Unlimitiertes Internet per 5G wird immer bezahlbarer und kann einen DSL- oder Glasfaseranschluss ersetzen. Vor allem aber wird es mobil dort eingesetzt, wo Bedarf ist. Aber 5G-Router sind nicht selten kostspielig… Tut es nicht auch ein ausrangiertes 5G-Smartphone, das einen Hotspot bereitstellt? Wir haben es ausprobiert.
5G-Internet zu Hause und unterwegs
Das Internet fliegt sowieso schon durch die Luft, warum es also aus einem Kabel holen? Gut, ein Glasfaseranschluss ist schneller als 5G, aber die bis zu 10 GBit/s, die 5G liefert, sind für die meisten Anwendungen ausreichend. Auch wenn du das „bis zu“ im Alltag vermutlich niemals erreichst, ist die reale Bandbreite für die meisten Anwender ausreichend. Wer keine Spiele herunterlädt oder online spielt, kommt mit 5G oft gut hin.
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5G-Router vs 5G-Smartphone
Während 4G-Router sehr günstig sind, fangen 5G-Router meist erst ab etwa 200 Euro an – das ist ganz schön viel! Da könntest du auf die Idee kommen, statt eines Routers ein 5G-fähiges Smartphone als Router einzusetzen. Einfach dauerhaft im Strom lassen und einen Hotspot eröffnen – fertig!
Der Praxistest zeigt aber schnell: So genial der Plan klingt, er geht nur selten auf.
Denn die Vorteile eines echten 5G-Routers sind eindeutig:
- Ein 5G-Router wie der Vodafone Gigacube 5G bietet bis zu 2,67 GBit Downloadgeschwindigkeit. Smartphonehersteller machen in der Regel keine Angaben dazu,
- 5G-Router bieten in der Regel superschnelles WLAN an, während die Hotspots von Smartphones häufig sogar nur ein 2,4 GHz Netz eröffnen.
- Die Antennen in einem Router haben in der Regel eine höhere Reichweite.
- Die Anzahl der verbundenen Geräte ist bei Smartphone-Hotspots normalerweise auf 10 begrenzt.
- Das Smartphone muss dauerhaft am Strom sein, das ist vom Hersteller nicht vorgesehen – erhöhte Brandgefahr!

5G-Smartphone als Router: Der Praxistest
Sowohl ein günstiges realme-Smartphone als auch ein höherwertiges Google Pixel durften sich als Router über mehrere Wochen ausprobieren.
Das Ergebnis: Stark schwankende Geschwindigkeiten und regelmäßige Abbrüche, die sich nur durch einen Neustart des Hotspots oder des Telefons beheben ließen.
Das größte Problem, zumindest im Haushalt einer technikaffinen Nutzerin, ist aber die Limitierung auf zehn Geräte. Das klingt erstmal wahnsinnig viel, aber ich nutze zwei Smartphones, ein Tablet, drei Computer, einen Smart-TV, zwei Alexas und eine Überwachungskamera. Das sind zehn Geräte – wenn meine Besucher mein WLAN nutzen möchten, muss ich sicherstellen, dass Fernseher und Computer nicht aktiv verbunden sind. Für einen Haushalt mit mehreren Personen können zehn Geräte auch dann eng werden, wenn nicht jedes Haushaltsgerät mit dem Internet verbunden ist.
Fazit
Wer seine Internetverbindung nur zum Surfen nutzt, der kann mit einem ausrangierten 5G-Smartphone hinkommen. Wer aber keine Lust auf Abbrüche während des Filmgenusses hat oder viele internetfähige Geräte besitzt, ist gut damit beraten, etwas mehr in einen echten 5G-Router zu investieren.
