße: 146,7 x 71,5 x 7,7 mm / Mini: 131,5 x 64,2 x 7,7 mm
Prozessor: Apple A15 Bionic / Grafikeinheit: Apple-eigene GPU
Display: 6,1 Zoll Touchdisplay, 2.532 x 1.170 Pixel (19,5:9-Seitenverhältnis) / Mini: 5,4 Zoll Touchdisplay, 2.340 x 1.080 Pixel (19,5:9-Seitenverhältnis)
Arbeitsspeicher: 6 GB / Flashspeicher: 128 GB, 256 GB oder 512 GB
Kamera: rückseitig Porträtlinse mit 12 MP (f/2.4) und Weitwinkelobjektiv mit 12 MP (f/1.6) / Frontkamera mit 12 MP (f/2.2)
Ausstattung: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / 5G / Bluetooth 5.0 / NFC / Lightning-Anschluss
Betriebssystem: iOS 15
Akkulaufzeit: laut Apple +2,5 Stunden beim iPhone 13 und +1,5 Stunden beim iPhone 13 Mini

Two More Things: iPhone 13 Pro und Pro Max

Apple-Chef Tim Cook hatte noch zwei weitere Pro-Modelle im Köcher. Beide setzen auf ein neues Gehäuse mit glänzendem Metallrahmen und auf eine Dreifach-Kamera auf der Rückseite. Diese stellte Apple ins Zentrum, denn damit könnt ihr von Makro- über Porträt- und Weitwinkel- bis zur Tele-Fotografie das ganze Spektrum optischer Bildkomposition nutzen.

Hochglänzende Kanten und Technik auf Top-Niveau. Die Pro-Modelle führen die Evolution des Smartphones fort. (Foto: Apple)

In die Hardware klinkt sich der Software-Unterbau ein. Neu sind verschiedene Foto-Stile, die ihr einmalig definieren und immer wieder automatisiert anwenden könnt. Damit entfällt der RAW-Entwicklungsprozess, bei dem ihr euren Fotos in Lightroom, Luminar oder Affinity eine eigene Persona verleiht.

Seid ihr daran interessiert, einen eigenen Film zu drehen, dürften euch die Neuerungen im Bewegtbild verzücken. Die optische Bildstabilisation, der Cinematic Mode und ein hochauflösendes, verlustfreies Aufnahmeformat sind eine Neuerung im Smartphonebereich. Wobei Apple hier konkretisiert, dass das Spiel mit der Tiefenschärfe über die Aufnahme-Software funktioniert. Für Laien ein Glücksfall, denn so könnt ihr noch im Nachgang die Szene optimieren.

iPhone 13 Pro mit adaptivem 120-Hz-Display

Herauszustellen ist noch, dass die Pro-Modelle nun endlich auch über ein 120-Hz-Display mit adaptiver Bildwiederholungsrate verfügen und die Bildwiederholungsrate dynamisch anpassen. In einem Spiel stellt das Telefon die Action mit bis zu 120 Bildern pro Sekunden dar, in einer Reader-App sinkt dieser Wert auf bis zu 10 Bilder/s, um den Akku zu schonen.

Seine Stärken spielt das Pro-Duo erst im Bewegtbild aus. (Foto: Apple)

Die Hardware-Komposition setzt grundlegend auf die gleichen Merkmale wie das reguläre 13er-Duo: Apple A15 Bionic als Prozessor, satte 8 GB Arbeitsspeicher und bis zu 1 TB Flashspeicher. Das hochauflösende, mit bis zu 1000 nits helle Display mit 6,7 Zoll im Max- und 6,1 Zoll im Pro-Modell stellt Inhalte in HDR dar und passt die Farben ans Umgebungslicht an. Das Pro-Duo verfügt über eine Wireless-Charging-Funktion und ist staub- sowie wassergeschützt. Natürlich ist das Pro-Duo 5G-fähig.

