Telekom Speedport Smart (Bild: Telekom)

Telekom-Router Speedport Smart steuert jetzt das Smart Home

Ein einfaches Update macht den WLAN-Router Telekom Speedport Smart erst richtig smart. Eine Smart-Home-Zentrale in Form einer eigenen, stromhungrigen Box ist dann überflüssig.

Als die Telekom noch Deutsche Bundespost hieß, holten sich die Telefone ihren Strom aus dem Telefonkabel. Jetzt ist eine Steckdose notwendig. Wie Perlen auf der Schnur sind Splitter, WLAN-Router, Telefon und Smart-Home-Zentrale daneben aufgereiht. Deshalb übernimmt der Router immer mehr Funktionen: NAS, DECT und jetzt auch die Steuerung des Smart Home. Die beliebten Router von AVM werden schon seit einiger Zeit immer mächtiger, doch auch eines der weit verbreiteten Speedport-Geräte hat nun ein Update erhalten. Der Telekom Speedport Smart kann jetzt über DECT ULE funken und wird damit zur Zentrale im Magenta Smarthome. Das spart Energie und Geld.

Zigbee und Homematic IP per USB-Stick nachrüsten

Nach dem Update können die Basisfunktionen von Magenta Smarthome kostenlos genutzt werden: die Kontrolle von Rauch- und Bewegungsmeldern, Tür- und Fensterkontakten, Innensirenen und einem Zwischenstecker für den Außenbereich. Die Heizung lässt sich allerdings nicht steuern, und SMS-Benachrichtigungen werden auch nicht auf das Smartphone geschickt. Den vollen Funktionsumfang gibt es für monatlich 4,95 Euro, für 9,95 Euro im Monat wird sogar noch der Telekom Speedport Smart als Mietgerät bereitgestellt. Ohne das Monatsabo kostet der Router bei der Telekom einmalig 159,99 Euro, bei Euronics ist er günstiger. Die Mindestvertragslaufzeit von Magenta Smarthome beträgt 24 Monate.

Das Magenta Smarthome überwacht die ganze Wohnung per Telekom Speedport Smart und Smartphone (Bild: Telekom)

Das Magenta Smarthome überwacht die ganze Wohnung per Telekom Speedport Smart und Smartphone (Bild: Telekom)

Der WLAN-Router Telekom Speedport Smart wird von Huawei im Auftrag der Telekom produziert und ist bereits seit September 2016 erhältlich. Neben dem Smart-Home-Protokoll DECT ULE unterstützt er auch Zigbee. Das kommt jedoch nicht per Update über das Internet, sondern muss in Form eines kleinen USB-Sticks in den Router gesteckt werden. Im Herbst 2017 soll dann noch ein Stick für das Protokoll Homematic IP folgen. Lediglich dessen Vorgänger Homematic wird nicht unterstützt werden. Wer in seiner Wohnung Sensoren verteilt hat, die noch darüber funken, muss weiterhin die Qivicon Home Base zur Steuerung seines Magenta-Smarthomes anschließen.

Telekom kündigt neues Zubehör an

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch weitere Smart-Home-Komponenten erscheinen, die alle per DECT ULE funken. Auch hier gibt es etliche bei Euronics günstiger. Beim Kauf heißt es also aufgespasst: Während die erste Generation der Home Base und der Speedport Smart nicht alle Smart-Home-Protokolle unterstützen, ist man bei der zweiten Generation der Home Base auf der sicheren Seite. Dennoch sei Neueinsteigern der Telekom Speedport Smart empfohlen.

Das Update soll in einer Nacht 170.000 Speedport-Smart-Router Smart-Home-fähig gemacht haben. Es wurde automatisch eingespielt, wenn die Easy-Support-Funktion aktiviert war. Es lässt sich aber auch manuell herunterladen und installieren. In Zukunft werden alle Neugeräte mit der Smart-Home-Fähigkeit ausgeliefert – pro Jahr sollen es 1,2 Millionen sein.

Wollt ihr mehr erfahren? Unsere Kollegin Corina Maly hat ihr Zuhause per Magenta Smarthome aufgerüstet und auf dem Trendblog über ihre Erfahrungen berichtet.

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