Google Assistant: Mit nur einer App steuert ihr euer Smart Home

Habt ihr es gewusst? Es genügt schon die Google Assistant App, um euer Smart Home zu kontrollieren. Ihr benötigt hierfür nicht einmal zusätzliche Hardware.

Für Alexa wird vorrangig ein Echo-Speaker benötigt. Siri funktioniert zwar über euer Smartphone, doch aufgrund der geringen Anzahl an HomeKit-kompatiblen Geräten eignet sich das Telefon nur begrenzt als flexible, vollwertige Smart-Home-Steuerung. Google geht hier in eine überraschend offene Richtung: Denn schon mit der Google Assistant App erhaltet ihr Zugriff auf eine Vielzahl an smarten Produkten zahlloser Firmen.

Ein Google Home Mini wird nicht benötigt. (Foto: Google)

Ein Google Home Mini wird nicht benötigt. (Foto: Google)

Was heißt das konkret? Zwar ist ein Google Home (Mini) oder ein JBL Link 20 mit integriertem Google Assistant (Shoplink) eine sinnvolle Ergänzung, bringen solche smarten Helfer die Sprachsteuerung doch direkt in euer Wohnzimmer, ohne dass ihr euer Telefon zur Hand haben müsst. Im Zweifel genügt aber schon euer Android-Smartphone oder die Google Assistant App für iPhone/iPad, um das Telefon in eine Remote für euer modernes Zuhause zu verwandeln. Schwer ist es auch nicht, den Google Assistant zu aktivieren.

Was tun mit der Google Assistant App?

Google zufolge arbeitet der Google Assistant mittlerweile mit über 1500 Smart-Home-Devices von über 200 Firmen bzw. Marken zusammen. Das ist beachtlich, obwohl viele der auf der Google-Webseite genannten Unternehmen hierzulande kaum bekannt sind. Andere dagegen sind sicher auch euch ein Begriff.

Die Heizung intelligent steuern. (Foto: HomeMatic)

Die Heizung intelligent steuern. (Foto: HomeMatic)

Interessant ist beispielsweise, dass sämtliche Produkte von Homematic IP, beispielsweise das Starter Set Sicherheit Plus (Shoplink) oder das Starter Set Raumklima (Shoplink), mit der Google Assistant App kommunizieren können. Das gesamte Smart-Home-System ist vielseitig und ideal für Hausbesitzer geeignet.

Die smarte Steckdose HS110 von TP-Link (Shoplink) arbeitet ohne Aufwand mit dem Google Assistant. Das gilt auch für allerlei Produkte von Belkin (WeMo).

Große Unterstützung für Lautsprecher

Vor allem smarte Lautsprecher kommunizieren besonders gerne mit Google Home bzw. der Google Assistant App. Erwähnenswert sind die Lösungen von Bang & Olufsen bzw. der Marke B&O Play. Die hochwertigen Lautsprecher der BeoPlay M-Reihe, zum Beispiel der BeoPlay M5 (Shoplink), seien hier exemplarisch genannt.

Der Beoplay M5. (Foto: B&O Play)

Der Beoplay M5. (Foto: B&O Play)

Unterstützt werden ebenso die schnurlosen Speaker von Blaupunkt, JBL oder Grundig sowie ausgewählte Modelle von Harman/Kardon, LG, Marshall, Onkyo, Philips, Pioneer, Sony oder Toshiba.

Besitzt ihr Lautsprecher der genannten Firmen und seid euch nicht sicher, ob diese bereits auf Google Home setzen oder mit der Google Assistant App ansprechbar sind, schaut sicherheitshalber auf den Hersteller-Webseiten nach. Oder ganz simpel: Startet den Assistant und nutzt beim Einrichten neuer Geräte die Suchen-Funktion. Vieles erkennt die Software eigenständig, sofern die Lautsprecher (und anderen smarten Produkte) ordnungsgemäß eingerichtet sowie auf dem neuesten Stand sind und sich im Heimnetzwerk befinden.

Lampen und mehr steuern

Wie kann es anders sein: Auch Philips Hue und Osram Lightify werden vom Google Assistant von Anfang an erkannt. Erstgenannte Leuchten wurden bei meinen Versuchen ohne Schwierigkeiten konfiguriert.

Philips Hue wird auch von der Google Assistant App unterstützt. (Foto: Philips)

Philips Hue wird auch von der Google Assistant App unterstützt. (Foto: Philips)

Nicht unerwähnt sollten weitere Schnittstellen bleiben. So sind auch Smart Things bzw. Samsung Connect mit von der Partie – und damit ein ebenfalls reichhaltiges Portfolio an Smart-Home-Gadgets des koreanischen Konzerns und Lösungen des deutschen Händlers. Thermostate von Netatmo, Nest oder Ecobee könnt ihr auch mit der Google Assistant App zusammenbringen.

Die Grenzen der Google Assistant App

Weiteres Potential steckt in der Tatsache, dass die Google Assistant App und Google Home nicht nur direkt mit Geräten kommunizieren, sondern auch an Software-Angebote anderer Unternehmen andocken. Das Ziel ist immer, Produkte möglichst vieler Hersteller zu vereinen und diese mit der Sprache zu steuern.

Eines kann der Assistent von Google nicht: Jedes einzelne Device bis ins kleinste Detail justieren. Hierfür sind nach wie vor die offiziellen Apps der Anbieter nötig. Vielmehr konzentriert sich das Google-Angebot auf vereinfachte Kontrollen wie „Temperatur auf 20 Grad senken“ oder „Lampen ausschalten“, die im Alltag von größter Bedeutung sind. Für die feineren Einstellungen ist das alles – genauso wie bei Alexa und Siri – nicht gedacht. Trotzdem: Dass ihr so einfach eine umfangreiche Smart-Home-Steuerung erhaltet, ist vorbildlich.

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