Facebook, Twitter, Instagram: Sinkt das Interesse an den sozialen Netzwerken?

Werden die Menschen in Zukunft keine Lust mehr auf Twitter, Snapchat, Facebook und Instagram haben? Einer Studie zufolge sinkt zumindest die Nutzung der jeweiligen Apps. Die Gewinner sind die privateren Messenger.

Keine Lust mehr?

Die älteren Generationen fragen sich gewiss ohnehin nach wie vor, wieso die „Jugend“ so viel Zeit in den sozialen Netzwerken verbringt, um dort Banalitäten des Alltags zu teilen. Abseits dieses Vorurteils hat es den Anschein, als findet tatsächlich eine Art Sättigung bei den Nutzern statt. Similarweb.com zufolge reduzierten die Menschen in vielen Regionen dieser Welt den Konsum diverser Social-Media-Apps. Die Durchschnittswerte klingen noch lange nicht besorgniserregend, aber ein Abwärtstrend ist zu erkennen. Der Hype rund um Snapchat ist gar nicht mal so gravierend, denn in Deutschland purzelte die Nutzungsdauer von 13,68min (1. Quartal 2015) auf 12,63min (1. Quartal 2016). Stärker ist das sinkende Interesse bei Instagram (von 24,25min auf 20,33min im Durchschnitt in Deutschland) oder Twitter (11,98min auf 9,88min im Durchschnitt in Deutschland) zu erkennen.

Instgram fällt weltweit. (Foto: Similarweb)

Instgram fällt weltweit. (Foto: Similarweb)

Deinstallierte Apps

Auch die Anzahl der Installationen der Facebook-App ging nach unten. Im März 2015 war das soziale Netzwerk auf 63,05 Prozent der hiesigen mobilen Geräte installiert, im März 2016 war es „nur“ noch bei 55,91 Prozent der Fall. Die Verbreitung von Instagram, Twitter und Snapchat steigt hierzulande zwar noch, nicht aber die durchschnittliche Nutzungsdauer.

Natürlich sollte man relativieren: In anderen Ländern ist die Situationen auch verändert. So werden die sozialen Netzwerke in den USA sehr viel intensiver verwendet, ein Wachstum ist in manchen Schwellen- und Entwicklungsländern deutlich zu erkennen. Tendentiell allerdings deinstallieren User weltweit Apps der populärsten Netzwerke oder verkürzen die Zeit, die sie in diesen „vergeuden“. Das kann sich mittel- und langfristig auf die Zukunft dieser auswirken – was die Präsentation der Werbung oder die Art der Dienstleistungen betrifft. Denn was SimilarWeb auch erkannte: Messenger wie Whatsapp oder Facebook Messenger legen dafür zu. Ziehen wir uns langsam, aber stetig aus der digitalen Öffentlichkeit zurück, um uns wieder privateren Gesprächen mit (realen) Freunden zu widmen?

(Foto: Shutterstock / SimilarWeb)

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