Roborock S7 MaxV Ultra: So spannend kann ein Saug- und Wischroboter sein

Staubsaugen und den Boden wischen? Langweilig! Der Roborock S7 MaxV Ultra zeigt, dass technisch noch weit mehr möglich ist. Das ist schon fast Entertainment.

Roborock S7 MaxV Ultra: So spannend kann ein Saug- und Wischroboter sein

Ein Saug- und Wischroboter ist praktisch. Er putzt selbständig eure Wohnung, während ihr nicht daheim seid oder etwas „Besseres“ zu tun habt. Am Schluss reden wir trotzdem „nur“ über moderne Technik, die eigentlich nicht sexy sein muss. Aber das ist sie durchaus, wie der auf der CES 2022 vorgestellte Roborock S7 MaxV Ultra zeigt.

Roborock S7 MaxV Ultra: Vollgestopft mit Technik

Das aktuelle Spitzenmodell von Roborock liegt bei rund 1400 Euro, was für einen Saug- und Wischroboter zweifelsohne ein stolzer Preis ist. Doch der Hersteller schafft es, dass zumindest ich der Meinung bin, das Sümmchen sei absolut angemessen.

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Highlight ist das clevere Reinigungssystem. Fährt der S7 MaxV in die Empty Wash Fill Dock, leert er nicht nur seinen Staubbehälter selbständig, sondern wechselt auch das Reinigungswasser. Der Roboter säubert während des Betriebs den Wischmopp mit frischem Wasser – in der Station bekommt er sauberes und gibt verschmutztes ab. Das reicht für 7 Wochen (Staubbehälter) und 300 Quadratmeter (Wischen). Wow!

Für mich klingt das allein schon spektakulär, doch Roborock bietet noch mehr beim S7 MaxV Ultra:

  • PreciSense Lidar-Navigation für bessere, schnellere Orientierung im Raum
  • ReactiveAI 2.0: Strukturiertes 3D-Lichtscannen zum präziseren Erkennen von Mustern und Hindernissen
  • Integrierte RGB-Kamera zur Unterstützung bei der Navigation und zur Fernüberwachung
  • Neuronale Prozessoreinheit mit „maschinellem Lernen“ für Erkennung von Kabeln, Schuhen oder gar Tierkot
  • Roborock-App mit 3D-Darstellung der eigenen Wohnung für noch individuellere Reinigung an gewünschten Orten (zum Beispiel um das Bett herum)
  • Automatische Erkennung von Räumen und Empfehlung einer idealen Reinigungsreihenfolge
  • Bis zu 5100 Pa Saugkraft
  • Intelligentes Anheben des Wischmopps bei Teppichböden
  • VibraRise-Schallvibration mit bis zu 3000 Bewegungen pro Minute für optimales Wischen
Alle MaxV-Modelle sind identisch. Der Unterschied liegt beim Dock. (Foto: Roborock)
Alle MaxV-Modelle sind identisch. Der Unterschied liegt beim Dock. (Foto: Roborock)

Der Roborock S7 MaxV Ultra stellt mit seiner besonderen Reinigungsstation das Flaggschiff dar, während der S7 MaxV Plus „nur“ eine automatische Staubentleerung besitzt. Hier ist ein selbständiges Befüllen des Wassertanks nötig. Beim regulären S7 MaxV müsst ihr euch um Staubentleerung und Wassertankbefüllung kümmern – dafür spart ihr freilich gutes Geld.

An Entertainment musste ich beim S7 MaxV nach dem Schauen des oben eingebetteten Videos denken. Mama ermahnt die spielenden Kids über den Roboter, der übrigens selbstverständlich Sprachassistenten unterstützt und eine Kamera zur Kontrolle besitzt. Und wenn Papa wieder in der Küche versagt, kommt der kleine Helfer angefahren, der die Spuren der Verwüstung beseitigt. Ein Saugroboter soll Spaß machen, sich in perfekt in den Alltag integrieren und die Familie erfreuen. Das funktioniert, wenn er für alle eine Bereicherung ist und auch etwas Intelligenz (Hinderniserkennung etc.) mitbringt.