Apple iPhone 13 Pro (Max) (Gewicht: 204 g / Max: 240 g)
Maße: 146,7 x 71,5 x 7,7 mm / Max: 160,8 x 78,1 x 7,7 mm
Prozessor: Apple A15 Bionic / Grafikeinheit: Apple-eigene GPU
Display: 6,1 Zoll Touchdisplay mit adaptiven 120 Hz, 2.532 x 1.170 Pixel (19,5:9-Seitenverhältnis) / 6,7-Zoll-Touchdisplay mit adaptiven 120 Hz, 2.778 x 1.284 Pixel (19,5:9-Seitenverhältnis)
Arbeitsspeicher: 8 GB / Flashspeicher: 128 GB, 256 GB, 512 GB oder 1 TB
Kamera: rückseitig: Porträtlinse mit 12 MP (f/1.8), Weitwinkelobjektiv mit 12 MP (f/1.8) und Tele-Objektiv mit 12 MP (2.8) / Frontkamera mit 12 MP (f/2.2)
Ausstattung: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / 5G / Bluetooth 5.0 / NFC / Lightning-Anschluss
Betriebssystem: iOS 15
Akkulaufzeit: Laut Apple 1,5 Stunden mehr (Pro) und 2,5 Stunden (Pro Max) mehr als bisher

iPad 9: Doppelter Speicher, kleiner Preis

Apple wertet seine Tablet-Sparte mit neuen Prozessoren, mehr Speicherplatz und zeitgemäßen Kameras auf. Das Einstiegsgerät heißt iPad 9 und setzt auf eine Kombination aus A13-Bonic-Prozessor von 2019, eine Weitwinkel-Kamera und mindestens 64 GB Flashspeicher. Gegenüber dem Vorgängermodell rechnet es 20 Prozent schneller und kann Innovationen wie die Center-Stage-Technologie nutzen. Diese wählt bei Videokonferenzen immer den idealen Bildausschnitt und verfolgt euch zum Beispiel auch dann, wenn ihr euch etwas nach links oder rechts bewegt.

Ein iPad für die Schule? Das 9er Modell überzeugt mit guter Technik und einem günstigen Preis. (Foto: Apple)

Zielgruppe dieses günstigen iPads sind vor allem Schüler, die sich über die automatisierte Handschriftenerkennung und das augenschonende 10,2-Zoll-Display freuen dürften, welches die Bildschirminhalte farblich ans Umgebungslicht anpasst.

Das iPad 9. Generation ist ab 24. September 2021 erhältlich – natürlich auch bei Euronics. Die Preise zu Markstart beginnen bei 379 Euro inkl. Steuern.

Apple iPad 9. Generation (Gewicht: 487 g (Wi-Fi), 498 (LTE))
Maße: 250,6 x 174,1 x 7,5 mm
Prozessor: Apple A13 Bionic / Grafikeinheit: Apple-eigene GPU
Display: 10,2-Zoll-Touchdisplay mit 2.160 x 1.620 Pixel (4:3-Seitenverhältnis)
Arbeitsspeicher: keine Angabe / Flashspeicher: 64 GB oder 256 GB
Kamera: rückseitig: Weitwinkellinse mit 8 MP (f/2.4, 122°) / Selfie-Kamera mit 12 MP (f/2.4)
Ausstattung: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / LTE / Bluetooth 4.2 / NFC / Lightning-Anschluss
Betriebssystem: iPad OS 15
Akku: 32,4 Wh

iPad Mini: Facelift und flotter Prozessor

Ein Redesign hat das iPad mini erfahren. Der Home Button samt Touch-ID-Fingerabdrucksensor wandert von der Front auf die obere Kante. Den so gewonnenen Platz füllt der 8,7 Zoll Bildschirm aus.

Statt Lightning setzt Apple künftig auf USB-C und öffnet die Schnittstelle für Zubehör wie Systemkameras mit Bridge-Technologie oder – sehr speziell – ein portables Ultraschallgerät. Ausgestattet ist das iPad Mini mit dem aktuellen A15-Bionic-Chip, einer Ultraweitwinkel-Selfieknipse und magnetischer Haltevorrichtung für den Apple Pencil 2.

