Mikrowelle mit Slim Fry im Test: Nicht billig, aber schick und praktisch

Eine Mikrowelle, die nahezu alles kann? Die Samsung MC 28 H5135CK sieht nicht nur schick aus, sondern soll auch noch leistungsstark sein und erstaunlich viel können. Unser Test bestätigt das, nur ein Schnäppchen ist das gute Stück nicht.

Auf der Suche

Nachdem sich meine letzte Mikrowelle nach stolzen zehn Jahren verabschiedete, schaute ich intensiv danach, was sich nach all den Jahren in diesem Bereich tat. Und die Ernüchterung war recht groß: Keine riesigen Touchscreens, keine integrierten Internet-Radios, keine Möglichkeit, Videos von Fertigpizzas live bei YouTube hochzuladen. War die Zeit im Sektor der Mikrowellen stehengeblieben? Sicherlich ist technologischer Fortschritt nicht immer gleichzusetzen mit sinnvollen Neuerungen, nur ein paar frische Ansätze hätte ich mir von meinem neuen Ofen schon gewünscht. Im niedrigen Preissegment gab es allerdings nichts, was mich wirklich an „Innovationen“ angesprochen hätte.

Schicke Optik. (Foto: Sven Wernicke)

Schicke Optik. (Foto: Sven Wernicke)

Doch da war dann die Samsung MC 28 H5135CK. Auf einen eingängigen Namen verzichteten die Koreaner, einzig die Bezeichnung „Smart Oven“ deutete an, dass etwas mehr in der Küchenmaschine steckte. Aber um es vorweg zu nehmen: Smart bezieht sich in diesem Fall nicht auf Verbindung zum Internet oder eine Möglichkeit zum Einbinden ins Smart Home. So sehr ich mir das irgendwie gewünscht hätte. Dafür aber beglückte mich die H5135CK mit anderen Aspekten.

Wieso gerade die?

Es ist leider immer so eine Sache: Wenn möglich, möchte ich keine Kompromisse bei einem elektrischen Gerät eingehen. Und so kamen günstige Mikrowellen gar nicht infrage, schließlich sollte meine neue neben der eigentlichen Mikrowelle über Heißluft und Grill verfügen. An beides hatte ich mich im Laufe der Jahre einfach gewöhnt – gerade beim Über- und Aufbacken von Speisen. Schnell entdeckte ich die MC 28 H5135CK, die mit weiteren Ideen lockte: Dank Slim Fry-Technologie kann sie eine Heißluft-Fritteuse ersetzen. Ebenfalls ist sie in der Lage, Joghurt und Hefeteig zuzubereiten. Dazu muss eine konstante Temperatur gehalten werden, wozu sie in der Lage ist.

Ein smarter Ofen?! (Foto: Sven Wernicke)

Ein smarter Ofen?! (Foto: Sven Wernicke)

Genannte Elemente waren es, die mich überzeugten. Ich sehe eine Mikrowelle längst nicht mehr nur als ein Maschine an, die Tiefkühlware auftaut oder Gerichte vom Vortag erhitzt. Sie ist vielmehr ein Helfer beim Kochen und Backen. In der schnelllebigen Zeit bin ich dankbar über jede Minute, die ich sparen kann – ohne dabei gleichzeitig gestresst zu sein.

Die H5135CK also. Als sie vor mir stand, war ich schon überrascht. Obwohl sie mit ihrem 28 Liter Garraum genauso groß wie meine alte ist, wiegt sie deutlich weniger und sah schon beim Ersteindruck sehr viel ansprechender aus. Das liegt zum einen an dem transparenten Schwarz und dem dem „Crystal Gloss“-Griff, die Wertigkeit versprühen. Im Inneren entdeckt man eine Keramik-Beschichtung, Grill und Heizelement sind schützend ummantelt. Im Lieferumfang inbegriffen sind neben dem obligatorischen Drehring und Teller zwei Rost-Arten – ein hoher und ein niedriger für verschiedene Grill- und Heißluft-Einsätze. Hinzu gesellt sich die Backunterlage für Pizza, Grillwaren und andere Leckereien.

Der erste Versuch

Aufgestellt, angeschlossen, ausprobiert. Moment! Zugegeben: Der Smart Oven ist nicht ganz selbsterklärend, obwohl sich beim Öffnen der Tür eine kleine Liste der Hauptfunktionen offenbart. Doch diese auszuwählen und beispielsweise Gewicht der Speisen sowie die Zeit einzustellen, ist dezent gewöhnungsbedürftig. Der sogenannte Funktionswähler, die größte Taste auf dem Bedienfeld, dient zum Bestätigen der Eingaben – und das ist gerade zu Beginn etwas lästig. Trotzdem: Das legt sich sehr schnell, nach ein paar Tagen hat man das Konzept verinnerlicht. Und im Zweifel hilft das Handbuch, das sämtliche Eigenheiten sehr präzise und logisch erklärt. In diesem war auch davon die Rede, die Funktionsweise durch das Kochen von Wasser zu überprüfen. Auffällig hier: Der Geruch nach Plastik. Der verschwand glücklicherweise nach ein, zwei Tagen.

