Toten-Hosen-Spotify

Die Toten Hosen seit heute auf Streaming-Diensten verfügbar

Ebenso wie die Ärzte haben sich die Toten Hosen lange gesperrt, ihre Alben für Streaming-Dienste verfügbar zu machen. Das hat sich nun geändert. Zahlreiche Stücke der Punkband gibt es jetzt auf Spotify, Apple Music und Co.

Musikgeschmäcker sind natürlich nicht universell. Wenn ich mich also selbst darüber freue, dass die Toten Hosen seit dieser Woche auf Spotify, Napster, Google Music und vielen anderen Streaming-Diensten zur Verfügung steht, dann muss euch das nicht so gehen.

Allerdings ist das ein wichtiges Zeichen. Denn die Hosen hatten sich als eine der letzten bekannten deutschen Bands sehr lange gegen eine Verbreitung ihrer Werke auf Streaming-Diensten gesperrt. Richtungsweisend, wenn man das nun geändert hat.

Auch Rammstein (das ist weniger meine Musik, aber dafür vielleicht eure) hatte sich ähnlich wie die Toten Hosen lange gegen Streaming ausgesprochen. Seit Ende 2014 sind die Alben der Berliner aber doch auf einigen Streaming-Plattformen verfügbar, wenn auch leider nicht auf allen.

Auf dem Weg zum universellen Katalog?

Soll heißen: Nach und nach werden sie dann doch alle schwach. Fehlen vielleicht noch Herbert Grönemeyer und – natürlich – “Die Ärzte” auf Streaming-Diensten. Aber die letzten könnten nun nach und nach auch ihren Widerstand aufgeben, so meine Vermutung.

Problematischer ist eigentlich, dass der Markt zerklüftet ist. Einige Künstler weigern sich nach wie vor, ihre neuesten Werke auf Streamingdiensten verfügbar zu machen. Andere, wie Popsternchen Taylor Swift lässt ihre Musik nur auf Apple Music streamen. Der Dienst Tidal ist ebenfalls an den Start gegangen, um einigen beteiligten Künstlern wie Beyoncé Exklusivdeals zu sichern. Ausgewählte Musik von diesen gibt es dann nur auf Tidal und sonst keinem Streaming-Dienst zu hören.

Prince: Streaming erst postum

Ich will das den Künstlern gar nicht vorwerfen. Über Streaming können sie meist weniger verdienen als mit CD- oder Download-Verkäufen – zumal sie den Löwenanteil ihrer Einnahmen in der Regel noch an ihre Plattenfirmen abgeben müssen. Für Verbraucher zumindest sind Streaming-Dienste eigentlich fair: Sie können für meist 10 Euro oder noch weniger im Monat unbegrenzt Musik hören. Zuletzt kamen auch Hörspiele wie “Die drei ???” dazu. Ich bin ein Freund von Streaming, aber es gibt natürlich auch Gegner, die unter anderem beklagen, dass Kunst durch das beliebige “Reinhören” entwertet würde.

Zuletzt auf jeden Fall waren Alben des Musikers Prince zu Streaming zurückgekehrt. Der Künstler hatte sich ebenfalls lange gegen Streaming ausgesprochen. Im vergangenen Jahr war er verstorben.

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