Braun 9299s Series 9: 500 Euro für einen Rasierer? Lohnt sich der Luxus?

Nur das Beste fürs Gesicht. Der Braun Series 9 in der FC Bayern München Edition kostet stolze 500 Euro. Waaaaas? Eine heftige Summe für einen Elektrorasierer. Ob sich die Investition lohnt? Wir haben ihn ausprobiert.

Was tue ich nicht alles für einen Testbericht?! Eigentlich trage ich meinen 5mm-Bart sehr gerne und bewusst. Ich kürze ihn mit einem 50-Euro-Trimmer ein bis zwei Mal pro Woche.  Das ist nicht perfekt, aber genügt mir vollkommen. Die Chance, einen Rasierer mit einem 10x höheren Preis ausprobieren zu können, wollte ich mir allerdings nicht nehmen. Dafür mussten die Haare verschwinden. Denn der Braun Series 9 in der FC Bayern München Edition ist darauf spezialisiert, das Gesicht komplett zu rasieren und in einen glatten „Babypo“ zu verwandeln. Bei dem stolzen Sümmchen sollte man das doch verlangen, oder? Zumindest war meine Erwartungshaltung sehr hoch.

Vor der Rasur. Skeptisch.

Vor der Rasur. Skeptisch.

Ausgepackt und gestaunt

Keine Frage: Schon beim Auspacken fällt der edle Stil auf. In dem attraktiven Leder-Etui befindet sich der enorm wertig anmutende, mächtige Rasierer – der 9299s, um genau zu sein.  Abgesehen von einem Handbuch, einem Pinsel zum Reinigen, einem Ladekabel und einer dazugehörigen Station findet ihr nichts weiter in der Box. Schon ein klein wenig ernüchternd. Zumindest etwas Öl für den Scherkopf hätte Braun dazulegen können. Sei’s drum, der Preis definiert sich in dem Fall nicht durch das (nicht vorhandene) Zubehör, sondern durch das eigentliche Produkt. Und das will bei Erstbenutzung aufgeladen werden. Rund eine Stunde dauert es, bis der integrierte Akku aufgefüllt ist. Und dann? Kann’s sofort losgehen!

Viel ist nicht drin. Foto: Sven Wernicke)

Viel ist nicht drin. Foto: Sven Wernicke)

Üblich für Rasierer wie den Braun Series 9 ist die Tatsache, dass sie nicht dazu gedacht sind, besonders lange Haare abzuschneiden. Ich mit meinem zum Zeitpunkt des Tests zirka 7mm langen Bart spürte beim ersten Ansetzen das Ziepen – nicht angenehm. Doch wozu gibt es den ausfahrbaren und erstaunlich effektiven Langhaarschneider auf der Rückseite? Der stutzt alles auf die Länge, wie es für den Rasierer selbst am besten ist. Das Kürzen dauerte (aufgrund der Länge der Haare) schon einige Minuten, danach konnte ich mit den Feinheiten beginnen.

Er sieht schon verdammt gut aus. Foto: Sven Wernicke)

Er sieht schon verdammt gut aus. Foto: Sven Wernicke)

Und hier beeindruckte mich der Series 9 sehr. Kein Ziehen, kein Zerren an der Haut – geschmeidig zieht ihr den Rasierer über das Gesicht, behutsam schneidet er die überstehenden Haare ab. Auch das ist typisch für solche Geräte: Unter Umständen müsst ihr eure Haut etwas straffen, um ein aalglattes (hah, das passt gut in dem Zusammenhang) Ergebnis zu bekommen. Verwendet ihr den Series 9 täglich oder sehr regelmäßig, wird dies schnell zur Routine bzw. ihr wisst genau, was ihr zu beachten habt. Dank des sogenannten MultiHeadLock-Schalters fixiert ihr den Scherkopf in fünf Positionen, sodass ihr effektiver zum Beispiel unter der Nase loslegen könnt.

Durch den Schalter fixiert ihr den Scherkopf. (Foto: Sven Wernicke)

Durch den Schalter fixiert ihr den Scherkopf. (Foto: Sven Wernicke)

Besser als andere?