Oben gut sichtbar: Der Grill. Die Heißluft kommt von hinten. (Foto: Sven Wernicke)

Oben gut sichtbar: Der Grill. Die Heißluft kommt von hinten. (Foto: Sven Wernicke)

Im Alltag

Es ist schon erstaunlich, wie schnell ich mich an die H5135CK gewöhnt habe. Die zwar technisiert wirkende Bedienung stellt nach einigen Wochen gar kein Problem mehr dar, das LED-Display ist zweckmäßig und sehr hell – genauso wie die Uhrzeit, die bei Bedarf im Energiesparmodus abgeschaltet werden kann. Etwas schwach wiederum ist die Leuchte im Garraum, die mit ihrem Gelblicht zu dunkel ausfällt. Tragisch ist das allerdings nicht. Für manche praktisch ist übrigens die einschaltbare Kindersicherung.

Was ist denn nun so toll an der H5135CK? Klar, letztlich reden wir über eine Mikrowelle, die mit ihren 900 Watt verdammt schnell sein kann – speziell wenn’s ums Erwärmen geht. Mein Herz eroberte sie aber in anderen Bereichen: 12 automatische Frittierprogramme ersetzen meiner Auffassung nach vollständig eine Heißluft-Fritteuse, zumindest wenn ihr reguläre Speisen im Visier habt. Kartoffelecken, Zwiebelringe und Kroketten waren für die Maschine gar keine Herausforderung, für 450 Gramm Kartoffelecken (selbst zubereitet) benötigte sie 19 Minuten – völlig okay, finde ich.

Ebenfalls hilfreich sind die acht Sensorprogramme: Getränke, Gemüse, Nudeln oder Pellkartoffeln lassen sich so ohne Angabe von Garzeit und Leistungsstufe kochen. Ähnlich funktionieren die 15 Automatikprogramme für das Samsung zufolge „gesunde Garen“. Reis, Makkaroni, Kartoffelgratin, Grilltomaten oder Lachssteaks und Hähnchenbrust sollen schonend zubereitet werden. Die bereits angedeuteten Teig- und Joghurt-Modi eignen sich für Pizzateig, Kuchen- und Brotteig, genauso für verschiedene Größen Joghurt. Ich selbst versuchte es bisher mit Teig, was tatsächlich wunderbar klappte.

Wem das alles zu anstrengend ist, der kann freilich alles selbst auswählen. Neben Schnellprogrammen können Heißluft, Grill und Mikrowelle sowie Mikrowelle/Grill/Heißluft-Kombinationen aktiviert werden – wie es gewünscht wird. Heißluft-Temperaturen zwischen 40 und 200 Grad (600 Watt) werden akzeptiert, beim Grill ist die Temperatur fest vorgegeben. Was ich generell schön finde: Im Handbuch gibt’s zahlreiche Tipps und Zubereitungsempfehlungen für alle erdenklichen Lebensmittel. Solltet ihr mal unsicher sein, bekommt ihr so schnell Unterstützung. Einzig beim Zerlassen von Schokolade lag das Manual falsch und verbrannte mir die Süßigkeit viel zu schnell. Denn das muss man echt sagen: Die H5135CK hat echt Power!

Fazit: Tolles Teil

Nein, für mich ist die MC 28 H5135CK nicht nur irgendeine Mikrowelle, sondern fast genau das, was ich wirklich gesucht habe. Klar, auch hier bekomme ich keinen Touchscreen oder ein integriertes Internetradio spendiert, dafür eine starke Küchenhilfe, die ohne weiteres eine sonst über 100 Euro teure Heißluft-Fritteuse ersetzen kann. Dazu gesellt sich eine ansprechendes Design, eine weitgehend logische Bedienung und eine hohe Flexibilität. Vor allem dann, wenn ich für mich alleine etwas backen oder kochen möchte, geht das mit der Mikrowelle schneller als mit meinem großen Elektroherd. Neben der Zeitersparnis schätze ich die Teig- und Joghurt-Funktionen sowie Heißluft und Grill, die ungewöhnlich schnell die gewünschte Temperatur erreichen. Und weitere Zeit sparen. Für Auflaufformen darf ich sogar den Drehteller abschalten und den Smart Oven somit wie einen kleinen Ofen einsetzen – feine Sache.

Alles in allem möchte ich die MC 28 H5135CK empfehlen. Mit einem Preis von fast 230 Euro ist der Samsung-Alleskönner wahrlich nicht günstig. Aber ich bereue bisher keinen Cent.

Weitere Details erhaltet ihr beim Hersteller. Auch bei Euronics ist die Samsung MC 28 H5135CK erhältlich.

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