Apple iPad Mini (Gewicht: 293 g (Wi-Fi), 297 (5G))
Maße: 195,4 x 134,8 x 6,3 mm
Prozessor: Apple A15 Bionic / Grafikeinheit: Apple-eigene GPU
Display: 8,7-Zoll-Touchdisplay mit 2.266 x 1.488 Pixel (3:2-Seitenverhältnis)
Arbeitsspeicher: keine Angabe / Flashspeicher: 64 GB oder 256 GB
Kamera: rückseitig: Weitwinkellinse mit 8 MP (f/2.4, 122°) / Selfie-Kamera mit 12 MP (f/2.4)
Ausstattung: WLAN 802.11 a/b/g/n/ac/6 / 5G / Bluetooth 5.0 / NFC / Lightning-Anschluss
Betriebssystem: iPad OS 15
Akku: 19,3 Wh

Apple Watch Series 7: Mehr Platz, erweitertes Tracking

In direkte Konkurrenz zur neuen Samsung Galaxy Watch4 tritt die Apple Watch Series 7. Vollgestopft mit Sensoren und einem neuen Prozessor ist es vor allem das Display, das einen großen Sprung verspricht. Der Bildschirm ist gewachsen, sein Rahmen aber geschrumpft.

Den zusätzlichen Platz nutzt Apple, um mehr Text und Informationen darzustellen und über größere Buttons den Bedienkomfort zu erhöhen. Neu ist die IP68-Zertifizierung, welche die Watch Series 7 als staub- und wassergeschützt ausweist.

Einfach mal entspannt in der Wüste den Puls messen – mit der Apple Watch Series 7 möglich. (Fotos: Apple)

Der Akku hält bis zu 18 Stunden durch – und lässt sich mit fast Charging via USB-C binnen 45 Minuten laden. Das Betriebssystem erweitert Apple um neue Tracking-Funktionen und viele, viele neue Workout-Optionen. Nicht ganz ohne Hintergedanken…

Apple Fitness+: Bald in Deutschland

Denn Apple ist bereits mit einem eigenen Abo-Dienst am stark wachsenden Fitness-Markt aktiv und bringt diesen nun auch nach Deutschland. Fitness+ sei, so Apple, der erste Service, der um die Apple Watch herum aufgebaut ist. Ohne die Apfel-Uhr geht also nichts.

Die Workout-Videos in Apple Fitness+ laufen auf verschiedenen Geräten – fürs Tracking braucht ihr zwingend eine Apple Watch. (Foto: Apple)

Das Angebot fällt mit 10 Sportarten üppig aus und bietet von Pilates über Meditation bis zum Kraft- und Ausdauersport ein breites Portfolio an. Damit die körperliche Ertüchtigung in den individuellen Alltag passt, bietet Apple Fitness+ Workouts von 5 bis 45 Minuten an.

Die Fitness-Sessions sind aufwendig produziert und setzen auf eine persönliche Bindung zwischen charismatischen Vorturnern und euch. Leider ist das gesprochene Wort auf Englisch, das immerhin in sechs Sprachen untertitelt ist.

Für Zwischendurch gibt es kurze Workouts. Maximal dauert eine Fitness-Stunde 45 Minuten. (Foto: Apple)

In Deutschland startet der Service offiziell im Spätherbst. Einen kostenlosen Schnuppermonat gibt es für alle Interessierten. Lauft ihr eine Apple Watch, spendiert der Hersteller 3 Gratismonate. Die weitere Preisgestaltung dürfte sich an den US-Abos orientieren. Das schlägt mit 9,99 US-Dollar pro Monat oder knapp 80 US-Dollar für ein Jahr zu Buche.

Apple TV+: Exklusiv-Serien und Fremdproduktionen

Apple setzt beim Streaming-Service TV+ künftig nicht mehr nur auf Eigenproduktionen, sondern kauft munter bei etablierten Filmstudios ein. Das dürfte die Abonnenten freuen, die so ein wesentlich größeres Angebot vorfinden. Dennoch war Apple-Chef Tim Cook bemüht, die Exklusiv-Serien und Filme in den Vordergrund zu stellen.

Tim Cook hebt bei Apple TV+ Eigenproduktionen wie Ted Lasso hervor. (Foto: Apple)

Dazu gehören das Emmy-nominierte Ted Lasso, die zweite Staffel von The Morning Show und eine Produktion mit dem US-Talkmaster Jon Stewart. Wann die einzelnen Serien und Staffeln starten, kommunizierte der Konzern nicht. Hier schließt sich der Kreis. Denn einige der Kretaivschaffenden, so Cook, hätten für Apple TV+ diverse Serienfolgen und Filme mit dem Cinematic Mode der neuen iPhone 13 geschossen.

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