Die Evolution des Saug- und Wischroboters

Als zufriedener Besitzer eines normalen Roborock S6 beeindrucken mich die Versprechen des Herstellers doch sehr. Denn was das Unternehmen hier in nur 1 ½ Jahren in seinen neuesten Top-Reinigungsroboter verbaut, ist schon erstaunlich. Diese noch recht junge Produktkategorie erlebt Jahr für Jahr zahlreiche Verbesserungen – das kann man schon als beschleunigte Evolution bezeichnen.

Der Roborock S7 MaxV bietet zahlreiche Funktionen via App. (Foto: Roborock)
Der Roborock S7 MaxV bietet zahlreiche Funktionen via App. (Foto: Roborock)

Klar, einen neuen MaxV mit einem ällteren Standard-Modell zu vergleichen, ist etwas holprig. Doch auch ein Roborock S6 MaxV bot noch keine Ultraschall-Teppicherkennung, keinen Ultraschall-Wischmopp mit selbständigem Anheben und keine hohe Saugleistung von 5100 Pa. Der schaffte hier gerade einmal 2500 Pa.

Noch deutlicher ist der Sprung vom Roborock S5 Max, der zudem keine ReactiveAI besaß und „nur“ 2000 Pa bot.

Es sei betont: Auch bei anderen Herstellern sieht’s ähnlich aus. Deren Roboter verbessern sich ebenfalls fortlaufend. Sie alle werden besser, schneller, präziser, komfortabler.

Saugroboter als Lifestyle-Gadget

Andererseits ist auch klar: Neue Modelle sollen unsere Neugierde wecken und möchten uns zum Kauf animieren. Früher hätte ich nie darüber nachgedacht, mir jedes zweite Jahr einen neuen Staubsauger kaufen zu wollen. Beim Staub- und Wischroboter entsteht allein schon durch den technischen Schnickschnack der Wunsch, das Neueste und Beste haben zu wollen. Und das bei einem Gerät, das ursprünglich nie dazu gedacht war, Spaß zu bereiten?!

Intelligent Hindernisse umgehen - das können mittlerweile alle guten Roboter. (Foto: Roborock)
Intelligent Hindernisse umgehen – das können mittlerweile alle guten Roboter. (Foto: Roborock)

Saug- und Wischroboter sind längst im Lifestyle-Segment angelangt. Es ist hip, solche Hightech-Gadgets durch die eigene Wohnung düsen zu lassen, Zeit zu sparen und…tja, bei Neuankündigungen mit dem Gedanken zu spielen, sich das aktuellste Modell mit noch mehr Saugleistung und futuristischen Technologien zuzulegen. Ich versuche mir das immer wieder zu verinnerlichen, sonst würde ich mir wirklich in aller Regelmäßigkeit einen neuen Roboter kaufen…

Sollte ich mir einen neuen Saug- und Wischroboter zulegen?

Wer mit seinem Roboter zufrieden ist, sollte ihn auch erst dann wechseln, wenn ein echter Bedarf besteht. Zum Beispiel bei einer größeren Wohnung, stärkerer Verschmutzung (Kinder, Haustiere), aufkommenden Allergien oder einem irreparablen Defekt. Sich ohne Notwendigkeit das Neueste zu kaufen, ist weder nachhaltig noch sinnvoll. Denn bei genauerer Betrachtung erwarten euch von einem Jahr zum nächsten keine technologischen Quantensprünge. Viele Funktionen vom Roborock S7 MaxV (Ultra) fanden sich schon in den vorherigen Modellen.

Die Station benötigt aber auch Platz in der Wohnung... (Foto: Roborock)
Die Station benötigt aber auch Platz in der Wohnung… (Foto: Roborock)

Aber: Mittlerweile reden wir gerade bei höherpreisigen Saug- und Wischrobotern über sehr ausgereifte Produkte mit faszinierenden Möglichkeiten. Der Umstieg von einem herkömmlichen Staubsauger zu einem kompakten, autonom fahrenden und zeitgemäßen Kollegen könnte euer Leben ein wenig (zum Positiven) verändern.

Und wer ein klein wenig technisches Interesse mitbringt, dürfte vermutlich erstaunt sein, was heutzutage längst funktioniert. Der Roborock S7 MaxV Ultra ist hier ein gutes Beispiel und mein persönliches Highlight der CES 2022.

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