Philips Sonicare AirFloss: Diese Munddusche entfernt den Zahnbelag mit Wasser und Luft

Mein Zahnarzt ist im Hauptberuf eigentlich Prediger: „Verwenden Sie doch häufiger mal Zahnseide“, mahnt er mich jedes Mal. Ich nutze diese durchaus jeden Tag, doch bloß, um Essensreste zu entfernen und nicht den bösen Plaque. Der innere Schweinehund lässt mich einfach nicht. Dabei gäbe es eine bequeme Alternative: eine Munddusche, die kleine Wassertröpfchen mit Luftdruck schießt – wie die Philips Sonicare AirFloss.

Laut Hersteller entfernt diese bis zu 99,9 Prozent des Zahnbelags. Dafür spült sie nicht einfach nur Wasser durch die Zahnzwischenräume, sondern katapultiert kleine Wasserpartikel mithilfe von Luftstößen an den Plaque, um diesen dann mitzureißen. In der Grundversion der Philips Sonicare AirFloss lässt sich der Druck des Strahls leider nicht verändern, beim Ultra-Modell hat der Nutzer aber die Wahl zwischen drei unterschiedlichen Intensitäten. Wer mag, gibt einfach etwas Mundwasser dazu, das erfrischt gleichzeitig den Atem.

Den inneren Schweinehund ausgetrickst

Die Bedienung soll denkbar einfach sein: Wird der Einschalter nur kurz gedrückt, erfolgt bloß ein kurzer Sprühstoß, der gezielt in die Zahnzwischenräume geleitet werden kann. In der Ultra-Variante lässt sich alternativ auch ein zweifacher oder dreifacher Sprühstoß wählen. Wird der Knopf jedoch gedrückt gehalten, folgt ein stetiger Strahl. Es soll maximal 60 Sekunden dauern, bis alle Zahnzwischenräume gesäubert sind. Mit der Zahnseide und meiner zugegeben ungeübten Hand bräuchte ich wohl einige Minuten, wenn ich nicht vorher aufgeben würde. Mit der Philips Sonicare AirFloss Ultra soll es im Autoburst-Modus sogar noch schneller gehen als mit dem Grundmodell.

Neben diesen beiden Varianten wird auch noch das Vorläufermodell angeboten. Darüber hinaus gibt es Sets mit unterschiedlichem Zubehör. Dabei handelt es sich um zusätzliche Düsen, die nach drei, spätestens nach sechs Monaten ersetzt werden sollten. Oder um ein Reiseetui, denn die Mundduschen fallen recht kompakt aus und passen daher gut in jedes Gepäck. Beim Kurztripp kann dann auch das Ladekabel zuhause bleiben, denn die Energie wird aus einem Lithium-Ionen-Akku bezogen.

Der Wasserbehälter befindet sich im Griff, Schläuche gibt es keine. Das begrenzte Volumen reicht für eine Reinigung der Zähne mit einfachen Sprühstößen. Wer jedoch seine Zähne ausgiebig durchspült, muss zwischendurch nachfüllen, doch das soll recht einfach gehen. Beim Ultra-Modell hat Philips den Wassertank deshalb etwas vergrößert, doch für kleine Hände wird dieses dann nicht immer einfach zu halten sein. Die aktuelle Philips Sonicare AirFloss gibt es bei Euronics für unter 100 Euro. Für die Philips Sonicare AirFloss Ultra wird nur ein geringer Aufschlag verlangt. Und sogar im Set mit der elektrischen Schallzahnbürste FlexCare ist die Munddusche erhältlich.

Schon bald weniger Zahnfleischbluten

Die Munddusche, die noch Luft ins Wasser wirbelt, soll bei der Entfernung von Plaque genauso wirksam sein wie Zahnseide, ohne dabei das Zahnfleisch zu verletzen. Das durch Zahnstein verursachte Zahnfleischbluten soll sich Philips zufolge sogar nach kurzer Zeit bei 95 Prozent der Nutzer verringern. Auf jeden Fall ist eine Munddusche einfacher zu handhaben. Ob sich der Umstieg gelohnt hat, zeigt sich dann spätestens beim nächsten Zahnarztbesuch, wenn die Entfernung des Zahnsteins ansteht. Für mich definitiv eine Alternative.

Wer vor dem Preis der Philips Sonicare AirFloss zurückschreckt oder mehr Funktionen sucht, findet auch bei anderen Herstellern Mundduschen mit einer ähnlichen Technik – zum Beispiel die OxyJet-Geräte von Braun Oral-B oder die Panasonic EW 1211 W 845.

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