Corona hat Luftreiniger populär gemacht – und danach verschwanden sie in unseren Kellern. Meist sind es nur Allergiker, die noch einen Luftreiniger im Dauereinsatz haben. Aber was ist eigentlich mit Feinstaub? Wer an einer Kreuzung in einer Großstadt lebt, merkt, wie Autos, LKWs und Busse beim Lüften alles andere als „frische Luft“ in die Wohnung pusten. Dass Feinstaub gefährlich ist, wissen wir alle. Aber heißt das, dass wir Städter besser mit einem Luftreiniger im Dauereinsatz leben sollten?
Feinstaub vor dem Fenster
Feinstaub ist nicht nur das, was Autos, LKWs und Busse hinten rauspusten. Er entsteht ebenso durch Reifenabrieb oder Fabriken – oder auch Kamine und Kohleöfen, auch wenn sich diese in Städten immer weniger finden. Und da Fenster keine HEPA-Filter haben, kommt er beim Lüften auch in die Wohnung.
Je nach Durchmesser, unterteilen sich die Feinstaubpartikel in PM10 (bis 10 Mikrometer Durchmesser), PM2.5 (bis 2,5 Mikrometer) und ultrafeine Partikel (weniger als 0,1 Mikrometer).
Von den kleinen Partikeln unter 2,5 Mikrometer sollte der Grenzwert laut WHO nicht über fünf Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft liegen. Der Jahresschnitt in den am meisten belasteten, deutschen Großstädten liegt bei etwa 10-14 Mikrogramm – mit Berlin als Spitzenreiter.
Die EU ist mit ihren Grenzwerten zwar großzügiger, aber ein Jahresdurchschnittswert kalkuliert nun mal auch Tage mit Dauerregen und einer Belastung gegen null ein. Damit überschreiten die Werte selbst den EU-Grenzwert an vielen Tagen.
Wie es in deiner Stadt aussieht, kannst du auf dieser interaktiven Karte des Umweltbundesamtes anschauen.

Helfen Luftreiniger denn gegen Feinstaub?
Die meisten Luftreiniger filtern Feinstaub heraus – aber keiner entfernt ihn vollständig. Du kannst die Feinstaubbelastung aber reduzieren, wenn du einen Luftreiniger einsetzt, der einen HEPA-Filter hat und der zu deiner Raumgröße passt.
Und reduzieren ist ja schon mal ein guter Anfang! Denn unabhängig von den Grenzwerten, ist immer weniger Feinstaub besser als mehr Feinstaub.
Wenn du also in der Stadt wohnst und da auch noch an einer stärker frequentierten Straße, dann solltest du die Anschaffung eines Luftreinigers durchaus in Erwägung ziehen. Du kannst ihn laufen lassen, wenn die Feinstaubbelastung in deiner Umgebung besonders hoch ist, oder du lässt ihn im leisen Nachtmodus die Luftqualität deines Schlafzimmers verbessern.
Wie findest du den richtigen Luftreiniger?
Neben dem bereits erwähnten HEPA-Filter ist es wichtig, dass dein Luftreiniger zu deiner Raumgröße passt. Wenn du ihn in einem 120qm-Loft laufen lässt, brauchst du ein deutlich größeres Modell, als wenn du damit dein 12qm-Homeoffice tagsüber oder dein 16qm Schlafzimmer nachts von Feinstaub befreien möchtest.
Ideal sind Luftreiniger, die dir anzeigen, wann es Zeit ist, den Filter zu wechseln. Wenn du ihn über Nacht laufen lassen willst, ist die Betriebslautstärke ein wichtiger Faktor, wenn du planst ihn rund um die Uhr zu betreiben, ist der Stromverbrauch besonders wichtig.
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Fazit
Als Technikjournalisten sind wir keine Umweltmediziner und können die Frage, ob es gefährlich ist, sich in einer Stadtwohnung bei voller Feinstaubbelastung aufzuhalten, nicht kompetent beantworten.
Einigkeit besteht in der Wissenschaft aber darüber, dass Feinstaub ungesund ist und die Belastung daher so gering wie möglich sein sollte. Ich persönlich habe meinen Luftreiniger jede Nacht im Betrieb und störe mich nicht an dem leisen, monotonen Rauschen, das er von sich gibt. Denn solange du den Luftreiniger ordnungsgemäß betreibst und den Filter nach der vorgegebenen Zeit wechselst, hat ein Luftreiniger gesundheitlich nur Vorteile.

Vielleicht habe ich es übersehen, aber bei dem VENTA-Gerät finde ich keine Angabe dazu, ob angezeigt wird, wann ein Filterwechsel erforderlich ist.
Venta gibt auf ihrer Website zum Modell AW730 an: „Dank einer Lebensdauer von bis zu 12 Monaten brauchen Sie die Filter nur einmal im Jahr bei kontinuierlichem Betrieb auszutauschen.“
Empfehlung der WHO in Sachen Feinstaub sind max 5 Mikrogramm pro m3 Luft im Freien
Am Arbeitsplatz jedoch sind bis zu 10 Milligramm pro m3 Luft zulässig, also 2.000 mal soviel.
Darüber sollte man nachdenken bevor man in Panik verfällt
Ein wirklich spannender Artikel! Besonders in der Stadt unterschätzt man oft, wie viel Feinstaub beim Lüften in die Wohnung gelangt. Ich finde den Hinweis auf die HEPA-Filter super wichtig. Habt ihr Empfehlungen für Geräte, die besonders leise sind und trotzdem eine hohe Reinigungsleistung haben.