Das Alleinstellungsmerkmal der Series 9-Rasierer von Braun ist der SyncroSonic Scherkopf. Für mich ist es irrelevant, ob das ein eingetragenes Markenzeichen ist, er soll ja beste Arbeit leisten. Interessant ist dennoch die Technik dahinter. Ein Schallmotor passt sich der Bartdichte selbständig an, bis zu 40.000 Mikrovibrationen bzw. Schneidebewegungen pro Minute werden durch diesen erzeugt. Und das erhöht die Anzahl der Barthaare, die so geschnitten werden können. Vier Scherteile und der flexible, sich flott bewegende Kopf tun ihr Übriges. Praktisch bedeutet das: Die Resultate sind erstaunlich bis beeindruckend. Hier und da blieben ein paar Haare unberührt, gerade im Koteletten-Bereich. Doch nach dem Verwenden des Langhaarschneiders war auch dieses „Problem“ behoben. Ich muss schon zugeben, sehr begeistert von meiner wahnsinnig weichen Haut gewesen zu sein.

Ich gefalle mir nicht ohne Bart, aber das ist eine andere Geschichte...

Ich gefalle mir nicht ohne Bart, aber das ist eine andere Geschichte…

Weitere Stärken des Braun Series 9

Wenn ihr wollt, könnt ihr den Series 9 auch für eine Nassrasur mit Rasierschaum oder Gel verwenden, das gute Stück ist komplett wasserdicht. Das erleichtert das Reinigen, was ohnehin durch ein einfaches Stecksystem kinderleicht ist. Das LED-Display präsentiert euch den Akkustand, rund 50 Minuten könnt ihr euch ohne Pause mit einer Ladung rasieren. Das sollte für den ganzen Körper genügen – also theoretisch. 🙂 Die Ladestation steht fest, wirkt für mich jedoch etwas zu klein für den „wuchtigen“ Rasierer. Das ist allerdings höchstens Erbsenzählerei.

Recht kleine Ladestation. (Foto: Sven Wernicke)

Recht kleine Ladestation. (Foto: Sven Wernicke)

Fazit: Wäre da nicht der Preis….

Ein „Makel“ bleibt trotzdem. Der Preis. Es mag auch für häufig rasierende Männer schwierig zu verstehen sein, wieso der 9299s so teuer ist. Das Spitzenmodell der Series 9 besitzt nicht einmal eine Clean&Charge-Station oder verfügt über ein Gehäuse aus purem Gold. Dafür aber bekommt ihr eine Titanium-Beschichtigung für den Trimmer und ein deutsches Qualitätsprodukt. Braun ist es unverändert sehr wichtig, den Rasierer hierzulande zu entwickeln und herzustellen, was ihr dem Gerät anmerkt. Hier sitzt alles, sieht gut aus und liegt wunderbar in der Hand.

Ob das die 500 Euro rechtfertigt? Das ist schwer zu sagen. Mir persönlich fehlt ganz klar das Budget für einen solch guten Rasierer. Und ich mag meinen Bart. Verlangt ihr dagegen nach einem Highend-Rasierer, bei dem ihr keine Kompromisse eingehen wollt, dann werdet ihr hier die Erfüllung finden. In Anbetracht der Tatsache, dass ihr den Braun Series 9 (9299s) etliche Jahre besitzen und verwenden werdet, relativiert sich der hohe Kaufpreis.

Ein Schmuckstück. (Foto: Sven Wernicke)

Ein Schmuckstück. (Foto: Sven Wernicke)

Der Braun Series 9 9299s ist für Außenstehende womöglich ein Luxus-Gadget. Und zweifelsohne ist das auch der Fall, schließlich dürften Rasierer zum halben Preis ähnliche Ergebnisse erzielen. Trotzdem habe ich das Gefühl, hier ein wirklich rundes, hochwertiges, professionelles Gerät zu erhalten, mit dem man lange seine Freude haben kann. Für anderen Schnickschnack geben wir doch auch viel Geld aus, wieso dann nicht für etwas, was wir tagtäglich benötigen?

Braun Series 9 9299s ist als FC Bayern München Sonderausgabe mit Premium- Lederetui und Aufbewahrungsbox bei Euronics.de erhältlich.

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2 Kommentare zu “Braun 9299s Series 9: 500 Euro für einen Rasierer? Lohnt sich der Luxus?
  1. ich weiß gar nicht, was sonstige elektrische Rasierer kosten, hatte ich noch nie, da ich das ähnlich wie du handhabe. Aber wenn man sowas tatsächlich täglich benutzt, finde ich 500 Euro nicht abwegig. Andere Leute geben 1000 Euro für ein Twitter- und Essens-Foto-Gerät aus 😛 Da finde ich den Rasierer noch sinnvoller, wenn er wirklich besser ist als günstigere Modelle.
    (Du ohne Gesichtsbehaarung siehst tatsächlich komisch aus. 😛 )

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