Symbole auf der Waschmaschine: Durch den Programm-Dschungel

Was muss ich drücken, damit die Waschmaschine startet? Das richtige Programm zu finden, ist gar nicht so einfach. Wir erklären die Symbole.

Symbole auf der Waschmaschine: Durch den Programm-Dschungel

Eine Wanne mit einem senkrechten Strich darin. Daneben das gleiche Symbol mit zwei Strichen. Wo muss nun das Waschmittel hinein?

Die Symbole auf einem Waschmaschine sind nicht immer selbsterklärend. Beim Einfüllen des Waschmittels wie auch bei der Wahl des Waschprogramms. Auf den meisten Geräten findet ihr dieselben Piktogramme oder zumindest ähnliche. Stilisiert sollen sie zeigen, was in der Maschine passiert.

Wir sagen euch, was die Symbole bedeuten.

Schublade fürs Waschmittel

Die Wanne mit zwei senkrechten Strichen (eine römische Zwei) steht für die Hauptwäsche. Hier muss das Waschmittel hinein. Falls eure Waschmaschine dieses Symbol auch bei der Programmwahl anzeigt, könnt ihr hier die Temperatur für den Hauptwaschgang einstellen.

Die Wanne mit einem einzigen senkrechten Strich steht für die Vorwäsche. Früher wurde stark verschmutzte Wäsche vorab eingeweicht. Heutzutage ist das nicht mehr notwendig. Die einzelnen Programme steuern den Ablauf mit verschiedenen Phasen selbst, ohne dafür extra Waschmittel für die Vorwäsche zu benötigen.

Die Blume mit fünf oder sechs Blütenblättern steht für den Weichspüler. Der macht die Wäsche weich und lässt sie duften. Aus ökologischen Gründen solltet ihr darauf verzichten.

Die üblichen Waschprogramme

Moderne Waschmaschinen beherrschen so viele Programme, dass es gar nicht ausreichend Symbole gibt, die allgemein verständlich wären. Das Programm stellt ihr über ein Steuerrad ein oder über ein Display. Die Programmnamen sind dann meist ausgeschrieben.

Bei älteren Waschmaschinen wählt ihr das Programm meist per Taste, neben der ein Symbol steht. Oder die Gradzahl bei den drei häufigsten Programmen: 30 Grad, 60 Grad und 90 Grad. Manchmal findet ihr auch 20 Grad, 40 Grad und 95 statt 90 Grad. Für besondere Programme oder Funktionen gibt es dann Tasten mit dem entsprechenden Symbol.

Das Wollknäuel steht für Wolle. Das Programm wählt bereits eine niedrigere Temperatur. Wenn ihr allerdings Angst um euren Wollpullover habt und es eure Waschmaschine erlaubt: Wählt lieber 20 statt 30 Grad und eine niedrige Schleuderzahl.

Ein Kreisbogen, aus dem Wasserstrahlen von oben nach unten kommen, steht für das Spülprogramm. Ich nutze das schon mal, wenn sich nach dem Waschen noch Schaum in der Maschine befindet. Alternative Symbole sind eine Wanne mit sich bewegendem Wasser, das aber auch für die Handwäsche stehen kann.

Die Spirale steht für das Schleuderprogramm. Dies könnt ihr zusätzlich laufen lassen, wenn ihr eure Wäsche von möglichst viel Wasser befreien wollt, damit sie anschließend schneller trocknet. Wenn eure Waschmaschine den Programmverlauf mit Symbolen anzeigt, werdet ihr die Spirale auch dort finden.

Schonende Programme für empfindliche Stoffe

Die Wanne mit der Hand in sich bewegendem Wasser steht für die Handwäsche. Im ersten Moment klingt das paradox: Handwäsche in der Waschmaschine. Tatsächlich geht es nur darum, die Wäsche möglichst schonend zu waschen. Das macht das Programm.

Die Wanne mit einem höheren Wasserstand, oft auch mit einem Pfeil, der unter Wasser von unten nach oben zeigt, steht für die Feinwäsche. Auch hier handelt es sich um ein besonders schonendes Waschprogramm – mit erhöhter Wassermenge.

Die Feder steht für das Sensitivprogramm, eine weitere schonende Art zu waschen.

