Die fast schon klassische Muldenlüftung im Kochfeld: ein länglicher Schlitz (Bild: Küppersbusch)

Küppersbusch-Kochfeld zieht den Dunst nach unten ab

Die größte Herausforderung beim Kochen ist manchmal, sich nicht den Kopf an der Dunstabzugshaube zu stoßen. Küppersbusch hat deshalb ein Kochfeld vorgestellt, das Gerüche und Feuchtigkeit einfach nach unten absaugt. Zwischen den Induktionsfeldern wurde dafür eine Muldenlüftung eingelassen. Oberhalb der Kochstelle herrscht Freiheit.

Die Kochstelle EKID 9940.0 von Küppersbusch bietet auf einer 90 cm breiten Kochfläche vier Induktionszonen, von denen sich jeweils zwei per Brückenfunktion zusammenschalten lassen. Die Muldenlüftung liegt vertikal zwischen beiden Bereichen und kann den Dunst in vier Leistungsstufen absaugen – gesteuert über das Kochfeld. Die Nachlaufautomatik sorgt dafür, dass auch nach dem Kochen noch eine gewisse Zeit die Luft gereinigt wird, bevor sich die Lüftung automatisch abschaltet.

Gerüche sind nicht das Problem

Was mit der abgesogenen Luft passiert, ist entscheidend für das anschließende Raumklima. Im besten Fall wird die Luft über einen Abzug aus der Küche heraus nach draußen geleitet. Oft ist dies jedoch nicht möglich, da dafür die Außenwand durchbrochen werden müsste oder die Kochstelle auf einer Kücheninsel liegt. Alternativ wird die Luft mittels eines Aktivkohlefilters gereinigt und per Umluft zurück in den Raum gegeben. Küppersbusch bietet für seine Muldenlüftung beides an.

Die Wirkung beider Systeme ist recht unterschiedlich: Schlechte Gerüche sollten in der Küche erst gar nicht entstehen. Da die Fettpartikel im Wasserdampf verborgen die Kochstelle verlassen, bedarf es vor allem einer starken Saugwirkung, damit sich nicht mit der Zeit ein immer stärker werdender Fettfilm auf den Küchenmöbel ablegt. Das Hauptproblem ist jedoch die Feuchtigkeit, die zu Schimmel führen kann, wenn in der Küche ausgiebig gekocht, aber nur schlecht gelüftet wird. Umluftsysteme binden im Kohlefilter Fett, aber kaum Feuchtigkeit, die dann wieder zurück in den Raum geblasen wird.

Hohe Töpfe und niedrige Pfannen

Das Design der Muldenlüftung bringt weitere Probleme mit sich. Um die Feuchtigkeit, die aus einem 40 cm hohen Pastatopf dampft, nach unten abzusaugen, müsste deren Saugwirkung schon sehr stark sein, was beim Kochen aber auch stören könnte. Aus einer niedrigen Pfanne dagegen könnte immer wieder Fett auf die Muldenlüftung spritzen, die dann aufwendig gereinigt werden müsste. Gaggenau hat schon vor Jahren die Muldenlüftung erfunden – bis heute hat sie sich nicht durchgesetzt. Unter anderem AEG, Neff und Siemens bieten ähnliche Lösungen an.

Wer das Kochfeld nur selten nutzt, sollte sich von der Kritik an der Muldenlüftung jedoch unbeeindruckt zeigen und vor allem auf die eigentlichen Werte der Induktionstechnik achten. Die Leistung lässt sich in 14 Stufen regulieren, was ein schnelles Erhitzen auch großer Mengen Wasser garantiert. Für besondere Fälle gibt es sogar drei vordefinierte Sonderstufen: eine Schmelzstufe bei 42 Grad, eine Warmhaltestufe bei 70 Grad und eine Pastastufe bei 94 Grad. Zusätzlich verfügt das Kochfeld über eine Ankochautomatik, eine Abschalt-Memory-Funktion, einen Kurzzeitwecker und eine Urlaubsabschaltung.

Das Induktionskochfel Küppersbusch EKID 9940.0 mit Muldenlüftung soll im Frühjahr 2016 erscheinen und mindestens 8.900 Euro (UVP) kosten.

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