Der Schmetterling meist mit ausgebreiteten Flügeln steht für empfindliche Stoffe.

Der Schal steht oft für Seide. In diesem Programm könnt ihr aber auch andere empfindliche Stoffe wie Viskose und Leinen waschen – allerdings nicht alle zusammen. Seide solltet ihr nur mit Seide waschen. Da der Schal nicht immer eindeutig als Seidenschal zu erkennen ist, steht manchmal auch das Wort Seide dabei.

Ein Dreieck, das meist an einer Stelle oben nicht geschlossen ist, steht für Synthetik, also für Kleidungsstücke aus Chemiefasern. Das Dreieck soll übrigens einen Erlenmeyerkolben symbolisieren, wie wir ihn aus dem Chemieunterricht kennen.

Die Schneeflocke bzw. der Schneekristall steht für die Kaltwäsche. Wobei die Maschine das Wasser nicht auf eine bestimmte Temperatur abkühlt, sondern schlicht das kalte Wasser aus der Leitung nimmt.

Kaum eine Waschmaschine wird über alle dieser Schonprogramme verfügen. Auch wenn es mehrere sein sollten: sie werden sich nicht groß unterscheiden. Wichtig ist lediglich, dass ihr empfindliche Wäsche mit einem dieser Schonprogramme wascht. Die Wollwäsche zähle ich auch noch dazu. Ein mildes Waschmittel. Keine scharfen Gegenstände wie offene Reißverschlüsse. Nur leicht beladen, damit nur wenig Reibung entsteht.

Extra-Programme: Schnell oder energiesparend

Die Uhr steht für das Kurzprogramm. Meist läuft es in 15 min durch. Manchmal steht das Symbol auch nur für eine Extrafunktion, die das gewählte Grundprogramm verkürzt, indem zum Beispiel das Aufheizen beschleunigt wird – unter Einsatz von mehr Energie. Auf älteren Maschinen findet ihr auch noch einen laufenden Menschen für das Schnellprogramm.

Das E in verschiedenen Schreibweisen steht für energiesparende Programme. Früher musstet ihr diese Taste drücken, um aus einem normalen Programm die Ökovariante zu machen. Heutzutage sind das meist getrennte Programme auf dem Wählrad oder Display.

Warnhinweise und Probleme mit der Maschine

Der Wasserhahn steht für kein Programm, sondern für einen Warnhinweis. Er zeigt an, das etwas mit dem Wasserzulauf nicht stimmt. Meist ist der Wasserhahn nicht geöffnet, manchmal die Leitung blockiert oder der Aquastopp defekt.

Die mit Wasser gefüllte Wanne mit einem Pfeil nach unten über einer Öffnung steht für das Abpumpprogramm bzw. den Ablauf. Wenn ihr ein Programm manuell beendet habt oder dieses aus irgendwelchen Gründen nicht durchläuft, könnt ihr mit diesem Extraprogramm das Wasser abpumpen. Das Symbol kann auch bei einer Anzeige des Programmablaufs für das reguläre Abpumpen stehen.

Das Vorhängeschloss steht für die Türsperre. Dies ist keine Taste, sondern eine Anzeige. Jetzt läuft die Maschine, die Tür darf und kann nicht mehr geöffnet werden. Einige moderne Waschmaschinen verfügen jedoch über eine Nachlegefunktion. Dann stoppt kurz das Programm, der Wasserstand in der Trommel sinkt, ihr könnt die Tür öffnen und die vergessene Socke hineinlegen.

Die Rohrzange oder ein anderes Werkzeug steht für einen Fehler. Meist kann das Programm nicht starten oder durchlaufen, weil es einen Defekt in der Maschine gibt und ihr den Handwerker rufen müsst – oder den Reparaturservice für Waschmaschinen von Euronics.

Fazit: Gar nicht so schwer

Wäsche waschen ist nicht schwer. Ihr müsst nur die Wäsche richtig sortieren und an der Waschmaschine das dazu passende Waschprogramm finden. Und falls eure neue Maschine die Bedienung mal wieder neu erfunden hat, müsst ihr euch etwas umorientieren.

Aber nur etwas, denn die meisten Hersteller verwenden die gleichen Symbole auf ihren Waschmaschinen.

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